Hallo zusammen,
ich möchte hier ein Thema zur Diskussion stellen, das mir beinahe schön öfters passiert ist. Was passiert, wenn “nur” eine Person krank ist und „not fit to fly“ vom Flughafenarzt erklärt wird, also nicht geflogen werden darf oder kann und der andere aber fit ist? Ich denke das es keinen generellen gesetzlichen Anspruch gibt, dass andere Passagiere bei Krankheitsfall einer Person automatisch kostenlos umgebucht werden können. Was sind eure Erfahrungen? Ich habe keine generellen Aussagen gefunden dazu. Ich vermute mal das es von Airline zu Airline unterschiedliche Handhabungen dazu gibt? Weiß da jemand näheres? Danke.
Erstmal verstehe ich das scenario nicht: Es muss ja schon einiges zusammen kommen, bis kurz vor Notfall, um überhaupt jemals einen „Flughafenarzt“ zu sehen. Normalerweise schleppt man sich doch so durch, wenn es einem nicht gut geht und entscheidet dann selbst, ob man einsteigt oder nicht.
Danach verstehe ich nicht, worauf die Frage abzielt: auch diejenige Person, die vom „Flughafenarzt“ oder von einem anderen Arzt als „not fit to fly” eingestuft wird, hat ja trotzdem keinerlei Rechte, kostenlos zu stornieren oder umzubuchen. Und wenn diese Rechte die erkrankte Person schon nicht hat, haben habe die etwaige Mitreisende natürlich schon mal erst recht nicht.
Was man braucht, ist eine Kranken- bzw. Reiserücktritt (oder -abbruch) Versicherung, die für die gemeinsam reisenden Personen auch zusammen abgeschlossen wurde. Dann reicht es selbstverständlich, wenn eine der versicherten Personen erkrankt.
Ansonsten können da bei individuell abgeschlossenen Policen noch Verwandschaftsverhältnisse helfen. Wenn nahestehende Verwandte plötzlich erkranken, darf man je nach Versicherung seine Reise absagen, bzw. bekommt die meisten Stornokosten ersetzt.
All dies hat aber nichts mit einem „Flughafenarzt“ zu tun, der jemanden für „not fit to fly“ befindet, eine Situation, die ich ohnehin tunlichst vermeiden würde…
Stimme dem zu…
Ich weiß ja nicht wie kurzfristig du (KITTY) das meinst, weil du vom Flughafenarzt schreibt.
Aber wenn beide Personen auf einem Ticket sind, sollte ein Storno vorher für beide möglich sein. Meine Frau war letztes Jahr erkrankt und vom Arzt krankgeschrieben/nicht-reisetauglich bescheinigt und wir haben dann 1 Tag vor Ablfug storniert. Alles eingereicht und einige Mails hin und her, aber dann wurde alles erstattet. Airline war TAP.
Ein weiteres Mal mussten bei einer Reise mit 5 Personen, 2 Personen (aus einem Haushalt) passen. Hier wurden die 2 auch storniert, mit entsprechenden gesundheitlichen Belegen. Airline war Turkish Airlines
Vorausgesetzt man hat die Kranken- / Reiserücktritt (-abbruch)…
Es handelt sich hierbei nicht um einen aktuellen Fall. Allerdings ist im vergangenen Jahr bei meiner Frau eine vergleichbare Situation eingetreten. Wir sind von Phu Quoc nach Saigon geflogen und hatten für den darauffolgenden Tag den Weiterflug nach Frankfurt gebucht.
Nach der Landung in Saigon verschlechterte sich der Gesundheitszustand meiner Frau jedoch erheblich, sodass wir sie unmittelbar im Rollstuhl zum Flughafenarzt gebracht haben. Während der Behandlung bestand dieser darauf, sie in ein örtliches Krankenhaus zu verlegen. Auf die genauen weiteren Umstände möchte ich hier nicht näher eingehen.
Für uns stellte sich in diesem Zusammenhang jedoch die grundsätzliche Frage, wie in einem solchen Fall zu verfahren ist, wenn nur eine Person als nicht flugtauglich eingestuft wird und ob in dieser Situation ein Anspruch auf einen späteren Rückflug besteht. Offenbar ist dies nicht automatisch gegeben – was für uns eine wichtige Erkenntnis war.
Erwähnenswert ist jedoch, dass meine Frau bereits am folgenden Tag die Reise fortsetzen konnte. Während des gesamten Fluges wurde sie von den Flugbegleitern der Bamboo Airways sehr fürsorglich betreut. Nach unserer Rückkehr nach Hause musste sie allerdings noch für zehn Tage stationär im Krankenhaus behandelt werden, was die Ernsthaftigkeit der Situation deutlich macht.
Ok, das klingt heftig! Erstmal hoffe ich, dass sich inzwischen deine Frau gut davon erholen konnte! ![]()
Als Laie würde ich vermuten, dass da nur eine Reiseabbruch-Versicherung greifen könnte/müsste, in der beide mitversichert sind.
Trotz einer solchen Versicherung, habe ich bei anderen/ähnlichen Situationen schon mal gelesen, dass manche Versicherungen die Kurzfristigkeit “ausnutzen” um nicht zahlen zu wollen. Hoffentlich nur ein negativer Einzelfall/Sonderfall.
Also da ich eine Reiseversicherung hatte, was Krankheitsfällen betrifft, damals von ZRH-BEY-ZRH mit meiner Freundin, ging es ihr sehr schlecht, so dass sie ins Spital musste. Ich war total fit, trat jedoch ebenso von der Reise zurück. Bestätigung vom Spital geholt und das dem Versicherung zugeschickt → vollständige Rückerstattung für uns beide. Auch von der Airline habe ich aufgrund der Light-Tarif die Steuern & Gebühren zurückholen können. In solchen Fällen zwingend ein Annulationsversicherung haben (im Reiseversicherung meistens inbegriffen).
Ich hatte das vor zwei Jahren auf dem Rückflug von Bangkok, via HKT nach Abu Dhabi (und dann weiter nach AMS). Ich hatte in Bangkok schon irgendwie ein ‘komisches Gefühl’. Die Tage vorher waren extrem anstrengend, mein Sohn ist in Deutschland ziemlich schwer erkrankt, ich musste umbuchen und war krank vor Sorge. Am Flughafen musste ich mich heftig übergeben, aber danach ging es und ich bin eingestiegen. Auf dem kurzen Flug nach HKT musste ich mich erneut mehrfach übergeben, fand es aber nicht dramatisch. In HKT (es sollten nur Passagiere zusteigen) kam dann eine Durchsage, dass ‘wegen eines medizinischen Notfalls’ der Start noch ein paar Minuten dauern würde, der betreffende Passagier würde von Bord gebracht. Als dann Bodenpersonal an Bord kam, habe ich mich, wie die anderen Passagiere, milde interessiert umgeguckt, wer da wohl krank geworden ist. Ich war ernsthaft überrascht, als ICH das war… Weiter ging’s dann im Rollstuhl (!) zum Flughafenarzt. Der sagte, vermutlich Gastritis durch den Stress und die vielen Kopfschmerzmedikamente, die ich so genommen hatte. Dann weiter in ein nettes Flughafenhotel (Transporte hin und zurück musste ich zahlen), eine Nacht dort, und am nächsten Morgen zum Flughafenarzt, zwecks Fit-To-Fly-Certificate. Bekommen, dann weiter zum Etihad-Büro im ersten Stock, die haben mich fix umgebucht und ich bin dann später am Tag nach Hause geflogen. Abwicklung war sehr professionell und freundlich. Ticket war in Business, aber ich gehe davon aus, dass es in Eco auch nicht anders gewesen wäre. Ich meine immer noch, dass man mich hätte weiter fliegen lassen können, aber da gingen die Meinungen wohl auseinander. Ist vielleicht für andere Passagiere auch nicht so schön, aber in Biz sitzt man ja recht weit vom Nachbarn entfernt und ich war so dezent, wie möglich… Also, im Endergebnis war die Umbuchung kostenlos, Transfers zum und vom Hotel musste ich zahlen, ebenso, wie das Hotel. Also alles okay.
Wilde Geschichte. Aber super, dass das so glimpflich ausging und auch so professionell und abrechnungstechnisch kundenfreundlich abgelaufen ist. Du warst in dem Fall allein unterwegs?
Hat da die Crew ohne Rückfrage/Rücksprache/Ansprache dein Deboarding bestellt?
Weißt du wie das zustande kam? Sahst du so fertig/bleich aus, oder hat dich einer von denen in der Toilette beim Übergeben erlebt?
Ich war allein unterwegs. Wie ich ausgesehen habe, weiss ich nicht, aber man hat mich immerhin an Bord gelassen. Dort habe ich dann die Kotztüten ausprobiert. Die Crew hat mir auch irgendwelche Pillen gegen Reisekrankheit gegeben. Hat halt nichts gebracht. Gefragt wurde ich nicht, sondern sehr freundlich ‘entsorgt’, lol… Wenn ich nicht wirklich in Not gewesen wäre, schnellstmöglich nach Hause zu kommen, wäre ich vermutlich sicherheitshalber ein paar Tage länger auf Phuket geblieben. Ich war auch am nächsten Tag noch ziemlich angeschlagen, habe es aber ohne weitere Belästigung anderer Passagiere nach Hause geschafft. Konnte von dem schönen Essen an Bord und in der Lounge auch nix geniessen. Mehr als ein halbes, trockenes Brötchen war nicht drin. Unter anderen Umständen hätte mich das gefreut (man soll die Diät-Feste ja feiern, wie sie fallen), aber so war’s einfach nur Murks. Die Abwicklung von Etihad und auch vom Personal am Boden war jedenfalls 1A. Und so hab ich den Flughafen in Phuket auch mal gesehen, und fand die Lounge ganz nett, für so einen kleinen Flughafen. Sogar mit kostenloser Massage. Aber wie gesagt, durch die Umstände habe ich eigentlich nur die Minuten gezählt, bis ich wieder zu Hause war:-(
Ich finde es jedenfalls bemerkenswert, dass wenn man aus gesundheitlichen Gründen nicht fliegen kann, eine kostenlose Umbuchung stattfand.
Das lag sicher an den besonderen Umständen, da Du schon an Bord warst und EY Dich abgeladen hat.
Unter normalen Umständen wäre eine kostenlose Umbuchung sicher nicht erfolgt.
Da hast Du recht. Ich musste vorher ja auch schon umbuchen, um wegen meines Sohnes früher zurück zu fliegen. Das hat man natürlich ganz normal abgerechnet und mich hat das Vergnügen 1.500 Euro in etwa gekostet.