M&M storniert, keine Alternative wird angeboten

Guten Morgen zusammen

Ich weiss, das Thema kommt hier immer wieder, ich habe aber keinen wirklich vergleichbaren Thread gefunden und Dr. Böse kann mangels deutschem Gerichtsstand keine Einschätzung abgeben.

M&M hat einen gebuchten Prämienflug storniert und bietet am gleichen Tag keine Alternative an.

storno: ZDH ZRH Airrail
storno: ZRH BRS mit WK (LX82-Nr)
NQY ZRH mit WK (LX82-Nr)
ZRH ZDH

WK hat die BRS-Flüge aus dem Flugplan genommen, damit hat M&M hat die ganze Hinreise storniert, ohne Hinweis auf Alternativen.
Hotline, inkl. HUACA, sagen alle, es gäbe am betroffenen Tag keine Alternativen (da BRS tatsächlich von der ganzen LH-Gruppe an dem Tag nicht bedient wird), sie können mich nur einen Tag vor oder zurück umbuchen.
Per Kontaktformular habe ich mit Frist bis gestern Umbuchung auf erstmögliche Alternative verlangt und dabei auf U2 (direkt) oder KL via AMS hingewiesen. Beides ab ZRH, da BSL zu der Zeit geschlossen ist bzw nur von U2 reduziert betrieben wird.

Gehört habe ich nichts. Die Hotline sagt heute weiter, am betroffenen Tag könne ich keine Umbuchung erwarten, sie könne nur stornieren.

WK sieht sich nicht zuständig, LX-/LH-Chatbot kann an der Buchung nichts anpassen.

Mit welcher Taktik soll ich ins Rennen gehen? Und dabei möglichst wenig Zeit in Hotlines verschwenden? Ich will explizit am gebuchten Tag festhalten.

Ich kenne mich mit dem Schweizer Recht nicht aus, habe aber gelesen, dass sie EU261 weitestgehend adaptiert haben. Also, alles was ich schreibe, basiert auf EU261…

Ansprechpartner ist die durchführende Airline, nicht M&M, auch wenn das gerne behauptet wird.
Du hast ein Recht auf Ersatzbeförderung. Fordere die Airline auf, dich auf eine frühestmögliche Ersatzverbindung umzubuchen, schicke am besten gleich eine Option mit.
Ignorieren sie das, kannst du die Ersatzverbindung selbst buchen und nachträglich geltend machen. Vermutlich wirst du dafür aber einen Anwalt benötigen, denn ich glaube nicht, dass sie freiwillig zahlen.

Die Theorie kenne ich, danke trotzdem. Praxiserfahrungen mit dem Kundensupport und der weltbesten IT fehlt mir in die Richtung einfach noch, um durchzusetzen, was wünschenswert ist.

Naja, ich glaube, alle machen die Erfahrung, die du auch machst. Gerade bei Award-Tickets schieben sie die Verantwortung gerne auf M&M, die wiederum nur auf Award-Verfügbarkeiten umbuchen wollen.

Mir hat der Chatbot zuletzt noch bessere Optionen angeboten, vielleicht dort nochmal prüfen. Ansonsten geht nur in Vorleistung zu gehen.

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Ich würde ohne weitere Aufregung einen Tag früher nehmen und mich über den zusätzlichen Aufenthaltstag vor Ort freuen.

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Das ist halt nicht immer eine Option.

Es ist generell eine leider verbreitete Unsitte, erstmal einen guten Flugplan mit guten Flugzeiten aufzuschalten und dann die Hälfte zusammenzustreichen, wenn die Buchungen schon da sind.

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Das ist mir so noch nicht aufgefallen und ich glaube auch nicht, dass da System dahintersteckt. Es ist wahrscheinlich viel teurer jetzt mit viel Aufwand Fluggäste umzubuchen, erst recht, wenn diese dann auch noch auf Fremdmetall und/oder Entschädigung bestehen.

Ggfs muss man jetzt auch „Billigbucher“ in teuren Buchungsklassen aufnehmen, weil sonst nichts mehr frei ist. Das machen die bestimmt nicht mit Absicht.

Stimme Dir zu - passiert irgendwie seit Corona ständig.

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Macht immer mehr Spass. Weitere Telefonate brachten keinen Erfolg (übrigens auch mit +/- 1 Tag. Denn als es an die wirkliche Suche ging, wurden auch da keine Verfügbarkeiten angeboten), der Live-Chat auch nicht. Also selbstständig U2 gebucht, wenn ich das nicht erstritten kriege, überlebe ich das finanziell.

Eine Woche vor Abflug hat LH das schöne Muster gefahren und die gesamte Buchung storniert, weil ich mich nicht gemeldet hätte. Trotz expliziten Aussagen meinerseits am Telefon, dass unabhängig von der Entscheidung beim Hinflug, der Rückflug auf jeden Fall stehen gelassen werden soll.

Eine Freude ist es mit denen, wirklich.

Gut, man lernt ja nie aus: den Rückflug „einfach stehen lassen“ wäre sowieso nicht gegangen. Wenn, dann hätte man das Ticket als oneway neu ausstellen müssen.

Interessant, dass LH immer noch diese Schiene fährt mit „sie haben sich nicht gemeldet und deswegen stornieren wir mal eben Ihre Buchung“.
Damit sind sie nämlich schon häufiger gegen die Wand gefahren, weil ein „Nichtmelden“ nicht als Stornierungsabsicht des Kunden gewertet werden darf.

Es gibt ja spezialisierte Anwälte für sowas…

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Damit bin ich nicht einverstanden. Eine vorzeitige Stornierung seitens der Airline kann nicht als No-Show gewertet werden. Ich wüsste nicht, warum dadurch der Rückflug verfallen sollte. Wie soll ich die Flugreihenfolge nicht einhalten (wodurch das Ticket ungültig werden würde), mit Segmenten die gar nicht mehr aktiv in der Buchung drin sind?

Und das Anwaltsthema… ich reiss mich einfach nicht drum, Rechtsstreitigkeiten als neues Hobby einzupflegen. Und der hier bekannte Anwalt hat verständlicherweise abgelehnt, mangels Deutschlandbezug.

Absolut korrekt. Aber ein Ticket mit fehlenden Segmenten kann man nicht abfliegen, deswegen hätte man es neu ausstellen müssen, wenn man vorgehabt hätte, zumindest den Rückflug zu fliegen.

Saudia ist mit uns allen doch so umgegangen. Erstmal unschlagbar MUC - (Süd)ostasien - MUC angeboten (ca. 240€). Dann ICN - RUH gestrichen und ein paar Leute umgebucht (±2 Tage auf den zusammengestauten Flugplan, dann Fremdmetall). Nach 1-2 Wochen Order an den Customer Support: Niemand wird mehr umgebucht, nur Storno mit Geld zurück gibt es. Und zwar Storno ganz oder gar nicht. Ich hab noch Glück gehabt und mich doof gestellt. Hinflug normal angetreten (Obwohl Check In, Mail und CS darauf hinwiesen, dass mein Flug „disrupted“ ist). Nach separatem Rückflug direkt ins Saudia Office und nach 10 Tagen hatte ich die Hälfte vom Ticket zurück.

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