Ein Tag mit und bei Lufthansa im Hangar One

Dies ist glaube ich mein erster ausführlicher Reisebericht hier im Forum. Und auch wenn es sich nur um einen Tagesausflug handelt, hoffe ich euch nicht allzusehr damit zu langweilen :wink:

Am vergangenen Samstag stand für mich ein Besuch des Lufthansa Hangar One in Frankfurt auf dem Programm. Und da wir hier ja glaube ich alle zumindest ein bisschen luftfahrtaffin sind, wollte ich euch mal an meinem Erlebnis teilhaben lassen.

Einen Tag vor dem Besuch habe ich spontan entschlossen, stilecht mit dem Flieger anzureisen. Benzin ist ja grad so teuer, also muss ein Prämienflug her. Ist ja auch nicht so, dass ich nicht gerne fliege. Und so ging es am Samstag mit der LH 141 von Nürnberg nach Frankfurt. Trotz des Ferienbeginns in Bayern war es am Flughafen sehr entspannt und ich hatte noch reichlich Zeit für ein kleines Frühstück in der Dürer-Lounge. Auch das Boarding startete noch on time, aber dann hatte die Flugsicherung etwas gegen einen pünklichen Abflug. Wetterbedingt mussten wir dann noch eine Stunde ausharren, bevor es schließlich los ging.

Lieb und nett wie ich bin, habe ich bei Ankunft am Gate 1 in Frankfurt erst mal alle gestressten Umsteiger taus gelassen. Und habe dann auf dem Weg zum Ausgang noch mal einen Stopp in der Lounge eingelgt. Ganz nach dem Motto: Kaffee geht immer und irgendwie müssen sich die Steuern und Geführen für das Prämienticket ja auch bezahlt machen :sweat_smile:

Zu Fuß ging es dann, vorbei am First Class Terminal, zum Hangar One. Gemütlichen Schrittes ist man in ungefähr 10 Minuten dort. Am Eingang hat bereits meine Schwester auf mich gewartet (war vielleicht doch ein Kaffee zu viel…).

Die Stimmung vor Ort war gleich sehr gut, sowohl bei den Leuten draußen zum Parkplatz einweisen wie auch bei den Mädels am Empfang im Eingangsbereich. Ein bisschen hat man gemerkt, dass dieser erste Tag für die Öffentlichkeit etwas speziell werden kann.

Drinnen angekommen, haben wir uns erst einmal einen Überblick verschafft. Die Ausstellung im Hangar One ist auf zwei Ebenen verteilt. Im Erdgeschoss stehen die beiden historischen Flugzeuge, umrahmt von vielen verschiedenen kleinen Ausstellungsstücken. Zudem gibt es einen Catering-Bereich, einen Souveniershop, Sitzgelegenheiten zum Verschnaufen und einen Flugsimulator. Letzterer ist wohl nicht an jedem “normalen” Tag zugänglich, da auch immer in Instructor vor Ort sein muss. Wir konnten aber für diesen Tag einen Slot ergattern. Dazu dann später mehr.

Nach unserer ersten ziellosen Runde durch die Halle haben wir uns in die kleine Schlange zur Besichtigung der Lockheed Super Star eingereiht. Es wurde immer nur kleine Gruppen mit ca. 10 Personen hinein gelassen. Ein klein wenig Geduld war also gefragt. Im Flugzeug hat dann ein Mitarbeiter ein bisschen etwas über die “beste Dreimotorige über dem Atlantik” erzählt. Auch für Fotos im Flugzeug sowie auf der Treppe blieb genug Zeit. Insgesamt waren auch alle, sowohl Besucher wie auch das LH-Personal, sehr geduldig und entspannt an dem Tag.

Nach dem Besuch der Super Star haben wir unser Glück am Glücksrad versucht. Nun ja, es sprang ein Kartenspiel und ein Ansteck-Pin heraus. Besser wie nix. Weiter ging es für eine kurze Pause in die Lounge mit großzügigen Sitzmöglichkeiten. Am Eröffnungstag war Lufthansa zudem spendabel und hat eine Tiefkühltruhe mit Eis in die Lounge gestellt. Man musste auch keine Münze einwerfen. In der Lounge ist zudem eine Art Bibliothek mit vielen Büchern aus der Luftfahrt untergebracht. Wer möchte, kann also auch ein bisschen schmökern.
Wir haben dann die Zeit genutzt, und uns in die Warteliste für den benachbarten Flugsimulator einer Diamond DA42 eingetragen. Zum Glück hatten wir diesen Geistesblitz, denn der Simulator war schon ziemlich ausgebucht. Aber wir hatten dann einen Slot um 15:15 uhr in der Tasche.

Für uns ging es dann erst mal weiter zur Besichtigung der Tante Ju. Auch hier wurden immer nur 5 bis 6 Personen gleichzeitig hinein gelassen, damit man sich nicht gegenseitig über die Füße fällt. Am Eingang stand wieder ein netter Mitarbeiter und hat einem alles über das Flugzeug erzählt was man wissen wollte. Der Mann war echt vom Fach. Einmal in der Ju 52 konnte man sich überall hinsetzen, auch im Cockpit. Man sollte halt nur nix abschrauben :wink:

Danach haben wir uns die Ausstellung in der Galerie im ersten Stock angeschaut. Dort findet man Schaustücke aus der moderneren Geschichte der Lufthansa bzw der Lufthansa Group, immer ergänzt mit interaktiven Inhalten. Die historische wie auch aktuelle Flotte wird anhand von Modellen dargestellt. Die Triple Seven X war übrigens gleich zwei mal dabei. Ich gehe davon aus das man wirkich daran glaubt, das sie ausgeliefert wird :wink:
Weiterhin gibt es eine kleines Kino, in dem natürlich nur ein Lufthansa Werbefilm lief, und eine interaktive Fotowand. Diese ist wirklich ein kleines Highlight. Ich bin zugegeben kein großer Fan von solchen Foto-Aktionen, aber hier bin auch ich mal schwach geworden. Man hat dort die Möglichkeit, sich durch KI in verschiedene Epochen hineinprojizieren zu lassen, immer mit dem passenden Lufthansa Flugzeug im Hintergrund. Zur Auswahl steht immer ein Jahrzehnt und die vier Personentypen Frau, Mann, Mädchen und Junge. Man kann also auch ein bisschen rumalbern. Da ich vor Ort eh schon zugestimmt habe die Bilder zu veröffentlichen, hier ein paar Resultate.

Nach der kleinen Foto-Session ging es nochmal kurz in die Lounge auf ein zweites Eis, und dann waren wir auch schon dran mit unserem Erlebnis im Flugsimulator. Zu Beginn bekam man eine kurze Erklärung der wichtigsten Instrumente und Parameter, und dann ging es auch gleich los. Einmal starten und landen auf der 25C vom FRA stand auf dem Programm. Der Instructor hinter uns war gnädig mit dem Wetter, lediglich beim Start musste man ein bisschen ins rechte Pedal treten um nicht von der Bahn abzukommen. Die 15 Minuten im Simulator vergingen natürlich sprichwörtlich wie im Flug. Aber gerade wenn man wie ich das erste mal in so einem Teil sitzt, dann ist das schon ein klasse Erlebnis.

Und danach war die Zeit auch fast schon rum, eine gute halbe Stunde blieb uns noch bis zum “Ladenschluss” um 16 Uhr. Wir haben uns dann noch ein zweites mal die Super Star von Innen angeschaut und schließlihc auch noch einmal am Glücksrad gedreht. Da ich nicht die gewünschte 100 Jahre Tasche gewonnen habe, war der Mitarbeiter gnädig. Wenn ich alle 20 3-Letter-Airport Codes einer Vorlage richtig errate, kann ich eine mitnehmen. Naja, für einen Vielflieger und Aviationen Fan war das definitiv machbar. Am Ende war die Ausbeute für 8 Euro Eintritt in jedem Fall nicht schlecht.

Fazit: Natürlich ist der Hangar One in erster Linie einfach Eigenwerbung für die Lufthansa. Aber als Aviation Liebhaber lohnt der Besuch allein schon wegen der Lockheed Super Star und der Ju 52. Ich fand die Zeit dort sehr kurzweilig und interessant. Natürlich hat wohl auch der etwas besondere Flair von diesem speziellen Tag der Eröffnung dazu beigetragen. Kann man auf jeden Fall mal machen.

Nach dem Besuch vom Hangar One habe ich noch einen kleinen Abstecher in die City von Frankfurt gemacht. Wenn man schon mal da ist. Nach einem erneuten Lounge-Besuch und dem Einfangen von ein paar Airport Vibes ging es dann pünktlich mit der LH 148 wieder zurück nach Nürnberg. Inklusive eines kleinen Avionic Absackers in der Eco dank des aufmerksamen Flugbegleiters. Ein passender Abschluss an diesem Tag.

Puh, sind jetzt ganz schön viele Zeilen geworden für einen Tagesausflug. Aber ich hoffe ich konnte euch damit ein bisschen unterhalten.

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Danke für den Bericht!

Durch deinen Bericht angeregt, hab ich auch mal geschaut, und zu meiner Freude gibts beim Buchungskalender gar keine Timeslot Auswahl. Heißt das, der Eintritt gilt immer flexibel für den ganzen Tag (und die hoffen halt, dass sich das irgendwie gleichmäßig verteilt)?

Ich hoffe, deine oben angemerkten 8€ hast du für beide bezahlt, denn überraschend hab ich auf der Buchungsseite entdeckt:

Ermäßigt:

  • Kinder und Jugendliche (im Alter von 7 bis 17 Jahren)
  • Schüler:innen, Auszubildende und Studierende
  • Senioren (ab 65 Jahren oder mit gültigem Rentnerausweis)
  • SEN+1 (eine Begleitperson)
  • Ehemalige Mitarbeitende
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Der Eintritt gilt flexibel, es ist egal wann du da rein gehst. Ich kann es nur vom letzten Samstag sagen, wir waren von 11 bis 16 Uhr drinnen, und es war eigentlich nie überfüllt.

Boah, und was den ermäßigten Eintritt betrifft: das habe ich natürlich NICHT gelesen :joy: :see_no_evil_monkey:. Memo: man sollte wirklich immer das Kleingedruckte lesen :sweat_smile:

Naja, ich werde es wohl verkraften. Und vielleicht gab’s auch nur deswegen den Avionic auf dem Rückflug :joy: :joy:

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Kurzweilig und interessant. Danke dafür.

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Inspirierender Early-Bird-Bericht, vielen Dank! Der Hangar kommt auf die Liste!
Und : Natürlich kann man dorthin nicht mit der DB anreisen, auch wenn die nur 6,99 EUR kostet :upside_down_face:

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@Lars1979 Danke für Deinen Bericht. Ist direkt auch auf meine Bucketliste gewandert. :smiley:

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Oh wie toll :heart_eyes:. Vielen Dank für den Bericht. Jetzt habe ich sogar noch mehr Lust darauf

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Ich werde auch den Hangar besuchen. Damit warte ich aber bis Februar, wenn ich als HON sowieso kostenfrei Eintritt erhalte. Werde oft genug dort sein :wink:

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