Seit letztem Jahr gilt die Regel, dass ein Schiff nicht näher als 500 Meter an einen Eisbären heranfahren darf. Wenn ein Eisbär in die Nähe des Schiffes kommt, muss es wegfahren. Lohnt es sich aus eurer Sicht noch, eine solche Reise zu buchen, wenn ich speziell Eisbären sehen möchte? Kann man aus dieser Distanz noch brauchbare Fotos mit einer Handykamera machen?
Hab für Juni gebucht, werde berichten. Wusste gar nicht, dass man da Eisbären zu Gesicht bekommt… also war gar kein Kriterium für uns.
Allerdings finde ich 500m auch recht nah, also man muss ja auch die Größe des Schiffes bedenken und die Höhe aus der man fotografiert. Denke dass man ohnehin den Bären nicht mehr sieht wenn man viel näher dran ist.
Gute Handykameras dürften bei der Entfernung aber so ihre Probleme haben.
Da ja kaum Menschen dort sind und die dummen Touris auf dem Landweg ohne Guide bzw. ohne Büchse die Stadt nicht verlassen dürfen, haben die Bären eigentlich keine Scheu vorm Menschen. Und wenn ein Schiff da vorbeidüst, dann hauen die eben auch nicht ab. Also wenn man welche sieht, kann man die meist auch gut fotografieren.
Danke für deine Antwort, aber so wie ich gelesen habe, muss das Schiff 500m Abstand halten und dann weiss ich nicht, wie gut das mit dem Handy geht. Eine andere Kamera habe ich nicht.
Ohne Guide dürften die Touristen die Stadt nicht verlassen, es ist verboten. Ja ich weiss, es gibt immer welche denen das egal ist.
Das geht mit einem modernen Handy schon recht gut. Das Problem wenn Schnee liegt, hebt sich alles so schlecht voneinander ab.
Wenn Du erwischt wirst, wenn Du alleine die Stadt verlässt, sind die Strafen schon recht heftig. Würde ich auch aus eigener Sicherheit nie empfehlen. Die Bedrohung ist eben real und genug passiert ist ja auch schon.
Danke, meine Frau hat ein Samsung S10 und ich ein Honor 8x sind zwar beide etwas ältere Modelle aber bis jetzt machen die noch gute Bilder. Ich würde eine Tour mit der MS Hondius machen 9 Tage
Sicher auf das Schiff, bei den Zodiacs weiss ich es nicht. Gelesen habe ich es bei meiner Suche nach Eisbär touren im Internet, dass es die neue Regel ist ab 2025, damit sich die Eisbären nicht an die Menschen gewöhnen.
Ich würde behaupten ein kleines bisschen Ahnung vom Fotografieren zu haben (keine Untertreibung, wirklich nur ein kleines bisschen!) und mir wäre es das nur wegen der Eisbären nicht wert.
Ich behaupte mal, dass du da selbst mit dem neusten Handy wenig Erfolg haben wirst und eher ein Objektiv mit mindestens 300mm (gefährliches Halbwissen!) samt passender Kamera verwenden müsstest.
Ich bin gerade auf Reisen und habe (laut einer Entfernungsmessung bei Google Maps) ca. 500m Luftlinie von meinem Balkon entfernt das Ende einer Bucht. Ich kann morgen bei Tageslicht gerne mal ein Foto machen damit du es mal grob einschätzen kannst.
Ja, also „gute Fotos“ ist sehr subjektiv, ich würde behaupten, dass mit einem Handy auf 500m nie etwas gutes rauskommt, außer bei einem Landschaftsbild.
Bei 500m erkennst du, dass es ein Eisbär ist, aber mehr nicht. Also auf irgendwelche Details etc. brauchst da nicht hoffen
Ich war auf einer Ferienmesse und habe wegen des Abstandsthemas mal nachgefragt. Es gilt offensichtlich innerhalb der Norwegischenzone 300 m und zwischen 1.3.-30.6 500 m
Im internationalen Gewässer spielt es keine Rolle und man könne auch dort Tiere sehen
War knapp eine Woche da und hab leider keine gesehen…
Aber ich kann was vom Waffe ausleihen berichten: Das Beantragen der Waffenlizenz war relativ einfach. Erinner mich noch, dass geleisteter Militärdienst ausgereicht hätte für eine Erlaubnis. Ich hatte Besitz einer Pistole angekreuzt und wurde genehmigt.
Mit dem Papier kannst du dann in einem der Outdoorläden eine Waffe mieten. Gibt meist das günstige, aber schwere WW2 Gewehr, oder für teurer etwas leichtes und modernes (für Wanderungen zu empfehlen). Man muss denen aber zeigen, dass man damit umgehen kann. Hatte damals auch noch ein Touripaar (sie hatten glaub aus Spanien gesagt) mit einer Waffe gesehen, wo er das Gewehr geschultert hat.
Diese Klippe is wie gesagt laut Google Maps 500m Luftlinie entfernt. Foto ist mit einem iPhone 12 Pro mit maximalem Zoom (10x) aufgenommen, das andere ohne Zoom.
Hellöle. War selbst auf Svalbard. Dass es ohne Tourguide und/oder Waffe verboten ist Longyearbyen zu verlassen, ist absoluter Quatsch. Man SOLLTE eine Waffe oder Tourguide dabeizuhaben, wenn nicht, dann ist das auf eigene Gefahr. Es wird suggeriert, dass man gesetzlich verpflichtet ist (womöglich damit die Studenten in der Stadt ihr Studium finanzieren können), gesetzlich verboten ist es nicht. Man darf die Straßen bei Strafe nicht verlassen (einfach querfeldein wandern), wegen des Naturschutzes. Nur alle Jubeljahre tauchen in Longyearbyen Eisbären auf, das Risiko ist also mM gering im Sommer, wo kaum Schnee liegt und ein Eisbär von weitem erkennbar wäre.
Bloß nicht verrückt machen lassen. Ich habe eher Angst vor Malaria, Chinkunga-fieber und co.
Aber natürlich: Eine gewisse Gefahr besteht (wie auch im Randgebiet von Kapstadt, in den Vororten von lateinamerikanischen Großstädten, im Dschungel vom Kongo . ……) eben anders.
Das ist so leider nicht richtig - siehe hier. Firearms | Governor of Svalbard
Es gibt eine Rechtsvorschrift, die genau das vorschreibt. Beim ersten Mal vor Ort hatte ich noch Waffe und Waffenberechtigung und hab die auch mitgenommen. Das reichte denen vor Ort leirder nicht aus, ich musste beweisen, dass ich auch damit umgehen kann. Dann bekommst Du so einen kleinen „Ausweis“, den Du immer mit Dir führen musst. Wenn Du außerhalb der Stadt angetroffen wirst ohne Ausweis, kann das zur „Ausweisung“ führen und Strafe sowieso.
Beim 2. Mal hatten wir dann einen Guide. Einmal im Winter, einmal im Sommer. Jedes Mal haben wir aus sicherer Entfernung auch Eisbären gesehen. Durch die Klimaerwärmung kommen die immer öfter und näher an die Stadt ran.
Ja, aber wenn wir schon pingelig genau sind, dann so richtig.
Zitat
anyone travelling outside the settlements must be equipped with suitable means of scaring off polar bears. The office of the Governor of Svalbard also recommends carrying firearms
Was diese „suitable means“ sind, steht da nicht und firearms sind lediglich recommended.
Eine unumstößliche Vorschrift, Waffen zwangsweise mitführen zu MÜSSEN, lese ich da nicht.
Richtig ist gleichwohl, dass man seine Eignung nachweisen muss, wenn man denn welche mitführen möchte und zu diesem Zweck welche ausleihen möchte.
Keine Ahnung? Pyrotechnik oder Leuchtraketen vielleicht?
Warum schreiben sie, dass firearms nur recommended sind, wenn man sie eigentlich auf jeden Fall braucht?
Also wie das vor Ort umgesetzt wird kann ich nicht aus eigener Erfahrung sagen. Ich kann nur sagen, was in dieser Vorschrift steht, weil ich die nämlich eigentlich heute Morgen auch schon rausgesucht hatte, um die hier anzubringen, dann aber gesehen habe, dass da gar nicht das drinsteht, was ich dachte…