Ich möchte im Januar eigentlich nach Bangkok. Bisher fast immer via Sandkasten, weil umsteigen in China echt ätzend war und meine Lieblings-Airlines nunmal von dort kommen. Im Frühjahr bin ich genau einen Tag vor Kriegsausbruch mit Emirates nach Hause geflogen. Also Glück gehabt. Nun kommt der Winter näher und ich frage mich, wie ich dieses Mal hin komme. Ich möchte mit keiner europäischen Airline fliegen. Zum Einen sind mir die zu unkomfortabel und zum Anderen fliegen die ja doch auf aktuell ziemlich überlasteten Korridoren und immer noch recht ‘dicht’ an den Krisengebieten vorbei. Mit chinesischen Airlines würde ich wegen des blöden Umsteige-/Immigration-Prozesses nur sehr ungern fliegen. Meist sind ja auch die Flüge von China nach Bangkok nicht in echter Business, sondern nur etwas breitere Sitze, etc.
Was tun? Würdet ihr aktuell via Nahost fliegen? Oder nur mit manchen Airlines, mit anderen nicht? Bislang waren alle meine Flüge mit Qatar, Emirates und Etihad. Die anderen Sandkasten-Airlines habe ich nicht ausprobiert. Turkish käme auch in Frage, die haben mir innerhalb von Europa gut gefallen und die Lounge in Istanbul ist prima. Aber Langstrecke nach Bangkok mit denen?
Hallo @Syrah,
ich verstehe da deine Logik nicht ganz „… zum Anderen fliegen die ja doch auf aktuell ziemlich überlasteten Korridoren und immer noch recht ‘dicht’ an den Krisengebieten vorbei.“ Ist u.a. Ein Ausschlusskriterium für dich. Diese Korridore werden auch von den Nahost Carriern geflogen und potenziell dazu noch direkt ins Kriegsgebiet rein. Somit ist die theoretische Gefahr bei jedem Carrier aus VAE, Qatar, Oman etc. gerade größer als bei den europäischen Airlines. Aus ZRH zum Beispiel kannst du den Luftraum noch umfliegen. Emirates wird Dubai dann doch eher nicht meiden. Ansonsten habe ich persönlich, in meiner eigenen Einschätzung, die Asienroute bewusst nicht mit Nahost gewählt. Edelweiß nach HKT und zurück mit Vietnam Airlines. Aber das Risiko musst du für dich selbst einschätzen am Ende.
Ich hatte die Logik so verstanden, dass die europäischen Carrier ja auch recht nah an den Krisengebieten vorbeikommen und man von daher auch gleich ganz reinfliegen kann, um dort umzusteigen.
Sonst, da gebe ich Dir recht, macht diese Argumentation gar keinen Sinn.
Ich würde es lieber meiden. Nicht wegen reeller Gefahren sondern eher aus Angst vor Luftraumschließungen und auf dem Rückweg gilt EC261 nicht…
Zu riskant, dass man da auf eigene Kosten hängen bleibt.
Auch die ab Zürich gehen ja recht dicht am Iran vorbei. Das ist genau das, was ich meine! Macht es einen Unterschied, ob man ‘nur dran vorbei’ fliegt, oder eben in der Region zwischenlandet? Eher nicht, würde ich meinen? Mich würde eben interessieren, wie (mit wem und wo lang) andere Leute aktuell von Europa nach Südostasien fliegen.
Bevor ich über Russland fliege (chinesische Airlines), wo es vor (außer kontrolle geratenen) Drohnen und GPS störung nur so schwirrt, lieber im üblichen „überlasteten“ (was er nicht ist) Korridor. Da fliegen täglich hunderte Flüge durch und nichts passiert.
Wenn du dennoch Bedenken hast, Kosten und Zeit nicht scheust, bleibt noch die Option mit Umstieg in Asien (z.B. Japan) über die Nordpol route und von dort nach BKK. z.B. Finnair AY 61 fliegt HEL-HND über Nordpol.
Finnair fliegt nach Bangkok leider auch ‘unten rum’ Und gerade mal geguckt: Finnair fliegt derzeit auch dicht am Iran vorbei, wenn es nach China oder Japan geht. Und ich ‘muss’ bzw. will eben nach Bangkok. Ich habe da eine Wohnung und Freunde…
Laut Flightradar aktuell die südliche Route. Das ist, laut KI, vom Wind abhängig. Ich bin kein Pilot, ich weiß es nicht. Jedenfalls scheint die Route zu wechseln und man kann nicht vorher sagen, wo lang es nun geht. Japan ist allerdings derzeit für mich auch irrelevant, da ich nach wie vor nach Bangkok will. Wenn die nördliche Route mit Finnair gesichert wäre, würde ich es mir sogar überlegen, via Japan zu fliegen, aber wenn das auch unsicher ist, macht es ja so gar keinen Sinn.
Ich flieg im Frühling hin nach ICN mit Swiss. Rückflug von irgendwo dort aus der Gegend (SEA) ist noch nicht fix gemacht.
Für mich sind prinzipiell eigentlich nur die chin. Airlines ganz unten in der Liste (subjektive Entscheidung, darüber kann man nat. diskutieren. Und regional flieg ich die auch).
Die Golf Airlines wären meine erste Wahl für den Fall das ich nicht Business/PE zurück fliege, denn dann ist mir der Umstieg in der Mitte, mit vielleicht sogar einer Nacht vor Ort, am liebsten.
Um die Sicherheit mache ich mir eigentlich nicht die größten Sorgen, denn die Airlines und Staaten vor Ort können die Sicherheitslage viel besser einschätzen als ich.
Das größte Problem/Gefahr sähe ich auch wie CapitalMike darin evtl. wo „hängen zu bleiben“.
Für mich pers. wäre das wahrscheinlich kein Weltuntergang, habe zeitlichen „Spielraum“ und etwas Flexibilität.
Wenn das jemand gar nicht ist, dann stellt das mMn wahrscheinlich das wichtigste Kriterium dar.
Für den Flugkorridor der europ. bzw asiatischen Airlines die sich durchs Nadelöhr über Azerbaijan und dann die 'Stans nach Asien/Europa zwängeln gilt aber im Prinzip dasselbe. Sobald die Lage zu heiß würde, würden diese Airlines auch sofort den Flugbetrieb einstellen.
Insofern, wenn das einem in irgendeiner Form Sorgen macht, dann scheiden wahrscheinlich auch die Chinesen (über RU) aus und es bleibt nur mehr die Möglichkeit einen Flug zu nehmen der zu 100% oben drüber fliegt. Das wird dann aber ganz sicher ein umständlicherer und teurer Flug.
Ich werde wohl relativ sicher durchs Nadelöhr oder über die Golfstaaten zurück fliegen.
Das ist als ob du sagst „Macht es einen Unterschied, ob ich direkt an der Frontlinie bin oder 200 km dahinter?“. Selbstverständlich tut es das. Das Staatsgebiet und teilweise auch die Flughäfen der Golfstaaten wurden vom Iran direkt angegriffen. Über Turkmenistan, etc. war Nullkommanichts.
Da bekanntermaßen auch während der akuten Phase des Irankriegs kein einziges Passagierflugzeug als Kollateralschaden zu verzeichnen war, handelt es sich allgemein um eine abstrakte Gefahr in Bezug auf die Sicherheit und eine einigermaßen konkrete Gefahr in Bezug auf Luftraumsperrungen. Auch letztere dürfte überschaubar sein, weil der Orange aktuell die Munition fehlt, um hier nochmal im ganz großen Stil zu eskalieren.
Bei Furcht vor Luftraumsperrungen, würde ich europäische Airlines bevorzugen. Da man bei denen auch nicht das Problem hat, dass ein Leg nur ca. 6 Stunden hat, kann ich das ‚Komfort‘-Argument überhaupt nicht nachvollziehen.
Und wenn du WIRKLICH auf Nummer sicher gehen willst, flieg halt in die andere Richtung.
Meiner Meinung nach ist die Flugroute gleich sicher, egal ob man dort noch zwischenlandet oder nicht.
Allerdings würde ich lieber nicht dort stranden wollen, das sehe ich eher als das unberechenbare an und dann hockst du da in der Wüste und um dich rum schlagen die Raketen ein… nein danke.
Die Wahrscheinlichkeit muss jeder selber abschätzen und wie abenteuerlustig man ist.
Am Ende würde ich eine Airline nehmen bei der ich sicher sein kann nicht im Kriegsgebiet zu stranden.
Wenn der unwahrscheinliche Fall eintritt, dass der Korridor dort komplett geschlossen wird, wäre ich lieber in Bangkok gestrandet als eben mitten drin
Tscha. Zeittechnisch wäre ‘Hängenbleiben’ kein Problem, aber in Nahost fest zu hängen, wenn da wieder eine Bombenstimmung ist, ist mir dann doch zu viel Abenteuer. Im März hat eine Freundin, die in Kuwait eine zweite Praxis hat, dort mit ihrem Sohn fest gehangen. Über einen Monat. 100 Meter entfernt ist eine Bombe eingeschlagen und hat ein junges Mädchen getötet. Sie ist heilfroh, wieder zu Hause in Deutschland zu sein… ‘In die andere Richtung fliegen’ oder ‘mit dem Schiff fahren’ ist eher keine Option für mich. Mit der Kirche habe ich es auch nicht so (beten, dass da möglichst bald Ruhe ist, fällt also auch flach). Europäische Airlines? Nur im äussersten Notfall, genauso, wie chinesische. Bleibt also das Fazit, Bangkok fällt vorläufig leider aus, da kein Notfall vorliegt. Echt blöd!
Ich habe den Begriff „Sandkasten“ nicht verstanden.
Aber hier ist eine andere Perspektive. Ich empfehle die chinesischen airlines: pünktlich, sauber, günstig und mittlerweile bei C ein überdurchschnittlicher Service.
Internationaler transit ist effizient und ohne probleme: gepäck wird durchgecheckt. Ich kann deine vorbehalte über transit nicht nachvollziehen: entweder hast du eine recht alte Erfahrung (so war es in der tat mal so) oder hast du falsche Information bekmmen.