Mich stört nicht die politische Diskussion sondern die häufigen persönlichen Angriffe und Denunziationen.
Es ginge auch ohne.
Kommen jetzt gerade aus der USA zurück.
Null Probleme und alle sehr freundlich.
Wird nur hochgespielt und hat null mit der Realität zu tun.
Also kein Stress.
Fange bitte erst mit dir an. Denunziation ist hier der falsche Begriff, um eine offene und in der Sache eventuell harte Auseinandersetzung, zu beschreiben.
Genau so ist es, Mirko007, danke schön!
Naja, es ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass es auch Einzelfälle gibt, die anders verlaufen.
Das ist sicher nichts US-typisches und das darüber vermehrt berichtet wird, liegt sicher an der aktuellen Situation.
Dennoch: eine Zurückweisung und auch die Härte einer möglichen Auseinandersetzung an der Grenze ist denke ich höher je schärfer/ umfangreicher die Einreisemodalitäten sind und je nachdem wie einzelne Beamte geschult und charakterlich geprägt sind.
Stark vereinfacht kann man schon sagen: Es gibt in den USA, wie auch bei uns, eine stärkere Polarisierung der Gesellschaft. Tendenziell etwas stärker auch als bei uns.
Diese Polarisierung sorgt nunmal dafür, dass mehr einzelne Personen - auf beiden Seiten - etwas über das Ziel hinausschießen. Symptome davon können genauso unrechtmäßig brennende Teslas wie unrechtmäßig abgewiesene Ausländer sein.
Die Einreisebedingungen und -kontrollen in den USA waren schon immer einer gewissen Willkür unterzogen. In den Regeln vom ESTA steht zum Beispiel ganz klar drin, dass das ESTA völkerrechtlich kein Visum ist und es dem individuellen Grenzbeamten obliegt ob man damit einreisen darf oder nicht. Für die meisten Deutschen war das lange nicht relevant, könnte aber jetzt relevant werden, wenn Grenzbeamte dieses Recht auf Willkür mehr ausüben.
So wie ich ein Visum verstehe ist es überhaupt eine formelle Erlaubnis, einzureisen, in ein Land wo man eigentlich gar nicht einreisen kann. Ob man wirklich darf, obliegt bei vielen Ländern dem Grenzbeamten. Man kann als Afghane ja auch mit gültigem Visum irgendwo einreisen. Wenn dann aber außer dem Pass alle anderen Dokumente gefälscht sind, sprich Führerschein, Schülerausweis und Schwimmausweis, dann kann der Grenzbeamte Zweifel haben und eine Einreise ablehnen. Auch wenn diese Dokumente nichts mit dem Visum zu tun haben, das legal ist. Aus den Emiraten wiederum kommst du ja auch nicht raus solang nicht alle Strafzettel bezahlt sind. So wenig ich die USA auch mag, diese neuen Generationen unterschätzen wohl, wie frei und leicht sie eigentlich bisher reißen konnten und wie selbstverständlich man es nimmt, dass man zu anderen Reisen kann. Vor 20 Jahren hatte Europa noch größtenteils Grenzen. Und jetzt setzt man die Regeln etwas genauer durch.
Doch, du kannst ohne offizielle Dokumente keinen Visum beantragen. Kein funktionierendes Land wird dir einen Visum ausstellen, wenn du dich nicht eindeutig und einwandfrei ausweisen kannst und dich überprüfen lässt. Aber Korruption gibt es ja überall.
@Puma: Ich glaube wir sind uns alle einig, dass es die Aufgabe einer Grenzschutzbehörde ist, illegale Einreisen zu verhindern. Nur läuft das in den USA etwas anders ab als in Deutschland. Ich persönlich habe ein paar Länder auf der Reiseliste wegen denen ich nicht nur ein Visum benötige, sondern bei jeder Einreise eine secondary inspection „gewinne“. Nur läuft die bei mir nicht so ab, dass mir spezifische Fragen gestellt werden, sondern die machen halt einen background check, ob ich in letzter Zeit irgendetwas in die Luft gejagt habe, dann stellen sie mir dreieinhalb belanglose Fragen und wünschen nen schönen Tag. Das an sich ist nervtötend und m. E. ineffizient, aber natürlich auch nicht willkürlich. Willkürlich ist das Schauspiel, das ich bei den secondaries anderer Leute beobachte und das hat mit Fakten, belastbaren Indizien und Verhältnismäßigkeit oftmals nicht viel zu tun. Nach meinen Erfahrungen trifft der Satz „die werden schon irgendwas getan haben“ halt häufig nicht zu.
Vor 20 Jahren hatte Europa noch größtenteils Grenzen.
Und es wird gemeinhin als großer Fortschritt gesehen, dass wir diese Grenzen nicht mehr haben.
Und jetzt setzt man die Regeln etwas genauer durch.
Welche Regeln?
Ich denke nicht, dass es hier um das durchsetzen von Regeln geht. Wenn es eine Regel gäbe, nach der man garantiert einreisen kann oder eben nicht, wäre das ja kein Problem. Das Problem ist: Ich hole mir ein ESTA und kann nicht mit Sicherheit sagen, ob ich damit jetzt tatsächlich einreisen darf.
Oben ist ein Fall verlinkt, wo anscheinend jemand abgewiesen wurde, weil er sich negativ über Trump ausgelassen hat. Formal ist das aber kein Grund, es gibt dazu auch keine Regel die das besagt. Auch oben erwähnte „Unfreundlichkeit“ ist schlicht subjektiv und sollte daher kein Ablehnungsgrund sein.
Das Problem bei ESTA ist eben, dass der Grenzbeamte ohne Angabe von Gründen oder mit beliebigen Gründen ablehnen darf und es dann kein sinnvolles Verfahren gibt, diese Entscheidung anzufechten.
Wow. Wie im falschen Film: Deutsche, die hier belehren, wie die USA ihre Grenzen am besten schützen sollen. Was für eine Anmaßung.
Ich meinte damit, du kannst ja gefälschte Dokumente haben, die das Visum aber nicht beeinflussen. Zb der Führerschein, den reicht man ja wohl kaum ein. Aber der Grenzbeamte darf oder wird das beanstanden, falls er es bemerkt.
Ich kenne eines wo du noch eingeflogen wirst ohne Pass inklusive Vollpension.
Viel Spaß in Santa Barbara hast es ja recht warm momentan im (Sunshine State) korrigiert Golden State
Das letzte Mal, als ich nachgeschaut habe, lag Santa Barbara noch in Kalifornien. Kann natürlich sein, dass es inzwischen (aus Altersgründen?) nach Florida umgesiedelt ist.
Was für ne Pleite, nach 12 Stunden Arbeiten heut sei es mir verziehen
Machen wir den Golden State draus, wenn man die Sonnenstunden heranzieht so müsste eigentlich CA der Sunshinestate sein.
Ok. Verstanden.
Ich habe auch von diesem Land gehört. Es hieße, auf Anweisungen von ganz oben, bekommst Du ein gültiges Visum auch bei gefälschten Dokumente und fehlenden Angaben. Aber Gott sei dank sind wir ja in Deutschland, wo alles nach Rechts und Ordnung abläuft, so sehr, dass wir diese anderen Hinterweltern in den USA mit ihrer schlimmen und willkürlichen Immigrationsbehörden, was erzählen könne, wie es so richtig abläuft.
Keine Sorge. I meet you halfways. Ich bin seit heute Abend wieder in Miami.
Viele Grüße
E.
Du musst zugeben, spätestens seit Tony Montana weiß man nicht mehr, was richtig ist: Santa Barbara? Miami? Hauptsache Texas!
Hier überinterpretierst du aber.
Denke nicht dass jemand hier belehren will.
Sondern es wird dargestellt, dass es eine gewisse Willkür zu geben scheint, die das Gesetz sogar erlaubt. Das ist einfach ein Risiko- wenn auch ein sehr geringes- das es am Ende frei nach Kaya Yanar heißt „Du kommst hier net rein“
Ich bin vor rund 4 Wochen in die USA eingereist mit +1, normale TSA in MIA, alles wie gehabt. Keine besonderen Fragen. Meine Liebste hatte zum dritten mal SSSS, war in FRA kein Problem und auch in MIA keine besonderen Fragen. Ich hoffe, es sind Einzelfälle mit besonderem Background und Push der Medien im Ausland.