22 Flüge in 15 Tagen - Oder alternativ: Wie ein Trip nach Singapur zu einem riesigen Plan ausartete

Moin,

ich hatte ja mal so am Rande hier und in anderen Foren und Kreisen erzählt, auf was für einen Trip ich mich begeben habe.

Ich kam jetzt gestern von einem Trip zurück, wo selbst viele Avgeeks rot im Gesicht werden würden vor Respekt, Fassungslosigkeit und große Augen machen über meine Route und Gründe dafür.

Starten wir mit den Rahmendetails:

  • 29.11. bis 13.12.2025 (15 Tage)
  • 22 Flüge
  • 13 Tickets
  • Davon 5 Cashtickets und 8 Awardtickets
  • Davon 2 bei Flying Blue, 5 bei Miles and More und 1 bei Aeroplan
  • 17 Länder und Flughäfen
  • 9 Fluggesellschaften
  • 8 verschiedene Flugzeugtypen
  • 15 verschiedene Sitzkonfigurationen
  • Jedes. Einzelne. Ticket. In. Business.
  • 8 Hotels
  • Rahmenkosten geschätzt auf etwa 7900 € inkl. Neuanschaffung Handy mit eSim-Funktionalität und allen Aktivitäten, Essen, Flügen, Hotels und Nahverkehrsangeboten, die genutzt wurden

Zur Visualisierung, hier einmal die Great Circle Map-Flugkarte:

Gehen wir das Ganze grob Tag für Tag durch:
Tag 1 - 29.11.
Morgens mit voller Vorfreude und ein wenig Bange auf die ungewissen Punkte der Reise mache ich mich mit meinen Koffern auf zum BER.

Zur Erkennung wurden beide mit Stickern ausgestattet von meiner Arbeit, auf die ich nicht weiter eingehen möchte erstmal, sowie jeweils einem Paar an Kulleraugen mit Gurt versehen, liebevoll als “Googlies” bezeichnet.

Vor der Reise gab es allerhand Momente, die das Ganze noch zunichte hätte machen können, der wohl bekannteste dürfte der RE1 sein.
Wer in Sachsen-Anhalt oder Brandenburg wohnt, hat sicher auf der RE1 vom Stellwerkbrand in Gerwisch gehört und wie es die Strecke Magdeburg-Berlin komplett entschärft hatte über Monate hinweg.

Glücklicherweise wurde die Strecke auf etwa 80% Kapazität etwa 2 Wochen vor meiner Reise fertig gestellt und auch der Fahrplanwechsel, der die Strecke nur noch zweistündlich direkt und danach nur noch mit Umstieg in Genthin befahrbar machen lässt, lies bis heute auf sich warten.

So ging es also recht normal über die Elbe und ins Havelland, als mich für einen kurzen Moment der Atem verlässt und große Augen auf die Navigator-App starren: “Halt in Potsdam und Berlin-Wannsee entfällt”
Nach kurzer Recherche und panischem Überlegen, wie ich doch noch pünktlich über Berlin selbst am Flughafen eintreffen kann, entdecke ich die Entwarnung: Es traf nur den voraus fahrenden Zug von vor einer Stunde.
Schweiß von der Stirn gewischt, verlief der Rest recht ereignislos: Umstieg in Potsdam, das leidige Warten in Golm, die Fahrt zum BER, Check-In mit Selbstkiosk, Sicherheitskontrolle und auf dem Weg zur Lounge laufen wie Routine ab.

Einzig ein gewisser Schwarz-Gelber Flieger lässt mich etwas stutzig, was machen denn die Borussen hier?

War letzten Endes ein einfacher Eurowings-Flieger in Dortmund-Lackierung auf dem Weg nach Faro, aber das war auch nicht schlecht mit anzusehen.

Nach einer Schüssel Kürbissuppe mit Reis in der Tempelhof-Lounge geht es dann zum Start des Programms für den Tag:
SK1676 - BER - CPH - CRJ900
SK597 - CPH - BRU - CRJ900

Ja, meine ersten Flüge in der SAS Business Class wurden CRJs von Cityjet. Eh, gibt schlimmeres.

Der Grund dafür ist recht simpel von seiten SAS: Samstags werden die regulären A320neo für die längeren Trips nach Zypern, auf die Kanaren, nach Italien sowie Griechenland verwendet, um die winterdepressiven Skandinavier in die Sonne zu schicken für eine Woche.
So bleiben allerdings in der Flottenplanung dann nur noch die CRJs, ATR 72 und andere kleine Flugzeuge auf den regulären Kurzstrecken übrig, um den Verkehr abzuwickeln.

Der Einstieg geschieht am anderen Ende des Terminals bei den B Gates nahe der Lufthansa-Lounge, sodass das erste Workout des Tages erfolgreich gemeistert wird.
Am Gate selbst, sehen wir auch schon die CRJ900, die uns nach Kopenhagen bringt.
Sie steht gerade einmal keine hundert Meter vom Gate weg auf der nächstmöglichen Außenposition und es gibt einen Bus dorthin.
Berlin, never change.

Der Einstieg und Abflug selbst verlaufen reibungslos, nur der Sitz 2A ist etwas eng, zum Glück ohne Sitznachbarn auf beiden Flügen.
Auf dem Hüpfer nach Kopenhagen erwartet uns dann ein einfacher Snack, dazu Wasser und Tee bestellt:

Der Marzipanriegel ist jetzt nicht so meins, genauso wenig die dunkle Schokolade aber ich war jetzt auch nicht unbedingt groß hungrig zu dem Zeitpunkt, von daher ist es nicht weiter schlimm.
Der Tee - meistens mein eigentliches Augenmerk - war recht stupide ohne Milch oder Zucker, vielleicht hätte ich zumindest Milch rein machen lassen sollen, aber zumindest war ich damit warm und das war das Wichtigste.

Ein paar Impressionen vom Flug selbst:

Angekommen in CPH, geht es dann aus der CRJ aufs Vorfeld und über die Treppe ins Terminal 3 hinein bei den D Gates.
Von da ist es dann auch nicht weit in die SAS-Lounge, die neuerdings nun beide Teile - ehemals regulär Business sowie die Gold-Lounge auf der oberen Etage - vereinigt hat.
An Bildern fehlt es hier aus Respekt vor den anderen Passagieren, denen ich jetzt nicht eine Kamera oder Handy zumuten wollte, wenn alle einfach nur ihre Ruhe möchten, deswegen wird es keine eigenen Bilder aus den Lounges geben.

Hier in der Lounge besorge ich mir einen weiteren Happen, es gibt Dänisches Schinkenfilet mit Kartoffeln und Paprika-Tomatensoße, an sich gar nicht schlecht aber würde ich nicht tagtäglich essen wollen wie so manch anderer lokaler Business-Reisender oder Statuskunde es eventuell tut.

Nach etwa 2 Stunden Ruhe begebe ich mich dann auch auf den Weg zum Gate für meinen Flug nach Brüssel. Auch dieser ging von D4 weg und mein Sitz war nun 4F für die anderthalb Stunden Flug.

Das Abendessen sah wie folgt aus:

Manchmal frage ich mich wie andere Menschen so häufig hintereinander Snacks oder Mahlzeiten zu sich nehmen können auf den Flügen und in der Lounge, denn ich war vom Schinken und anderen Snacks schon voll.
Ich hatte gar nicht die Möglichkeit noch die nette Stewardess davon abzuhalten mir das Tablett zu geben und dankend abzulehnen, deswegen war das darauffolgende Gespräch etwas unangenehm als sie diesen dann abräumte und nur das Brot fehlte.

Die restliche Zeit verging recht schnell, danach ging es auch schon im Landeanflug nach Brüssel.
Da einmal angekommen, ging es zur Gepäckausgabe und der erste Ärger des Trips ging schon los:
Am großen Koffer ist einer der Zipper ab, der Sticker hat auch schon erste Gebrauchsspuren, muss also wohl jemand nicht pfleglich mit dem Koffer umgegangen sein oder dieser unglücklich hin und her geschleudert worden sein.
Überraschenderweise sollte es der einzige Schaden an jeglichen Besitztümern sein bis zum letzten Tag.

Von dort aus dann nach kurzer Suche und Warterei ist der Bus zum Hotel auch schon gefunden und die 3 € für das Ticket mal eben bezahlt. Ehe ich mich versehe komme ich auch schon in Zaventem in der Olmenstraat an, dort befindet sich das Hotel.
Als Accor-Loyalist wurde es das Novotel Brussels Airport für die Nacht, gebucht auf ein reguläres Superior-Zimmer mit Doppelbett.
Ich habe Glück und mein Gold-Status befördert mich auf die oberste Etage in ein Premium-Zimmer.

Ich entscheide mich, meinen Welcome Drink Voucher zu nutzen, was ich sonst nicht so häufig tue.
Unten fällt mir allerdings auf, dass sie den Voucher aus der App nicht nehmen und so muss ich dann noch einmal ins Zimmer sputen, um diesen zu holen.
Zu allem Überfluss habe ich Dussel nicht gelesen, dass Mocktails gar nicht darunter fallen und ich eigentlich so 10€ Lehrgeld bezahlen müsste. Der Barkeeper ist allerdings glücklicherweise gnädig und nimmt trotz meines Angebots, einfach die 10€ zu bezahlen, den Voucher an.
Meinen Mocktail trinke ich zügig, da die Bar innerhalb der nächsten Stunde schon schließt, sodass ich weniger genieße und einfach nur nicht in ein weiteres Fettnäpfchen treten wollte.

Nach so viel Aufregung und der freudigen Nachricht, dass Magdeburg den FC Nürnberg mit 3-0 abgeschossen hatte, bekomme ich dann noch 7 Stunden Schlaf und war einfach nur froh den ersten Tag überlebt und mich wieder in die Triproutine reingefunden zu haben.

Updates zu den weiteren Tagen folgen in den nächsten Tagen und Wochen inklusive der Erklärung aller Flüge und deren Nutzen für Status und andere Vorhaben.

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Bin gespannt auf mehr. :grin:

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Tag 2 - 30.11.
Ausgeschlafen am nächsten Morgen mache ich mich zunächst frisch und begebe mich dann zum Checkout, dieser verläuft schnell und freundlich und die Citytaxe ist eben auch bezahlt.
Auf dem Tisch entdecke ich, dass das Hotel ein eigenes Shuttle zusammen mit dem Crown Plaza zum Flughafen betreibt und erkundige mich kurz bei der Dame an der Rezeption, diese erklärt mir er fahre nach dem aufgeführten Fahrplan und ist kostenlos für alle Hotelgäste.

Nach etwas Durchkämpfen durch eine Meute spanischer Rentner, die mit zwei Reisebussen anscheinend das Hotel gefüllt hatten über Nacht, finde ich die Haltestelle für das Hotel-Shuttle.
Ein kurzer Hüpfer später und wir sind wieder am Bus-Terminal des BRU.
Leider bin ich viel zu früh da für den Check-In - dieser öffnet gerade einmal 2 Stunden vor Abflug - sodass ich in der Zwischenzeit mit der ITA-App etwas kämpfe, um alles einzurichten.

Das bringt uns auch schon zum kurzen Tagesprogramm:
AZ159 - BRU - FCO - A321neo

Ein netter Plausch am Check-In und eine Sicherheitskontrolle á la die übliche chaotische Weise vom Flughafen Brüssel (bis man in die Fast Lane zumindest kommt) und ich mache mich auf zur Lounge.
Diese ist bekanntlich “The LOFT” von Brussels Airlines in Partnerschaft mit Lexus und ist ganz schön anzusehen und eingerichtet, da ist es ja schon fast schade darum, dass die Lounge nach 12 Jahren nun eine Renovierung durchläuft, sie fühlt sich extrem zeitlos und konkurrenzfähig an.

Laut Brussels Airlines selbst werden in der Zwischenzeit Schengen-Gäste mit einer Pop-Up Lounge mit Platz für gerade einmal 67 Gäste versorgt (dafür kann man allerdings die Snacks und Getränke auch außerhalb der Lounge verzehren), während die Sunrise Lounge zumindest im Non-Schengen T Bereich nun extra Öffnungszeiten ab Anfang Januar im Nachmittagsbereich verzeichnet und ein Shuttle zu den B-Gates angeboten wird im Zweifelsfall vom Flughafen.
Ebenso ist der Zugang auf Business Class und Status-Gäste nun eingeschränkt, einen Lounge-Zugang erkaufen als Eco oder Premium Eco Pax oder das Nutzen von Drittanbieter-Pässen ist keine Option bis Sommer 2026.

Ich genieße einen Croissant mit Honig und Ahornsyrup (wobei erstere eher aus war), Waffeln waren leider gerade aus und durch den späten Check-In blieb auch nicht so extrem viel Zeit zum Verweilen.

Am Gate angekommen, finden wir auch schon unseren Flieger nach Rom für heute:

Wunderschön.
Der Einstieg verläuft etwas hecktisch zunächst, da sich eine Schlange bildet, diese jedoch vorwiegend aus Gruppe 2 Pax besteht, sodass ich dann relativ schnell trotzdem an Bord komme.

Einmal an Bord, findet sich Sitz 3F auch schnell und ich bin beeindruckt, was man alles auf einen Schmalrumpf packen kann für die Biz.

Etwas zermürbt musste ich feststellen, dass die Bildschirme allesamt auf dem Kurzstreckenflug nicht bedienbar waren, auch die Fernbedienung half da nicht.
Finde ich ein wenig schwach, da diese Flüge doch mitunter mindestens 2 Stunden dauern und man zumindest eine Flugkarte oder ähnliches sehen möchte.
Durch das, was ich dann in den nächsten Tagen auf anderen Flügen dieser Länge sehe, würde ich ITA genau mit denen einreihen, die eben keinen Bildschirm auf solchen Reisen haben, einzig der Sitz lässt sie als die edelste der Lufthansa-Airlines auf Europastrecken erscheinen, mit der ich geflogen bin zu dem Zeitpunkt.

Dafür ist das Essen ein Hit, typisch italienisch:

Für eine Flugzeugpizza war sie tatsächlich sehr lecker und auch das Gelato konnte sich sehen lassen.
Die Nüsse - normalerweise nicht mein Liebling - waren doch salzig und genüsslich genug, als das ich mich dazu verleiten habe ein paar zu essen, Wunder gibt’s.
Die Früchte dagegen waren recht bissfest und nicht so lecker, ich kann mehr mit Äpfeln und Bananen was anfangen, die Ananas war allerdings ganz okay.
Der Weißwein erinnert mich allerdings daran, warum ich keinen Alkohol gerne trinke.

Nach 2 Stunden Flugzeit ist Rom erreicht und der Weg vom Gate zur Gepäckausgabe ist auch nur den Flugsteig runter, so voll er auch ist.

Einen kurzen Spaziergang später mit den Koffern und ich komme am Bahnhof an.
Ein Ticket für den Leonardo-Express geschnappt, vergehen die 40 Minuten Fahrzeit nach Termini glatt wie im Flug.
Am Bahnhof Termini - Rom’s Hauptbahnhof - erschlägt mich die Menschenmasse allerdings und ich suche schleunigst meinen Weg zur Metrolinie A nach Anagnina.
Ein Ticket für den Öffi ist auch schnell besorgt und ich begebe mich in was ich nur als Katakomben bezeichnen kann, ich dachte Metro Prag wäre dreckig und urig gehalten durch ihre Zeit hinter dem eisernen Vorhang und ihr Alter aber Metro Rom schießt den Vogel ab und ist voll wie sau zur Nachmittagszeit, quetsche ich mich in den Zug bis dann der Halt Subaugusta erreicht wird.

Hier erfahre ich, dass die Züge hier enden in Richtung Anagnina und Schienenersatzverkehrs-Busse einen weiter bringen.
Einen Halt später steige ich vor dem Hollywood Europas und der Heimat der Spaghetti-Western aus: Cinecittà.
Dort befindet sich auch das Mercure Hotel, was einen unschlagbaren Preis anbot, dafür liegt man allerdings direkt an einer Hauptstraße, diese bemerkt man mit geschlossenem Fenster zum Glück nicht.

Auch hier befördert mich der Gold-Status wieder in eine höhere Zimmerkategorie, nur habe ich nicht erwartet vom günstigsten Classic-Zimmer mit Doppelbett auf das Superior Zimmer mit Doppelbett, Schlafsofa und Balkon geupgradet zu werden.
Das Ganze ist auch wunderschön mit Regisseur-Stuhl, Minibar und einem wundervollen Bad-Design eingerichtet.
Einzige Mankos waren, dass die Keycards nicht nur von mir sondern auch der Master Key der Reinigung gar nicht funktioniert haben, weswegen ich mit dem Zimmerschlüssel betreut wurde.
Außerdem war kein eigenes Shampoo oder Duschbad in der Dusche, sodass ich mich der Handseife beholfen habe und diese in der Dusche aufgestellt habe.

Durch die ganze Aufregung mit der Metro und den Keycards zerschlagen sich meine Pläne noch einmal in die Stadt zu fahren um am Kolosseum und am Circus Maximus zu schlendern, das ergibt sicher noch einmal in Zukunft in Verbindung mit einem weiteren Trip mit ITA Airways.

So klingt der Tag recht ruhig aus und ich begebe mich wieder ins Bett.

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Vermutlich war dann die Batterie am Lesegerät der Tür leer…

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Tag 3 - 01.12.
Ich genieße den wundervollen Morgengrauen gefolgt vom Sonnenaufgang über den Albaner Bergen.

Einmal wieder frisch und alles zusammen gepackt, gebe ich den Schlüssel bei der Rezeption ab und begebe mich zur Metro-Station.
Hier kann ich zumindest direkt bis nach Termini diesmal durchfahren, im Laufe der Fahrt wird der Zug allerdings sehr voll und ich komme nur mit Mühe und Not raus.
Nach einer kurzen Episode des Verirren im Bahnhof Termini, finde ich einen Ticketautomaten, besorge mir wieder ein Leonardo-Express Ticket und fahre zum Flughafen.

Dort angekommen, finde ich den Check-In im Terminal 1 am hinteren Ende und habe tatsächlich etwas Wartezeit, da SAS zusammen mit Finnair und TAP den Check-In Schalter bündelt an diesem Morgen.
Dort werde ich die Koffer dann aber doch recht schnell los und begebe mich nach der SiKo gleich zur Plaza Premium Lounge, die SAS in FCO nutzt.

Diese ist brechend voll. Einen älteren Mann vor mir weisen die Damen noch ab, ich vermute mal er war Priority Pass oder Statuspax, ich komme mit dem C-Ticket rein, finde aber erst keinen Platz.
Es herrscht ziemliches Chaos in der Lounge, das Personal arbeitet auf Hochtouren um allen hinterher zu kommen und schlussendlich war es sogar so laut, dass ich besser bedient war einfach im Terminal zu verweilen.
An der Hangar-Lounge komme ich zwar vorbei, kann aber diese ja nicht betreten, da kein Lufthansa-Gruppe Flug für heute auf dem Programm steht.

So entscheide ich mich dann doch schon zum Gate zu gehen - heute war die Auslastung im Transitbereich noch deutlicher zu sehen - welches letzten Endes dann A49 am hinteren Ende des mittleren Flugsteigs wird.

Das Programm für heute:
SK682 - FCO - CPH - A320neo
SK1468 - CPH - OSL - A320neo

Der erste Flug ermöglichte mir es nun endlich ein vernünftiges Bild von SAS’ neuem Business Class-Produkt zu bekommen.
Freier Mittelsitz ist jetzt wieder Teil des Programms, das Essen wurde aufgewertet (mir fehlt ein Vergleich zum Vorher, da noch nie SAS geflogen vor diesem Trip) und auch ansonsten fühlte sich der Service doch recht persönlich an, entgegen der üblichen kälteren Art der Skandinavier.

Das Essen war Hühnerfrikassee und Sellerie-Kartoffelbreimix, nur eben mit Brust, Pilzen und Karotten sowie einem Salat und Mango-Käsekuchen:

Mit eines der besseren warmen Mahlzeiten, die ich in europäischer C bisher hatte.
Selbst die Karrotten hatten diesen Geschmack und Konsistenz wie von zuhause: Leicht durchgekocht, saftig aber nicht bissfest. Bisher noch nicht irgendwo gesehen aber es überrascht mich positiv.

Der Flug vergeht ansonsten recht schnell und einen kurzen Besuch in der SAS-Lounge später - es gab wieder dänischen Schinken, nein Danke, diesmal bin ich voll - für ein Glas Wasser, geht es auch schon weiter im Dunkeln nach Oslo von Gate A14.

In Oslo angekommen, bekam ich den ersten Schnee der Reise zu sehen, allerdings waren es 3°, sodass es sich eher um Schneeregen handelte.
Nichtsdestotrotz kämpfen wir uns durch den Nebel für die Landung und einmal ausgestiegen lerne ich das etwas andere Layout von Oslo kennen mit seinem Inlands- und Internationalem Terminal, denn man geht durch den Zoll wenn man ins Inlands-Terminal wechseln sollte, Norwegen handhabt das also ein wenig anders als die EU-Staaten oder die Schweiz.
Auch interessant fand ich, dass man im Zweifelsfall nicht durch den Duty Free gelotst wird, sondern dieser sich zentral aber abseits der wichtigen Gehwege im Terminal befindet und man somit nicht immer von den ganzen Produkten bombardiert wird, sondern einfach sich das Gedränge spart und in Ruhe zwischen Gate und SiKo/Ankunft geht.

Anders als in vielen anderen Teilen Europas hat Accor kein Hotel im Portfolio mehr in Norwegen, sodass ich über Flying Blue’s Hotels for Miles die Unterkunft für die Nacht besorge, das Radisson RED Hotel Oslo Airport.
Etwas verfroren komme ich im Hotel nach einer kleinen Wanderung durch den Fußgängertunnel dorthin an, staune nicht schlecht über die Lobby und den Eingangsbereich, checke ein und begebe mich aufs Zimmer im hinteren Teil des Gebäudes.

Dieses ist auch super eingerichtet und auch die Minibar fand ich reichlich gefüllt.
Ein kurzer Plausch online und ein erschreckend teurer Snack später (Norwegen unterschätzt man schneller noch als Dänemark mit den Preisen) begebe ich mich ins Bett für den Tag.

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