Reisebericht China (Shanghai, Peking, Pingyao, Xi'An, Hainan)

Kartenapps: Maps.me und die Apple-Karten-App funktionieren. Die China-Apps, wo du die Schriftzeichen reinkopieren kannst für die Suche, waren mir zu kompliziert…

Die 12306 App ist die offizielle Plattform der Bahn. Ich habe nie eine Anmelde-Bestätigung oder Buchungsbestätigungen bekommen. Meine eine Testbuchung ging jedoch problemlos durch und Tickets braucht man ja eh nicht, da alles über die Passdaten läuft. Ich habe aber 90% meine Zugfahrten mit Trip.com gebucht - was ca. 3 Euro Bearbeitungsgebühr pro Ticket kostet.

Viele kleinere Hotels sind sehr günstig auf Trip.com; größere Hotels sind auch bei Expedia und den üblichen Verdächtigen gelistet. Es gilt daher wie immer: Preise vergleichen…

Wenn du den Rückflug noch zu Hause buchst oder du in China einen VPN oder etwa eine e-SIM im Hongkong-Netz hast (damit umgeht man auch die Great Firewall), kannst du natürlich auch via Google Flights buchen. Das ist ja im Grunde auch nur ein Preisvergleich, buchen tust du dann ja via Trip, Booking oder über die Airline-Website selbst.

Alipay und Wechat hast du ja schon. Trip.com ist eine gute Adresse. Hol dir über die auch deine SIM Karte. Sind günstig und WhatsApp und Viber laufen, sowie Google Maps aber da ist Maps.me viel besser. Im öffentlichen Wlans und Hotels aber schaut dir Big Brother über die Schulter und dann geht nicht viel.

Mit nem VPN über die eigene FRITZ!Box zu Hause klappts auch im WLAN.

Würde auch 12306 empfehlen allein schon um die Bearbeitungsgebühr zu sparen.

Trip ist bequemer, aber dieses vorab buchen und Trip versucht das dann einzubuchen hat bei mir noch nie funktioniert.

Generell ein Hinweis in Bezug auf den beschriebenen Betrug im Ursprungspost (den ich eben erst gelesen habe):

Wenn euch jemand betrügt, insbesondere Taxifahrer, gibt es in China eine Telefonnummer die anscheinend für alles (ja wirklich) da ist. Ich hab gerade nicht im Kopf welche das ist, aber die kennt jeder Chinese :see_no_evil_monkey::sweat_smile: und gibt auch überall Werbung dafür

Da kann man anrufen (lassen) und solche Dinge melden. In meinem Fall musste die Taxifahrerin am nächsten Tag zurück zum Hotel kommen, sich entschuldigen, die zu viel kassierten 10 RMB (Ich lasse mich wirklich nicht gern über den Tisch ziehen, mir geht’s da auch nicht ums Geld) zurückgeben und einen Aufsatz über richtiges Verhalten schreiben.

Ja, schön dass es sowas gibt.
Ich war natürlich nicht dabei, aber es stellt sich für mich die Frage, ob man den zu hohen Betrag nicht beim Bezahlvorgang bereits hätte bemerken und reklamieren können.
Ich weiß allerdings ganz sicher, dass ich wegen EUR 1,25 keine chinesische Taxifahrerin offiziell irgendwo melden (lassen) würde, wenn die mir sonst nix getan hat. Von „über‘n Tisch ziehen“ kann da ja wohl keine Rede sein.
Dir als vergleichsweise wohlhabenden Westeuropäer dürfte es auch völlig egal gewesen sein und wirtschaftlich ohne jede Bedeutung, wenn die Fahrt regulär EUR 1,25 teurer gewesen wäre.
Der beschrieben Vorgang führt bei mir zu „Fremdschämen“ oder auch neudeutsch „cringe“. :face_with_peeking_eye:

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haha da soll noch mal einer behaupten “social scoring” ist Blödsinn :wink:

Scheint zu funktionieren um den Menschen manieren beizubringen.

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Dachte mir schon, dass es auch solche Reaktionen von ganz hohen westlich-moralischen Ross geben wird.

In China gibt es nahezu 0 Verbrechen, es gibt keinen Betrug, keine Verarsche (vom Feilschen auf Märkten abgesehen). Das war ein einmaliges Erlebnis für mich als jemand der dort gelebt und gearbeitet hat und da sehr viel rumgekommen ist. Und sowas lasse ich auch nicht einreißen.

Die 10 RMB zu viel führten halt zu einem fast doppelt so hohen Preis wie er korrekt gewesen wäre. Ich hatte mich beim Bezahlen schon gewundert und nochmal nachgefragt, aber sicher wusste ich es erst als ich später nochmal die identische Fahrt gemacht hatte.

Ich finde es grundsätzlich nicht gut, wenn Touristen (oder sonstwer) abgezockt werden. Da geht’s dann auch nicht um den Geldbetrag (den wollte ich gar nicht zurückhaben, musste ihn dann aber nehmen) sondern um das Verhalten an sich und das Gefühl, damit durchzukommen.

Du hast da offensichtlich ein anderes Gerechtigkeitsempfinden als ich. Aber ich werde mich auch zukünftig - egal wie cringe das für dich ist - gegen jede Form von (versuchten) Betrug zur Wehr setzen. Ob nun an Tankstellen in Mexiko oder Chile oder bei Taxibetrügern nachts halb drei in Kasachstan oder eben in einer Provinzstadt in China.

Ist klar, dass social scoring dem „Radry“ sehr gut gefällt.
Da kann man schön die Leute erziehen.
Die größte Frage ist, was machen denn die Menschen, wenn das social scoring nicht mehr da ist.
Wer China vor der „digitalen Revolution“ kennt, er weiß dass Betrug zum Kanon der geschäftlichen Vorgänge gehörte. Im Geschäft hat kein chineser dem anderen vertraut, und man hat sich auf Geschäftsessen gegenseitig mit Alkohol nur zugeschüttet, bis man die letzten Abgründe der Geschäftspartner (und seiner) entblößt hat. Die konsequente Digitalisierung und (auch Überwachung) hat das radikal verändert. Jack Ma hat mit Ali Baba den Grundstein für das „scoring“ gelegt und den Mindset komplett verändert. Das hat die Regierung übernommen und das scoring in das geschäftliche auch übertragen. Früher haben wir viel Aufwand betrieben, um zahlsäumigen Geschäftspartner in China hinterher zu laufen. Mehr als 70% haben ihre Rechnungen nicht fristgerecht bezahlt. Ende 2019 waren es nur 30%. Aktuelle Zahlen habe ich aus meinem praktischen Leben nicht mehr.
In Singapur konntest du deine kinder von wildfremden Taxifahrern durch die Gegend kutschieren und es passiert nichts. Überall überwachung und keiner will „gecant“ werden.
In Japan hingegen benehmen sich die Menschen ohne drakonische Drohungen.
… und anfang der 90er habe in als junger Student mein Portemonnaie in der „Passerelle“ in Hannover verloren, keine so tolle Gegend. Als ich in meiner WG zurück war, wartete meine portemonnaie auf mich bereits. Der Finder hat es hingebracht und die 200 Mark nicht angerührt.

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Führt das nicht etwas sehr am ursprünglichen Thema vorbei?

Ja das tut es, Simon. Sorry.
Manchmal ist es aber nicht verkehrt zu hinterfragen/wissen, was hinter den gesellschaftlichen Ausprägungen der Kulturen steckt.

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Was macht man in Datong, warum hast Du es besucht?

Ich hab jetzt mal geguckt was ich da gebucht habe: Es ist das
The Orchid Hotel - Old Town & Drum Tower - Der gleiche Stil. Ich merke mir Deinen Vorschlag dennoch, sollte ich mit dem Verschieben der Daten Probleme haben, da die ganze China-Tour wegen dem Konflikt Kambodscha/Thailand noch länger als geplant wird.

Nun bin auch etwas überfordert mit der Menge an Infos was man in dieser Zeit sinnvollerweise in die Route reinnimmt . Letztendlich werden wir zwei Monate durch’s Land tingeln und ich benötige Ideen. Wenn jemand also Lust hat Empfehlungen abzugeben - Immer her damit

Wir werden in HKG die Runde starten. Wir kennen HKG von zwei Besuchen je eine Woche. Was auf der Bucketlist „übrig“ blieb ist das Pferderennen im Happy Valley. Nur deshalb würden wir in HKG 3N bleiben.
Danach sollte es nach Shenzhen gehen:
Hat jemand Hotelempfehlungen? Wie viele Tage wären gut dort zu bleiben?

Wir hatten nur einen guten 3/4 Tag für Datong und haben die Grotten (grandios!!!) sowie alles in Datong besucht.

Informative Seite:

https://www.chinadiscovery.com/datong-tours/things-to-do.html

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Wie viel Zeit würdest Du einplanen, wenn Du genug Zeit hättest

Mit 2 Nächten in Datong sollte es passen. Entspannter (mit noch mehr Zeit) geht (bekanntlich) immer…

Datong city ist 1/2 Tag, die Grotten ebenso. Der Ausflug in die Klöster, den wir nicht geschafft haben, bietet viele Anbieter (und sogar die DiDi-Fahrer fragen/bieten sich an) als Kombi mit den Grotten.

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