Vorenthaltene Inklusivleistungen (Gästekarte) im Rahmen der City-Tax

Mir ist es dieses Jahr schon mehrfach passiert, dass von Hotels fleissig City Tax kassiert wurde, aber die damit verbundenen Vorteile weder angesprochen noch ausgehändigt werden.

Friedrichshafen am Bodensee
Dort wurde einfach unverhofft mehr abgebucht als in der Buchungsbestätigung, was ich natürlich erst im Nachgang nach einigen Tagen Aufenthalt bemerkt hatte (weil überhaupt nicht kommuniziert), und dann allmählich die Hintergründe ans Licht kamen. In der Nebensaison waren das 1,70€ „Gästeabgabe“ p.P. pro Nacht. Erhalten würde man dafür die „Echt Bodensee Card“, die neben einigen Rabatten u.a. auch ÖPNV Flatrate im Verkehrsverbund Bodensee-Oberschwaben beinhaltet. Hab ich dann reklamiert, und der Betrag für die City Tax wurde erstattet (keine Ahnung, wie die das verbucht haben, vermutlich als Rabatt auf die Nächtigungsrate).

Villach in Kärnten
Im betroffenen Hotel sind wir Stammgäste und prinzipiell sehr zufrieden. Jetzt, nach 5 Jahren erfahren wir per Zufall bei einem Tagesausflug an den Wörthersee mit der Bahn von der Gästekarte (Schaffner sagt sinngemäß, warum wir denn so blöd seien ein Ticket zu kaufen, wenn die Bahnfahrt doch in der „Gästekarte“ enthalten wäre). Stellt sich heraus, auch hier gibt es bereits seit 2018 eine Gästekarte, die gratis Bahnfahrten in Kärnten beinhaltet und etliche Eintritte in Museum, Relief, Therme, Warmbad (was wir in den Jahren teilweise separat bezahlt hatten). Ich bin beim Überfliegen meiner Aufzeichnungen auf knapp 150€ gekommen, die wir in der Zeit unnötig ausgegeben haben (und mit der Gästekarte hätten wir vermutlich noch mehr der Inklusivleistungen genutzt). Natürlich ziemlich ärgerlich. Die City Tax wurde immer kassiert, dass es dafür im Gegenzug auch etwas gibt, wurde jedoch nie erwähnt, und die Gästekarte auch nie ausgehändigt. Hab das zur Geschäftsführung eskaliert, sie wollen eine Lösung finden. Diese steht aber noch aus.

Salzburg
Auch hier gibt es eine City Tax, und relativ neu ist, dass bei dieser nun auch der ÖPNV enthalten ist. Weil dieser Aufenthalt direkt auf unseren letzten Kärnten Aufenthalt folgte, war ich hier aber bereits vorbereitet, und habe beim Check-In die (ebenfalls nicht selbstständig angesprochene oder herausgegebene) Gästekarte aktiv angesprochen und daraufhin auch erhalten.

Mir ist es unverständlich, warum die Hotels das weder erwähnen noch rausrücken, denn durch das Einkassieren und Abführung der City Tax melden sie ja offensichtlich korrekt. Und da wäre es doch einfach, den aufgrund der City Tax grummelnden Kunden (passiert bei mir konsequent) in einen freudigen Kunden aufgrund der gratis Boni zu verwandeln, und die Inklusivleistungen quasi als eigene Errungenschaften zu präsentieren.

Habt ihr schon ähnliche Erfahrungen gemacht?
Meint ihr, ich bin selbst Schuld, weil ich mich da hätte kundig machen müssen, was vor Ort Sache ist? Ich sehe es halt so: wenn mir jemand schon Geld abnimmt, was ich eigentlich gar nicht erst bezahlen will, obliegt es demjenigen mir das „warum“ schmackhaft zu machen (insbesondere wenn es etwas Schmackhaftes gibt).

Also passt auf, und lasst euch nicht abzocken!

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Eine Tourismusabgabe („City Tax“ wie du es nennst) hat doch nichts mit diesen Vorteilen zu tun? Die ist gesetzlich verankert und zahlt im jeweiligen Gebiet jeder Gast, das gibt es in vielen Ländern (wo man auch nichts dafür bekommt). Die fließt nicht in die Kasse des Hotels sondern geht an die Gemeinde.

z.b. in Kärnten bietet nicht jeder Gästebetrieb eine solche Karte an, hier ist eine Liste welche Karten gültig sind. Auch da muss man nachsehen ob das jeweilige Hotel mitmacht.

Ich hab ja nichts anderes behauptet: Die City Tax wird durch die jeweilige Gemeinde vorgegeben und in deren Auftrag und auf deren Kasse erhoben (ergo der passende Name).

Früher war „City Tax“ wirklich nur eine stupide Abgabe (der man glücklicherweise oft durch einen „gewerblichen Aufenthalt“ entgehen konnte), aber zwischenzeitlich wird tatsächlich vielerorts eine Gegenleistung geboten. Die Abgabe ist i.d.R. verpflichtend, und entsprechend sollten auch die Gegenleistungen verpflichtend sein. Und dadurch haben Abgabe und Gegenleistung halt doch einen Zusammenhang.

Im Falle Friedrichshafen:
Stadt Friedrichshafen: Echt Bodensee Card
„Als Übernachtungsgast zahlen Sie die Gäste-Abgabe Friedrichshafen, dafür erhalten Sie die Echt Bodensee Card“

Die „Kärntner Gästekarte“ erhält man automatisch, wenn man die „Erlebnis Card der Region Villach“ erhält (steht ja auch so in deinem Link), und diese wiederum erhält man, wenn man u.a. in der Stadt Villach nächtigt - und zwar im Gegenzug für die Villacher City Tax.

Ehrlicherweise habe ich bis zu deinem Post komplett vergessen, dass es für die KURTAXE immer eine Gegenleistung gab. Da man heute ja überall quasi eine City Tax bezahlen darf, hatte ich angenommen, dass es einfach nirgends mehr irgendeine Leistung gibt, weil die Gemeindekassen leer sind. Umso spannender, dass man durchaus mal gucken sollte, ob es noch wenige Orte gibt, wo man fürs Geld etwas bekommt…

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Diese Vorgehensweise kenne ich auch von größeren Kettenhotels. Ich hatte diese Woche erst für meine ganze Abteilung Zimmer in Amsterdam gebucht. Unser Reiseportal (Perk, vormals Travelperk) hat einen Gesamtpreis ausgewiesen.

Zwei Tage später kam dann eine E-Mail vom Hotel, in der gefragt wurde, wie ich die City-Tax begleichen möchte (bei Ankunft oder vorab online). Das ist einfach nur nervig, unvorhergesene Reisekosten, die nicht über das Reiseportal abgerechnet werden, bedeuten quasi garantierte Diskussionen mit Finanzteam und extra Bürokratie. Ich verstehe schon, dass Hotels die Steuer nicht mögen, aber es muss doch im Jahr 2026 möglich sein, das Buchungserlebnis nicht komplett scheiße zu gestalten und Komplettpreise ordentlich auszuweisen und transparent abzurechnen.

Die damit verbundenen Vorteile vorzuenthalten, fühlt sich, um ehrlich zu sein, aber noch mal eine Extra-Nummer schäbiger an.

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Hatte das genau gleiche mit Italien, Reservation über Booking.com.

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