Hi, ich wollte schon immer mal ca. eine Woche im Amazonas im speziellen Übernachten in einer Art Lodge. Am besten wär’s natürlich noch mit Guide Vorort der einem auch Spots zeigt zum Fotografieren von Tieren etc. Meine Frage wäre hat jemand dahingehend schon Erfahrungen gemacht und kann eine spezielle Lodge oder eine Ecke egal in welchem der Länder empfehlen?
Kann noch keine Erfahrungen sagen, aber genau das machen wir im Oktober in Kolumbien. Der Ausgangspunkt ist Leticia im Dschungel. Da führen keine Straße oder so hin, nur fliegen kannste. Dann geht es sowohl über den Amazonas nach Brasilien, als auch nach Peru. Die Unterkünfte sind immer in den jeweiligen indigenen „Reservaten“ und Guides bekommst Du dort für fast alles. Von Affen über Krokodilen, Pinke Delfine, Piranhas, Brüllaffen, Kappuziner, etc. findest Du dort einfach alles.
Ich war schon 3x im Amazonas (Brasilien, Peru, Ecuador)
Im Prinzip ist es überall mehr oder weniger das gleiche. Du hast nen relativ langen Transfer per Boot zur Lodge. Dort hast Du dann Vollpension und jeweils Morgens und Mittags eine Aktivität (Wanderung, Bootstour) und auch mal Nachts ne Wanderung. Sprich, du bist nie alleine unterwegs, was ich dir auch nicht empfehlen würde.
Teilweise gibt es noch Ausflüge zu Naturvölkern - was eher ne Touri-Show dann ist. Muss man wollen.
Preislich gibt es je nach Land deutliche Unterschiede. Ich fand Peru sehr teuer im Vergleich zu den anderen Ländern.
Die Tierwelt ist überall relativ gleich. In Brasilien hatte ich noch pinke Flussdelfine zusätzlich.
Sei dir bewusst, dass die Unterkünfte einfach sind und du die Tierwelt auch in deiner Hütte haben wirst. Im Amazonas sind jede Menge giftige Tiere unterwegs, denen du sehr nahe kommst - auch das muss man abkönnen.
Schau dir vielleicht mal ein paar Videos an, ob du das Erlebnis wirklich möchtest.
Wenn es dir nur um Photos von Affen, Faultieren, Vögel, Reptilien geht, kannst du das z.B. in Costa Rica deutlich entspannter mit mehr Comfort haben.
Hast du gut beschrieben. Fand es für 2-3 Tage sehr nett (solange waren wir in Peru am Amazonas nähe Porto Maldonado) und entschleunigend NACH langen Reisen, aber irgendwie war es im Regenwald weniger Tierreich als gedacht, weil es halt echte Natur und kein Zoo ist. Ich als Großstädter sehe eh schon wenig und dann sind die meisten Tiere natürlich eh auf Tarnung bedacht oder nachtaktiv. Das Lodge-Ambiente und Programm ist immer ähnlich.
Vielleicht gibt es auch so richtig edle oder urige Lodges; sind mir aber nicht begegnet bisher.
In Costa Rica gibt es all das - ohne soviel Aufwand mit der Anreise eigentlich auch fast im ganzen Land
War vor gut einem Jahr bei Manaus (Transfer mit Boot - Auto Boot immer noch einen halben Tag weg) in einer Lodge für 3 Tage. Fortbewegung ist da eigentlich immer nur per Boot möglich, durch den Dschungel sehr mühsam weil eben heiß und schwer zugänglich.
Auf den Bootsfahrten sieht der Guide auch meist die Tiere bevor man selber sie erkennt (verwundert nicht). Was du allerdings beachten solltest, und was mir nicht so klar war, ist dass der Unterschied im Wasserstand zumindest in der Region zwischen Trocken- und Regenzeit immens ist, 13 Meter!
Ich war in der Trockenzeit da, Vorteil: deutlich weniger Moskitos (weil weniger Fläche stehenden Wassers), aber weniger sichtbare Tiere, da die sich auf dem Boden besser verstecken können und man nicht mit den kleinen Booten so nah rankommt.
Fand das ganze eine interessante Erfahrung, habe aber gelernt, dass ich Savannen oder ähnliches bevorzuge, wo man sich (einfacher) zu Fuß fortbewegen kann.
Nicht direkt im Amazonas Gebiet, aber das eindrucksvollste Naturerlebnis meiner Reisegeschichte: Die Iguazu Wasserfälle im Norden Argentiniens an der Grenze zu Brasilien und nah an Paraguay. Auf argentinischer Seite gibt es im Park das Gran Mélia Hotel, welches abends und in den frühen Morgenstunden exklusive Einblicke in die Natur- und Tierwelt ermöglicht. Ich selber habe immer außerhalb übernachtet (bei Familie), deshalb leider kein Bericht aus erster Hand. Auch top (und teuer) ist das Los Suites Iguazu Hotel (nicht direkt an den Wasserfällen), aber innerhalb des angrenzenden Regenwaldes. Im nahen Ort Puerto Iguazu gibt es einige Hotels und neuerdings auch wieder Kettenhotels (Mercure etc), ein Aufenthalt dort ist aber nicht vergleichbar vom Naturerlebnis. Desweiteren existiert noch ein Hotel innerhalb des Parks auf brasilianischer Seite, welches ich aber nicht näher kenne.
Ooohh, wie spannend!
Würdest du die Route hier veröffentlichen und auch sagen, wer das für dich organisiert hat? Oder hast du es selbst gemacht?
Lg
Hi Sabine,
hab alles soweit selbst organisiert, durchgeführt mit einheimischen Guides vor Ort (bin nicht lebensmüde
)
wir fahren mit dem öffentlichen Schnellboot nach Brasilien bis Belém de Solimoes. Dort dann Vogelbeobachtung - da gibt es eine große Schaar an Papageien, die seit Jahren dort herumfliegen. Mit einem Einheimischen vor Ort geht es dann am Folgetag für 20€ in sachter Geschwindigekti zurück zur Grenze. Von Leticia dann mit dem Schnellboot bis Puerto Narino. Dort mit einer Tour (es gibt unzählige Anbieter, die meisten sind ab Leticia und sind alle ziemlich gut, aber auch teurer. Wenn Du selbst nach Puerto Narino fährst, die Anbieter ab dort sind deutlichst günstiger) Werden von der Unterkunft meist vermittelt.
Es geht dann mit dem Kanu weiter den Amazonas runter in eine kleine indigene Gemeinschaft, wo sonst keine Touris hinkommen. Dort beziehen wir dann Quartier für die nächsten Tage, kein Strom, dafür Dschungel pur. Wir machen von dort aus - Dschungelwanderungen am Tag, mit dem Kanu in ein paar Mangrovenseitenarme des Amazonas, pinke Delfine sehen, Piranhas angeln und dann grillen, mit dem Kanu rüber auf die peruanische Seite und dort in den „botanischen“ Garte San Antonio de Cacao. Und dann wieder zurück nach Leticia.
So ist der Plan. Wir sind im Oktober dort, da ist noch Trockenzeit, aber dennoch schon wieder genügend Wasser im Fluss.
HI René,
Ganz herzlichen Dank für deine Erläuterungen!
Es klingt fantastisch. Von wo genau fahrt ihr nach Brasilien rüber und wie findet man die guides?
Liebe Grüße
Sabine
Moin Sabine,
wir machen von Leticia aus rüber. Guides findest recht einfach, wenn Du Amazonas Tour Leticia oder Tabatinga (Brasilianischer Teil der Stadt) googelst. Dort teilst Du Deine Wünsche und Vorstellungen und bekommst was zugeschnitten. Mit den öffentlichen kannst Du auch selbst was organisieren (wie unsere Fahrt hin) da musst Du aber in Spanisch sattelfest sein. Da kann keiner englisch. Portugiesisch brauchst du eher nicht, die können dort im Dreieck alle gutes spanisch.
Danke Dir! Spanisch beherrsche ich leider nicht.
LG Sabine
Dann immer mit einem Anbieter. Da gibt es aber wirklich sehr viele. Und die können auch englisch.