Meine Frau und ich möchten unsere Flitterwochen in Sansibar verbringen. Nun haben wir evtl. ein Problem und zwar die Gelbfieberimpfung. Meine Frau hat MS und kann sich gegen Gelbfieber nicht impfen lassen.
Wir würde zu einem reisemedizinischen Arzt gehen und ihr ein Attest holen, dass Sie sich nicht impfen lassen kann.
Ich habe bereits folgendes beim auswärtigen Amt und ein Zertifikat aus der Botschaft Tansania gelesen.
Eine Gelbfieberimpfung ist aus Deutschland keine Pflicht wird aber empfohlen da die Behörden in Sansibar selber entscheiden.
Das medizinische Attest wird von den Behörden in Sansibar nicht annerkannt.
Desweiteren habe ich gelesen, dass manche Urlauber am Flughafen probleme bei der Einreise hatten weil Sie keine Gelbfieberimpfung hatten.
Wir sind sehr verwirrt was den jetzt nun gilt. Gibt es jemanden in dem Forum der vor kurzem erst in Sansibar war? Kann uns jemand beruhigen und uns auf den aktuellen Stand bringen.
Für eure Antworten sind wir euch vom Herzen dankbar.
Kontrolliert oder bei der Immigration danach gefragt wurde ich auf meiner letzten Reise von D nach Tansania nicht. Wenn Du nicht direkt aus einem Risikoland einreist in dem Du Dich vorher aufgehalten hast, brauchst Du auch keine Impfung gegen Gelbfieber für Sansibar.
Als ich vor vielen vielen Monden mal dort war, wurde ich m.W.n. auch nicht gefragt.
Bedenkt zudem, dass Sansibar so eine Art autonome Region ist. Was in Tansania akzeptiert ist, wird mitunter anders betrachtet in Sansibar und umgekehrt. Es gibt auch eine separate Einreisekontrolle auf Sansibar, selbst wenn man direkt aus Tansania kommt und dort schon eingereist ist.
Zudem gibt es einen Unterschied zwischen Flug bzw. Boot Richtung Sansibar. Es gibt glaub ich nochmal zusätzliche Einreiseformalitäten bei der Bootsreise zu absolvieren, die es bei Flügen zwischen Dar und Stone Town nicht gibt. Also potentiell eine andere Stolperfalle, die man im Hinterkopf behalten sollte.
Ein gewisses Risiko ist immer und überall gegeben, egal was man tut.
Sansibar gehört immer noch zu Tansania. Wenn das auswärtige Amt schreibt, dass man keine Impfung gegen Gelbfieber braucht, wenn man von D direkt nach Tansania einreist, auf welche Aussage sollte man sich dann noch verlassen können? Wenn man das Risiko vermeiden will ohne Impfung gegen Gelbfieber in ein Land zu reisen, weil man sonst dort Schwierigkeiten bekommen könnte, muss man zu Hause bleiben.
Man könnte natürlich auch das lesen, was das Gesundheitsministerium Sansibars in einer offiziellen Stellungnahme veröffentlicht hat und sich die ganzen unangebrachten Spekulationen hier schenken…
Es überrascht immer wieder, wer sich hier alles beflissen fühlt, Kommentare abzugeben, die jeglicher faktischen Grundlage entbehren.
War 2018(?) dort und erinnere mich lebhaft an die lange Schlange in Sansibar zur Passkontrolle. Flug von und nach Dar. Und eine schnelle Google-Suche hat mir das eben auch erzählt.
Aber kann natürlich gut sein, dass sich das mittlerweile geändert hat. Alle unseren Erfahrungen sind ja z.T. nicht die aktuellsten.
Hab auch einen Freund, der dort wohnt. Er meinte Einreise per Boot ist unterhaltsamer, aber aufwendiger wegen zusätzlicher Formalien, und einen Stempel gibt es wohl auch im Pass von Sansibar. Aber wie gesagt 2018…
Danke, für das offizielle Dokument der Regierung von Sansibar zu diesem Thema, und was habe ich anders geschrieben? Ich habe nur das wiedergegeben was das auswärtige Amt dazu schreibt und nichts dergleichen spekuliert oder dazuinterpretiert. Meine Aussagen kann jeder selber auf der Seite vom aA nachlesen, dafür brauche ich mich hier nicht beflissen zu fühlen faktische Grundlagen zu entbehren.
Abgesehen davon ist das Dokument von 2018. Die Seite vom aA immer aktuell! Daher bin ich mit Verlinkungen hier im Forum immer vorsichtig.
Genau. Und deshalb sollte mein Post Deine Aussage auch eher unterstützen (nämlich offizielle Veröffentlichungen heranzuziehen statt zu spekulieren) und die enthaltene Kritik richtete sich gar nicht gegen Dich.
Just for the records: Das ist mir auch aufgefallen, allerdings ist dieses Dokument auch heute noch bei den Informationen des Auswärtigen Amts verlinkt, weshalb davon auszugehen ist, dass man auch auf offizieller Seite davon ausgeht, dass es noch Gültigkeit hat.
Hallo Mike! Vielen lieben Dank für deine Nachricht. Bevor ich mich in diesem Forum angemeldet habe habe ich selbstverständlich selber recherchiert.
Ich habe auch das Dokument vom Auswärtigenamt gefunden. Anschließend habe ich noch ein Dokument von der Botschaft Tansania gefunden. Also bevor ich mir andere Meinungen einhole recherchiere ich selbst.
Dennoch war ich mir unsicher weil gewisse Leute im Internet der meinung sind mir fehlinformationen geben zu müssen oder ich gelesen habe das einige Menschen probleme am Flughafen hatten.
Wir würden ein Direktflug von Deutschland nach Sansibar nehmen. Werden aber auch zu einen reisemedizinischen Arzt vorher gehen die Situation abklären.
Danke das du uns geantwortet hast. Ich habe mich an dieses Forum gewendet weil ich einfach Angst um meine Frau habe.
Auf jeden Fall braucht Ihr Euch um die Gelbfieberimpfung keine Sorgen zu machen. Soviel konnten wir ja immerhin hier in der Diskussion klären.
Der Besuch bei einem Tropenmediziner kann trotzdem nicht schaden, da für Sansibar u.U. das Thema Malariaprophylaxe auch noch im Raum steht.
Als ich dorthin gereist bin hatte mir der Arzt mitgeteilt, dass das bloße Mitführen der Malariamedikamente als Notfallmedikation nicht empfohlen ist, weil zu riskant, sondern dass man die Prophylaxe tatsächlich durchführen sollte (bereits zu Hause beginnen).
Wir haben damals dann nach der Reise schlussgefolgert, dass es die Sache auf keinen Fall wert ist und allenfalls in Kombination mit einer Safari auf dem Festland sinnvoll ist.
Es gibt zig wundervolle tropische Inseln auf der Welt, die einen halbwegs sorgenfreien Aufenthalt versprechen, ohne dass man sich mit diesen Herausforderungen konfrontiert sieht. In meinen Augen lohnt Sansibar als eigenes und alleiniges Reiseziel in der Region nicht.
Allerdings war oben zu lesen, dass bspw. @Emmanuel schon mehrfach dorthin gereist ist, vielleicht hat der ja positivere Erfahrungen gemacht und kann Sansibar für Flitterwochen empfehlen.
Ich würde tatsächlich abraten, insbesondere in Anbetracht der medizinischen Herausforderungen für Deine Frau.
eine Malariaprophylaxe im Vorfeld zu machen lohnt erst, wenn man mehr als 2 Wochen sich in einem Land befindet wo diese nötig ist. Außer man verbringt die 2 Wochen durchgehend nur im Dschungel dann würde ich sie vielleicht auch im Vorfeld machen.
Grund: bis die Krankheit ausbricht, sitzt man schon wieder im Flieger zurück. Daher ist das Mitführen von Malariamedikamente als Notfallmedikation immer noch die einfachere und gesündere Variante für den Körper.
Das ist Deine Meinung. Es gibt auch andere Meinungen.
Dass die Krankheit u.U. erst ausbricht, wenn man schon wieder zu Hause ist, ist aber bei den Überlegungen irrelevant, da die Prophylaxe ja verhindern soll, dass sie überhaupt ausbricht. Und nur weil man dann schon wieder zu Hause ist, ist der Ausbruch ja nicht weniger gefährlich.
Zu diesem Thema gibt es wirklich heiße Diskussionen, denn es ist natürlich unbestritten zunächst einmal „gesünder“, dem Körper die Prophylaxe nicht zuzumuten.
Deshalb würde ich ja auch jemandem raten, der ohnehin medizinisch vorbelastet ist, ein Reiseziel zu wählen, bei dem man sich mit solchen Überlegungen nicht rumschlagen muss.
Ja, das ist meine Meinung, Erfahrung und die von meinem Arzt.
Die beste Methode sich wärend seines 2 wöchigen Urlaubes gegen Malaria zu schützen ist immer noch ein Moskitonetz für die Nacht und ein gutes Insektenschutzmittel.
Jeder der schonmal eine solche Prophylaxe gemacht hat, weiß vielleicht wie anstregend solche für den Körper sein kann. Dann überlegt man sich es bei seinem nächsten Urlaub gut ob man nochmal eine Prophylaxe macht oder lieber zu einfacheren Methoden greift.
Letzten Endes muss das aber natürlich jeder für sich selbst entscheiden was er seinem Körper antut.
Wie gesagt: Es gibt auch andere Meinungen. Ich hatte für meine Reise damals eine andere ärztliche Empfehlung (vom renommierten BNI in Hamburg). Z.T. variieren solche Empfehlungen auch je nach Jahreszeit und eigener medizinischer Prädisposition.
Die Empfehlung, die man selber für seine Reise bekommen hat, ist nicht unbedingt 1:1 für andere übertragbar.
Aber ja, Expositionsprophylaxe ist immer noch der beste Schutz.
Alternativ dazu, kann ich mir natürlich ein (auch tropisches) Reiseziel suchen, bei dem dieses Risiko in dieser Form nicht besteht.
Und um das auch noch gleich vorwegzunehmen: Risikolose Reisen gibt es nicht…
Im Grunde, wenn man sich mal die Risikoweltkarte anschaut wo die Inzidenzen von Malaria sehr hoch sind, würde ich meinen Urlaub in so einem Land sowieso nicht lange verbringen wollen. In den beliebten touristischen Gebieten wie Tansania oder Madagaskar, verbringen die meisten Touristen oftmals sowieso länger wo eine Prophylaxe vielleicht dann schon sinn machen könnte. Aber das muss jeder wie gesagt für sich entscheiden und kann man so nicht auf einen (2Wochen) Zeitraum verallgemeinern.
Deshalb schreiben CapitalMike und ich auch hier nicht mehr weiter. Wenn Du damit aber wieder anfangen möchtest überlege Dir gut ob das zur Überschrift passt