Lufthansa, verschleppt Ausgleichszahlungen extra!

Bis mir der Deckel hochgeht brauchts einiges, aber was sich Lufthansa leistet ist schon kriminell und extrem Kundenunfreundlich. Unser Flug von Johannesburg nach München am 1.5.2026 wurde ohne jede Mitteilung um einen Tag nach hinten verschoben! Alle Mühen und Ärger, zusätzliche Hotelbuchung, Umbuchung Bahn, etc. bleiben auf dem Kunden sitzen. Eine Rückerstattung, gesetzlich Euro 600 pro Person, wird ev. nach längerem Schreiben und Mühen erstattet. Lufthansa windet sich wie ein Wurm auf dem Hacken und verlangt und verlangt…… Ich bin in meinem Leben viel geflogen, habe aber so einen bürokratischen Sauladen noch nie erlebt. Es bewahrheitet sich wieder einmal, dass der Fisch am Kopf am meisten stinkt.

Fazit der ganzen Sache, nach monatelangen Versuchen die Entschädigung zu bekommen die Angelegenheit an ein Inkassobüro übergeben, Warnung an Freunde und Verwandte, für Flugbuchungen Lufthansa zu meiden. Ich bin Rentner und habe die Absicht noch viele Flüge zu tätigen. Aber garantiert nicht mit Lufthansa! Dazu noch ein kostenloser Rat an Lufthansa. Mistet eure Teppichetage mit den studierten Sesselfurzer aus. Die kosten und bringen nichts!

Diese Praxis ist ja an vielen Stellen hier immer wieder Thema und keine LH spezifische Verhaltensweise, sondern eher gängiges Vorgehen der Airlines.
Für die Airlines ist das ein simples Rechenspiel. Wenn nur ein Bruchteil überhaupt die Forderung stellt und davon wiederum nur ein Bruchteil vor Gericht zieht, lohnt es sich für die Airline, es darauf ankommen zu lassen.
Es gibt da ganz unterschiedliche Ansichten, wie man dem als Betroffener begegnet.
Manch einer wendet sich an eine Schlichtungsstelle, andere an einen Anwalt, manch einer lässt es auch auf sich beruhen. Ein Inkassobüro hat aber glaube ich noch keiner bisher beauftragt, also eine ganz neue Sichtweise.
Interessant auch, dass die eine solche Forderung annehmen, hätte ich gar nicht gedacht.
Dein Fall ist hier leider genauso individuell wie jeder andere.
Ich persönlich bin kein Freund davon immer sofort den juristischen Knüppel aus dem Sack zu holen, aber wenn freundliches Bitten, Argumente und Fristsetzung nicht helfen, und der Streitwert entsprechende Höhen annimmt, sieht das dann irgendwann anders aus.
Letztlich muss dann jeder selber für sich entscheiden, wie sicher er sich über die Erfolgsaussichten ist und welchen Aufwand man betreiben möchte, um zu seinem Recht zu kommen.
Hierzu kann man sich auch kostenlos beraten lassen, viele Fachanwälte in dem Bereich bieten kostenlose Erstberatung an.
Daher würde ich mir an deiner Stelle erstmal eine fachliche Meinung vom Profi einholen, wenn du den Klageweg überhaupt beschreiten möchtest, das sollte dann auch ein entsprechender Fachanwalt sein, der kann in vermutlich 90% der Fälle sehr schnell bewerten, wie die Chancen stehen.

Ich habe das als begriffliche Ungenauigkeit interpretiert und bin davon ausgegangen, dass eins der üblichen Legaltechs beauftragt wurde…

Das ist richtig.

Leider ist es unmissverständlich zwingend erforderlich, den juristischen Knüppel herauszuholen und auch durchzuführen. Eine andere Sprache verstehen die Fluggesellschaften nicht und das nicht nur bei Lufthansa! Wenn auch nur ein Bruchteil der Sachlage möglicherweise als unklar deklariert werden könnte, nutzen die Fluggesellschaften das aus wie hier in diesem Fall.

Ob ein Inkassobüro zweckdienlich ist, kann ich nicht beurteilen. Eigentlich benötigt meines Wissens es einen rechtskräftigen Titel, der vollstreckungfähig ist.

In Bezug auf die Schlichtungsstelle ist diese nur in der Lage einfache jur. Tätigkeiten durchzuführen. Lass das mal drei Streckenabschnitte sein und schon ist bei denen Feierabend, aufgrund Komplexität. Ich hatte diesen Fall, und die Sach und Rechtslage war eigentlich klar, auch wenn man zweimal hinschauen musste. Nachdem mehr als ein Jahr verging, meldete sich die Schlichtungsstelle mit einem negativen Ergebnis mit, obwohl alle andern provisionsgetriebenen Anbieter definitiv anderer Meinung waren und ich mir auch schon bei einen Anwalt für Reiserecht vorab eine Meinung eingeholt habe. Nun muss ich das Ganze wieder neu aufrollen. Ein ganzes Jahr verschwendet. Dank inkompetenter Juristen und Mitarbeiter die ihre Auffassungsgabe nicht ganz wahrnehmen.

Daher rate ich jeden Unternehmer jetzt schon das Obacht geboten ist und wenn zukünftige Mitarbeiter eine Station bei der Schlichtungsstelle hatten, sollte man das tiefgehend den Lebenskauf hinterfragen.

Entsprechend wird die Schlichtungsstelle wahrscheinlich auch vieles automatisieren durch KI und da wird einiges durchrutschen, da deren Arbeitssituation schon massiv überlastet ein dürfte. Nicht umsonst habe ich ein Jahr gewartet für nichts. Daher empfehle ich, bei solchen Fällen direkt einen Anwalt zu konsultieren für Reiserecht.

In den Schlichtungsstellen werden viele Berufsanfänger ohne Fallerfahrung eingesetzt. Dazu muss man sich auch vor Augen halten, wer die Schlichtungsstelle bezahlt.
Wenn da immer vollmundig von Erfolgsquoten gesprochen wird, ist das schon übel. Erfolg = Verbraucher schluckt, was da herauskam. Dabei wurden vielleicht Ansprüche übersehen oder schlicht falsch beurteilt.