Die Reisewarnungen sind m.E. auch einfach prophylaktisch sehr dramatisch formuliert. Und hier und da wohl auch etwas übertrieben. Man betrachtet es halt durch die deutsche “es-sollte-alles-funktionieren-Brille” und von dort geht’s halt nur bergab. Klar ist Niger und die ganze Ecke jetzt kein Zuckerschlecken und nicht der erste meiner Gedanken für eine Reise - selbst für eine Abenteuerreise gibt es wohl besseres. Wer da wirklich hin will, um Land und Leute kennenzulernen, sollte das wohl eher in fachkundiger Begleitung tun. Agenturen, lokale Kontakte, etc. Auf eigene Faust ist schon ein anderes Level.
Allein schon versicherungstechnisch ist so eine Reisewarnung ja auch äußerst relevant. Die meisten Auslandskrankenversicherungen würden ja jegliche Zahlung zurückweisen, wenn Du trotz bestehender Warnung reist und dann was ist…. Und da rede ich ja nicht mal von Schusswunden, sondern, sondern einfach nur “normale” Sachen. Also finde erstmal eine Versicherung, die da sagt, sie deckt die Kosten.
Ja der einzige Gegner hier ist das Wetter im Herbst/Winter. Annulationen müssen eingeplant werden und ein Plan B muss vorliegen. Aber das macht ihr Profis ja eh.
Volle Wucht der Natur eben!
War vielleicht jemand schon mal mal von Tallinn aus mit Nyxair nach Kärdu/Kuressaare unterwegs,oder gar mit anderem carrier auf der angeblich im Winter bedienten Strecke Pärnu-Ruhnu…?das Netz gibt zu Letztgenanntem widersprüchliche Angaben.
Ein Freund von mir hat vor ca. zwei Jahren einen direct return nach Kärdla (meinst du vermutlich mit Kärdu, ist die Nachbarinsel von Kuressaare) gemacht.
Oops,da hatte sich mein Hirnkasten verselbstständigt,Pardon!
Also,wissen muss ich nix, ich war lediglich neugierig,ob man da zuweilen auch von Insel zu Insel hüpfen kann, es gibt,soweit ich’s verstehe, hinsichtlich Flugplan widersprüchliche Info im Netz…auch hinsichtlich Pärnu-Ruhnu
Anbei einige Eindrücke vom GL 272 Mini Milkrun durch Grönland.
Geflogen wurde mit einer Dash-8 (Registrierung: OY-GRG , 28 Jahre alt) von Nuuk nach Ilulissat mit einem Stopp in Aasiat. Tatsächlich hatten wir Glück, dass wir diesen Flug gebucht hatten, weil alle anderen storniert oder verspätet wurde.
Wirklich klasse waren die FA und die anderen Passagiere an Bord. Einfach total entspannt, kein Stress und alle super nett. Nach Rund der Hälfte der Zeit hatte sich dann ein kleines Mädchen entschieden der FA zu helfen und durfte dann auch mit Müllbeutel durch die Kabine gehen.
Einen Bord Service bestehend aus Kaffee und Keksen gab’s auf dem ersten Hüpfer von GOH nach JEG, beim Stückchen von JEG nach JUV gab’s lediglich einen klasse Ausblick aufs Meer und die (Eis)berge. Das letzte Bild entstand in Ilulissat und zeigt die Eisberge aus der Nähe.
Beim nächsten Mal würde ich mich auf die rechte Seite setzen, weil dann der Ausblick im Landeanflug auf Ilulissat noch etwas schöner ist.
Sowohl der Flughafen von Aasiat wie auch Ilulissat sind sehr überschaubar. Einige Passagiere stiegen in Aasiat versehentlich aus, um dann wieder zurück zu kommen.
Unser Flieger hatte eine Survival Box an Bord und es gab Anweisungen, wie man die Sitzkissen als Isolation verwenden kann.
Die Schnalle meines Gurts hatte noch den Vermerk einer Dash-7 eingeprägt.
Open Door Policy galt auch bei GL auch fürs Cockpit. Auf dem zweiten Segment stand unsere FA die meiste in der Tür und plauderte mit den beiden Piloten.
Auf dem Rückweg hatten wir einen anderen Milkrun gebucht (GL424). Aufgrund des Wetters in Paamiut wurde dieser auf eine direkte Verbindung angepasst. Interessanterweise gab’s dann eine neue Flugnummer, wodurch es beim Einsteigen bei jedem gespielt hat („Fehler Wrong Flight“). Als Entschädigung kam dann vorher eine Antonov AN-26V der Vulkan Air an, welche Soldaten für Mission Arctic Shield transportierte. War wohl auf dem Weg zur Thule Air Base.
Der Flughafen von Qaqortoq wurde im April diesen Jahres, dementsprechend neu und ist sehr überschaubar. Es gab 1 offenen Check-in Desk, 1 Self Service Baggage Drop und einen Snackautomaten bei den Toiletten („Air Side“). Die Security ist war nicht aktiv und wird vermutlich nur genutzt wenn die Flüge nach Island abgehen.
Der Flug selbst war ziemlich ereignislos. Wie zuvor gab’s Kaffee, Kekse und eine Aussicht auf Berge und Meer. Aufgrund des Wetters hatte ich allerdings weniger Bilder gemacht.
Ein Paar Impressionen zu meinem (unvollständigen) LM Milkrun von London über Dundee auf die Shetlands (LM0622) teilen.
Infos zur Buchung:
Ich reiste bereits einen Tag zuvor nach London an und übernachtete im Ibis Styles Heathrow, weswegen ich es in der Früh nicht weit hatte. Das Hotel selbst lag nur wenige Bus Stops vom Flughafen entfernt und dementsprechend schnell war ich dann auch wieder am Flughafen.
Logan Air fliegt in London ab T2 (dem Queens Terminal) und hat einen Schalter, an dem man das Gepäck abgeben konnte. Als ich ankam zeigte dieser noch den Flug nach Derry an, wechselte dann aber kurzdrauf zu Dundee/Sumburgh. Gut gefallen hat mir, dass 15kg Aufgabegepäck bei LM selbst im günstigen Tarif dabei sind und der Check-in Agent kostenlos meinen automatisch zugeordneten Gangplatz zu einem Fensterplatz abgeändert hat.
Mit neuem Boardingpass in der Hand, ging es noch für ein Frühstück in die No1 Lounge. Die Lounge lag ziemlich gut, weil der Aufzug zur Lounge und zum Bus Gate der selbe ist.
In der Lounge war anfangs ziemlich viel los, Essens und Getränkeauswahl war dennoch gut.
Boarding war ziemlich unspektakulär. Es ging nach dem Scan der Boardkarte in einen separaten Wartebereich und anschließend per Bus zu unserer ATR42-500.
Nach ca 20-Minuten Taxiing übers Vorfeld gings auf der Startbahn 09 R in den morgendlichen Himmel über London. Wir flogen zunächst in Richtung City of London bevor es nordwärts über Nottingham, Sheffield, Carlisle, Edingburgh nach Dundee ging. Trotzt der relativ kurzen Flugstrecke von 578km konnte man einen Snack wählen (Waffelriegel oder Shortbread) und es gab Wasser, Kaffee und Tee sponsered by Amex.
Der Landeanflug in Richtung Dundee war ziemlich cool, weil wir zunächst auf der „linken“ Seite der Tay entlang flogen, kurz vor Borughty Ferry drehten und dann am Flughafen auf der Rechten Uferseite landeten. Kurz vor der Landung gab es dann auch noch einen schönen Ausblick auf die ikonisch Tay Rail Bridge.
Das Flugzeug war in etwa halb besetzt, der Großteil der Mitreisenden schienen geschäftlich unterwegs gewesen zu sein. In Dundee blieben 10 Passagiere an Bord, wobei 7 neue Passagiere zugestiegen sind.
Als es dann langsam weiter Richtung Sumburgh gehen sollte, verkündete unser Pilot, dass es einen sporadischen Fehler am Fahrwerk gab und sie einen Techniker kommen lassen. Nach 20 Minuten war dieser da, konnte allerdings auch nichts ausrichten und es ging im Gänsemarsch zum Flughafenterminal.
An dieser Stelle möchte ich auch ein großes Lob an LM aussprechen. Sie hatten diesen technischen Defekt wirklich gut gehandhabt. Es wurde relativ schnell das Gepäck ausgeladen, ein Bus nach Aberdeen organisiert, jedem ein neues Ticket ausgestellt (alle unter einer Booking Reference) und in Aberdeen gab’s auch einen 15 Pfund Verpflegungsvoucher und die 220 GBP Entschädigung wurden auch zeitnah zugesagt.
Den Verpflegungsvoucher hätte ich eigentlich nicht gebraucht (kaufte dann notgedrungen einige Snacks für meine Wanderung am nächsten Tag) weil ich in der Northern Lights Lounge bereits mehrere Portionen vom Butter Chicken hatte. Das war wirklich überraschend lecker und zart, insbesondere in Kombination mit einem Pint Brewdog Wingman.
In Sumburgh hatte ich dann wirklich Glück, weil der Flug genau so ankam, dass ich noch etwas Puffer zum letzten Bus des Tages Richtung Kirkwall Viking Station erreichte. Gegen 21 Uhr war ich dann in Kirkwall und war dann froh auch endlich im Hotel zu sein, weil es am nächsten Morgen bereits auf die Isle of Foula gehen sollte.