Bitte um Rat mit den Qatar Bedingungen

Hallo allerseits

Darf ich Euch um einen guten Rat bitten. Wir hatten im Oktober, als Qatar mit den ersten Spezialbedingungen herauskam, welche jetzt praktisch verlängert wurden, Flüge an unsere Traumdestiationen Bangkog im Frühjahr 2021 und Australien im Herbst 2021 gebucht. Nun sieht es ja nicht so aus, dass Covid so schnell Geschichte ist. Wir sind beide 65 und werden wohl in der ersten grossen Impfstaffel dabei sein, und das wird wohl irgendwie auch in die Möglichkeit, Fliegen zu können, einfliessen.

Realistisch sehe ich Thailand im Herbst 2021 und Australien im Frühling 2022.

Was haltet ihr in dieser Situation für die beste Lösung? Umbuchen, offenes Ticket oder Voucher.

PS: Was mir an allen Airlines wirklich stinkt, ist der Unwillen, schriftlich per E-Mail was zu bestätigen. Entweder musst Du ein Formular ausfüllen, von welchem Du keine Kopie hast oder dann eine Hotline mit den übliche Wartezeiten wählen, und dann hast Du auch nichts konkretes in der Hand. Wenn Du was Schriftliches kriegst wird auf Links verwiesen, welche ja beliebig geändert und gelöscht werden können

Vielen Dank für Eure Hilfe und frohes Fest aus dem verdunkelten Prag…

Hallo Lonie,

Patrick von Travel-Dealz hat es in seinem Beitrag ganz gut zusammengefasst.

Es gibt zwei Punkte, die mich persönlich aufhorchen lassen.

  1. Qatar Airways ist berechtigt, die Bestimmungen der Erklärung „Wir erweitern unser Versprechen an Sie“ mit sofortiger Wirkung und ohne vorherige Benachrichtigung zu ändern.

  2. Unbegrenzte Änderungen: Für Reisen bis 31. Dezember 2021 lassen sich das Reisedatum und Reiseziel beliebig oft ohne Gebühren ändern (nur vor Abflug). Die Buchungsklasse muss die Gleiche bleiben. Die Tarifdifferenz wird fällig. Die Reisen müssen bis zum 31. Dezember 2021 abgeschlossen sein.

Deswegen tendiere ich momentan eher dazu möglichst spontan zu buchen um weniger abhängig von den Planungsspielen der Airline zu sein. Das heißt in eurem Fall :wink: mir lieber die Buchungen erstatten zu lassen und spontan neu zu buchen. Wahrscheinlich wird es nächstes Jahr ein bisschen besser was die Planbarkeit betrifft.

Natürlich möchte man die Airlines gerne unterstützen. Allerdings sollte es meiner Meinung nach auf Augenhöhe stattfinden.

Mehrfach habe ich bereits Beiträge von diversen Usern gelesen, die Last Minute Umbuchungen der Airline hinnehmen (von Stornierungen einzelner Legs bis hin zu kompletten Stornierung des Fluges) und sich dementsprechend organisieren mussten.

Anbei ein aktuelles Beispiel aus den Kommentaren von oben genanntem Beitrag.

Eric 25. Dezember 2020 um 02:34 Uhr
VORSICHT!!!
Mein Qatar Airways Flug (Business) wurde gestern (24.12.) storniert.
Wollte soeben auf einen anderen Flug mit gleichem Start- und Zielflughafen für denselben Tag im Januar umbuchen:
Umbuchungen sind AUCH BEI STORNIERUNGEN DURCH QATAR AIRWAYS nur kostenfrei möglich, wenn dieselbe Buchungsklasse noch erhältlich ist.
Das heißt: Qatar verlangt die Differenz zur nächsthöheren noch erhältlichen Buchungsklasse oder ist wahlweise nur bereit kostenfrei auf einen anderen Flugtag bei Verfügbarkeit der ursprünglichen Buchungsklasse umzubuchen (es handelt sich um einen Angebotstarif) oder QR stellt einen Voucher für einen nicht in Anspruch genommenen Flug aus.
Meine Buchungsklasse ist allerdings bei einem Routing Bali-DOH-AMS überhaupt nicht erhältlich (auch nicht an anderen Tagen) weil QR nun
Bali-CGK-DOH-AMS fliegt (wobei der erste Abschnitt von Garuda bedient wird).
Darf jetzt auf eigene Kosten nach Jakarta fliegen (dort ist die ursprüngliche Buchungsklasse noch – aber an einem anderen Tag – verfügbar).
Dass jetzt auch noch der Loungezugang entfällt und keine Sitzplätze vorab mehr reserviert werden können sei nur ganz am Rande erwähnt.

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Vielen Dank für die Antwort, diese Bedingungen habe ich schon studiert. Mir ging es eher um einen Rat, was ich heute machen soll. Die Wahrscheinlichkeit, dass Thailand im März immer noch zu ist, ist ja gross, d.h. es gelten dann die Bedingungen gemäss „Änderungen bei Reisebeeinträchtigung“? Dann könnten wir auf November umbuchen. Mit Australien ist es etwas schwieriger. Wir haben die Buchung im November, da könnte die Einreise schon wieder möglich sein, d. h. es gelten dann die Bedingungen „Freiwillige Änderungen“? Natürlich können wir die Reihenfolge umdrehen, wenn Thailand im März immer noch zu ist, umbuchen auf März 2022 und Australien stehen lassen.

Da ihr alles ja erfahrene Reiseprofis sind, hätte ich einfach gerne Eure Ansicht gehört.

Na ja, das hat jetzt mit Reiseprofis eher weniger zu tun, hier geht es um die Auswirkungen von Covid-19 und die einzuschätzen sind schwierig.

Hier mal meine Meinung:

Ich gehe davon aus, daß Personen, die geimpft sind und auch eine entsprechende englischsprachige Bestätigung vorweisen können, spätestens ab Mitte 2021 die meisten Länder wieder bereisen können. Ich leite das von den momentanen Bedingungen für Einreisen nach Dubai ab, wo jeder, der geimpft ist, schon jetzt ohne Probleme einreisen kann. Dem werden sich die meisten Länder anschließen, um nicht noch mehr Geld zu verlieren.

Um auf der sicheren Seite zu sein, wäre meine Empfehlung, Thailand im November 2021 und Australien im Frühjahr 2022.

Ich mache es übrigens genauso, nachdem meine Reise nach Neuseeland/Australien dieses Jahr ausgefallen ist: Ich habe schon eine 2-monatige Asienreise für Ende Oktober 2021 gebucht (kann ich im Notfall alles wieder kostenfrei stornieren) und werde meine Neuseeland/Australientour im Frühjahr 2022 nachholen.

Also hier ein Update, ich hatte mich dann doch entschlossen, das Geld zurückzufordern, weil sich die Daten ja ständig verschieben. Das kann man nur telefonisch erledigen (Wieso wohl, aber wenn ihr weiterlest sieht man vielleicht den Grund, ein Schelm wer was Schlechtes denkt).
Damit fing aber das Spießrutenlaufen an: Nachdem ich erst mal meine einheimische Nummer in Tschechien versucht hatte (vergebens, es nahm niemand ab!) versuchte ich es sukzessive in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bei den ersten beiden Nummern Warteschlaufe ewig, so nach ca. 15 Min. habe ich aufgelegt. In meinem Heimatland, wo es ja so viele Sprachen gibt, habe ich Deutsch gewählt und wieder ewig gewartet. Dann hatte ich den Geistesblitz und wählte die französische Variante, weil auch die ursprüngliche Ansage Französich an erster Stelle hatte, und siehe da, ich wurde fast sofort verbunden. Als der Mann meinen Akzent hörte, sagte er, ich könne auch Deutsch oder Englisch sprechen, was ich angesichts meiner leicht lädierten Franzkenntnisse gerne tat. Der Rest war problemlos und schnell und innert weniger Tage hatte ich das Geld auf dem Konto und erst noch etwa 75 € verdient (Ticket in CZK mit meiner DKB Kreditkarte (€) bezahlt, Belastung und Gutschrift auf das € Konto mit Kursgewinn). Ende gut, alles gut, aber eben der Telefonservice braucht schon Ausdauer, aber das ist ja wohl ein wenig gewollt, oder?

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