Auch wenn ich nicht bei einer Fluggesellschaft arbeite, so ist das Thema Risikomanagement mir nicht unvertraut.
Ich gebe @Emmanuel recht, jeder Anbieter ( also jemand der einem anderen etwas anbietet, egal ob ein Platz im Flieger, ein Handy etc) muss seine Kosten betrachten. Es gibt die bekannten (Fix Kosten) und variable bzw. Unbekannte Kosten.
Um gerade die variablen bzw. Unbekannte Kosten aber zu berechnen werden meisten Risiken mit Etwaigen Kosten, Wahrscheinlichkeiten berechnet und etwaige Ableitungen daraus in die Gesamtkosten einberechnet.
Wenn ein LH x Flugzeuge hat und y als Reserve so ist das Risikomanagement. Denn niemand kann 100% Verfügbarkeit garantieren. Eine LH (oder jeder andere Anbieter) muss also abwägen wie hoch die Kosten sind für eine „rumstehende“ Reserve-Maschine oder das Risiko das genau eine entsprechende Maschine ausfällt und dann eine Anzahl Passagiere (z) dann umgebucht, Hotel oder Strafe zahlen muss.
Das bedeutet, jeder Airline wird berechnen was ist die entsprechende Wahrscheinlichkeit und die Kosten und leitet damit einen Risikoaufschlag ab den der Passagier bezahlen muss.
Das macht aus meiner Sicht jedes Unternehmen das mir variablen, unbekannten Zahlen agieren muss. Alles andere wäre wirtschaftlich nicht tragbar und würde am Ende zur Pleite führen.
Und Ergo: umso besser der Schutz der Passagiere, umso teurer wird es auch. Canada und USA haben andere Regelungen die einiges was EU261 betrifft ausgeschlossen hat. Von Asiatischen Airlines ist mir gar nichts bekannt. Da saß ich in Jakarta, Flug storniert (Vulkan) und Airline sagt: Pech für dich. Wir erstatten das Geld, aber wie du nach Hause kommst, wann und wo du übernachtest ist dein Problem