Aktuell gibt es mehrere Berichte in den Medien über deutsche Staatsbürger deren Einreise bzw. Wiedereinreise in die USA verweigert wird.
War das eurer Meinung nach schon immer so oder tritt das aktuell gehäuft auf bzw. wird das nur verstärkt in den Medien wiedergegeben?
Hab mich vor einigen Jahren schon mal ein wenig durch die Presse gelesen, da gab es auch schon jede Menge Horrormeldungen. Würde also behaupten, das sei nichts neues.
Es mag so Fälle geben und vielleicht fühlen sich manche Beamte unter der neuen Stimmung da im Land jetzt noch mal bestätigt, aber das sind Einzelfälle, auf die sich unsere Presse gerade aktuell halt mit Genuss stürzt. Jeden Tag reisen tausende Touristen oder Geschäftsleute in die USA ein und aus, bei denen läuft alles problemlos.
Solange sich das nicht häuft und es offizielle Statistiken dazu gibt, gebe ich nicht allzu viel auf die Boulevardpresse.
Ob man (aktuell bzw. u.a. wegen sowas) Lust auf die Staaten hat ist generell eine Frage, die jeder für sich beantworten muss.
Aus- und Wiedereinreise über Tijuana ist wohl ein kostengünstiger und gängiger Weg, um illegale Esta „Verlängerungen“ zu machen, da es bei der Ausreise keinen Stempel gibt und die erneute Einreise dann entsprechend neue 90 Tage Aufenthalt gibt. Diesem wurde nun wohl ein Riegel vorgeschoben, vielleicht ist reagieren sie dort aktuell auch zu übersensitiv. Der Fall mit dem Greencard Holder in BOS klingt auch erst mal etwas kurios, zumindest kein Tourist.
Das mit Tijuana ist richtig. Dort wurde auch eine festgenommen, da Sie ihr Tattoowerkzeug quer durch die Welt schleppt, nur weil Sie Ihrer Freundin „kostenlos“ ein Tattoo stechen wollte. Naja, die Amerikaner sahen das nicht so: Sie wollte als Touri Geld verdienen.
Ich hab jetzt von 3 Fällen gelesen. Alle 3 haben halt dumme Aktionen gebracht. Die erste ist Tattoowiererin und bringt, warum auch immer, Ihr Arbeitszeug mit. Der zweite sagt dem Grenzbeamten, dass er in Texas leben würde, obwohl er ein ESTA hat. Der dritte Fall war ähnlich gelagert. Man weiß, dass die Amis strenger sind (warum wir eigentlich nicht?), dann macht man einfach solche Dummheiten nicht. Diese Fälle gab es aber auch schon immer, wird aber politisch gerade gerne durch die Presse gepuscht. Ähnliche Fälle gibt es auch in Kanada, Australien, Neuseeland etc. Dort interessiert es nur gerade keinen.
So sehe ich das auch. Die Australier waren ja auch kurzzeitig in den Medien, da sie unter der Kampagne „You won’t be settled in Australia“ Flüchtlingsboote zurück auf das Meer treiben, wenn diese australische Gewässer erreichen. Daran hat sich nichts geändert, ist aber nicht mehr bei uns in den Medien präsent. Und ja, 3 Einzelfälle von zigtausenden Touris pro Tag, wohl gemerkt.
Wenn man sich mal Border Patrol (gibt es von USA, NZL, AUS . . .) im TV anschaut,
hat man ja die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu schauen bei der Einreise.
Da werden oft die blödsinnigsten Sachen verzapft.
Ich denke auch, die Gründe für die Einreiseverweigerung sind durchaus plausibel. Allerdings finde ich es schon problematisch, dass die Personen bei verweigerter Einreise dann wochenlang festgehalten, statt direkt zurückgeschickt werden.
Als ich letzten Herbst JFK - MEX - CJS mit Aeromexico geflogen und dann über die Landgrenze nach El Paso eingereist bin, hatte ich auch skeptische Blicke von den Einreisebeamten geerntet. Da wäre mir jetzt etwas mulmig bei
Ich denke, das Wichtigste ist hier schon gesagt worden. In einigen Fällen sind die Begründungen für die Einreiseverweigerung plausibel und die Situation für die meisten Reisenden wahrscheinlich nicht so dramatisch wie oft dargestellt. Man darf sich dennoch fragen, warum Betroffene wochenlang festgehalten werden, anstatt sofort zurückgeschickt zu werden.
Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass es in einigen Fällen (z.B. der Einreise mit ESTA) kein Recht gibt, eine nachteilige Entscheidung vor einem ordentlichen Gericht anzufechten. Dies unterscheidet sich doch erheblich von der Praxis anderer Staaten.
Seit Trump das Sagen hat ist das Medien Bashing stark angestiegen , lenkt vom eigenen Versagen bestens ab…Ansonsten ist die Einreise kein Problem, eine Wiedereinreise bisher nur aus Französisch Polynesien oder Bahamas.
Ich bin schon oft in die USA eingereist, lege in ESTA auch alles offen auch meine Social Media Accounts. Bekomme nach über 20 Jahren regelmäßiger Einreise kaum noch Fragen…
Natürlich gibt es keine 100% Sicherheit das das immer so laufen wird, auch bei mir selber.
Alle hatten schlicht gegen Gesetze verstoßen. Wer sich korrekt verhält, höflich und ehrlich ist, hat gar nichts zu befürchten und ist hier herzlich willkommen. Aber natürlich sind Deutsche und ihre Medien bei dem Thema offenbar besonders sensibel, weil man dort einreisekontrollen und korrekte Papiere nicht kennt, und alles und jeden reinwinkt. Das ging aber in den USA noch nie. Und ist ganz sicher nicht falsch, zu wissen, wer warum ins Land möchte.
Ich denke wir waren alle nicht dabei und es gibt sicher zwei Seiten.
Vielleicht sollte man nicht pauschal irgendwelche Dinge von Einzelfällen her schließen.
Denke es gibt in beiden Ländern unkontrollierte Einreisen und in beiden Ländern Beamte, die Fehler machen.
Ich war jetzt schon in ziemlich vielen Staaten, die gemeinhin als Diktatur eingestuft werden und keiner davon hatte eine Immigrationsbehörde, die schlimmer oder willkürlicher war als ICE. War allerdings schon vor #47 so.
Diese Aussage entspringt wohl deiner voreingenommenen Haltung. Es gibt viele linke Zeitgenossen (und ich wette du bist einer davon), die bei „den Staaten, die gemeinhin als Diktatur eingestufet werden“, viel tolerieren, aber arbeiten sich gern an die USA ab, weil das gehört ja zum linken Schick-sein dazu.
aber lass mich mal raten: du warst höchsten ein Mal in die USA, habe ich recht?
Kritik an einer Sache hat doch immer irgendetwas mit seinem persönlichem Meinungsbild zu tun und im Idealfall sind die auch noch schön mit Verweisen auf seriöse Quellen versehen.
Verstehe hier nur nicht gleich die politische Diskussion die hier von dir aufgemacht wird.
Ich glaube das ist in diesem Forum der falsche Platz dafür oder nicht?
Ich habe eine Hypothese, die auf einem Verhalten/ Meinung basiert, aufgestellt. Das gehört auch zu einem Diskurs dazu. Du kannst gern die Hypothese widerlegen / zustimmen oder ignorieren. Das Thread hier ist bereits politisch und nicht erst von mir aufgemacht. Dass Du das behauptest, entlarvt dich, denn von deinem Genossen hast Du keine seriöse Quelle verlangt, sondern seine Behauptung einfach hingenommen. Sorry.