Wirklich unfassbar sowas. Wenn diese Situation bekannt ist und nicht urplötzlich im operativen Tagesgeschäft auftaucht, müsste doch der Flugplan formal angepasst werden.
Und wir hatten gedacht, bis zu 7 Stunden Nachtflug im Campingstuhl sei schon die größte Folter, die man sich mit einer solchen Buchung antun kann. Anscheinend WEIT gefehlt. Da geht ofensichtlich noch VIEL mehr…..![]()
Was kann den EW dafür? Das Hauptproblem ist nicht der Tankstop welcher maximal ärgerlich ist, sondern mal wieder das Nachtlandeverbot…wo man für 500km nochmal so lang braucht wie für 6000km Flugstrecke ![]()
Könne man an die Gegebenheiten sicher anpassen…aber gegen die Lobbys macht man sich keine Freunde
Hier ist aber nicht das, sehr wohl bekannte, Nachtflugverbot Schuld. Wie @CapitalMike sagt: weder der Tankstopp noch das Nachtflugverbot treten plötzlich auf, vllt beim aller ersten Rerouting. Danach ist eine bewusste Planung von EW.
Natürlich kann man den Flugplan ändern, aber das zieht einen Rattenschwanz mit sich welcher mindestens kurzfristig teils erhebliche Änderungen für andere Passagiere mit sich bringt.
Es gilt in der Zeit wo man darf das maximale rauszuholen, und so wird auch der Flugplan entworfen. Kenne ich von der Arbeit wo kleine organisatorische Änderungen den Tagesplan durcheinander bringen. Um dem entgegen zu wirken braucht es Flexibilität und keine starren Vorgaben (Leider zu spät nun geht’s nach CGN statt BER usw)
Ja bei den Eurowings-Flügen nach bzw. von Dubai gibt es derzeit erkennbare operative Probleme
Also Möglichkeiten, die auch andere Fluggesellschaften nutzen, gäbe es schon zB
In einem Wetlease-Modell mietet Eurowings Flugzeuge inklusive Crew, Wartung und Versicherung von einem Drittanbieter.
Gerade wegen der längeren Flugzeiten und gelegentlichen Umleitungen ist ein zusätzlicher Pool an Kapazitäten wichtig. Wenn Eurowings nicht passende eigene Flugzeuge hat, kann ein Wetlease-Partner (zb High Fly) den stabilen Betrieb sichern.
Den Zeitplan kann und sollte man anpassen, und zwar gezielt. Das ist sogar eine der wirksamsten operativen Stellschrauben, um die aktuellen Dubai-Probleme bei Eurowings zu entschärfen. Entscheidend ist wie man ihn anpasst.
Abflugzeiten verschieben
Starke Gegenwinde, Hitze in DXB und enge Nacht-Slots führen zu höherem Fuel-Burn und Verspätungen.
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Abflug aus Europa früher am Tag
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Rückflug aus DXB später in der Nacht oder sehr früh morgens.
Blockzeiten bewusst verlängern (Schedule Padding)
Der aktuelle Flugplan ist oft zu optimistisch kalkuliert.
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Blockzeiten realistisch um 20–40 Minuten erhöhen
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Anschlussketten entzerren
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Reservezeiten für ATC-Delays einplanen
Frequenzen reduzieren, Stabilität erhöhen
Problem: Zu viele Umläufe mit knapper Ressourcendeckung.
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Statt z. B. 7/7 Flügen → 5/7 Flüge
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Dafür:
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bessere Reserveflugzeuge
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stabilere Crews
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weniger Kettenreaktion
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- Rotationen trennen (Dubai nicht als Durchläufer
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Dedicated Aircraft / Crew nur für DXB
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Kein Anschluss an verspätungsanfällige Kurzstrecken
Was ist das denn für eine Argumentation? Die Nachtflugregeln sind nunmal so wie sie sind (und wenn wir in den Einflug- oder Ausflugschneisen wohnen würden, würden wir sie wahrscheinlich auch anders bewerten, als lediglich als betroffene Passagiere). Ohne dass ich das inhaltlich genau geprüft hätte, aber wenn EW weiß, dass die Flüge momentan nicht nach Flugplan durchfühbar sind, diesen aber trotzdem nicht anpasst, weil es anscheinend billiger ist, zwei Busse nachts fahren zu lassen, dann ist das grob fahrlässig und ich kann nur hoffen, dass sie in Entschädigungsforderungen untergehen!
Ich denke das Problem liegt hier wohl eher an der Grundidee mit A320ern so eine Strecke zu fliegen, die eben nunmal an der Reichweitengrenze der Maschinen liegt.
Warum das so ist? Ich vermute Profitoptimierung. Nun muss aber ein Umweg geflogen werden - aufgrund der politischen Lage- das sorgt für die Notwendigkeit des Tankstops und schon scheitert das ganze Konzept.
Da gibt es vermutlich auch keine schnelle Lösung, außer beten, dass es so oft es geht doch gut geht.
„Et hätt noch immer jut jegange“
Jetzt alle Flugzeiten mal eben anpassen ist ein netter Gedanke, aber umsetzbar wohl eher nicht. Auch in Dubai werden die Slots einem nicht nachgeworfen werden. Gleiches gilt für die jeweiligen Ankunftsslots.
Ich fürchte da wird man erst mit dem neuen Flugplan anpassen können und wenn bis dahin das Grundproblem (zu weite Route) noch besteht, wird man die Strecken wohl eher ganz streichen, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das mit dem Tankstop lohnt- insbesondere eben genau weil alles auf Kante genäht bzw. eben ertragsoptimiert ist.
Andere Flieger im Wetlease kriegt man vermutlich auch nicht von heute auf morgen- zumindest nicht für die 5-6 Routen die hier betroffen sind- könnte ich mir vorstellen und Maschinen die die nötige Reichweite haben, hat EW nicht außer den 319ern und die sind denke ich von der Kapazität nix und in der Gruppe sind auch keine übrig.
Sie werden dann zukünftig vermutlich mit den 7M8 fliegen ab nächstes Jahr dann, denke ich.
Mag sein, aber andere Fluggesellschaften schaffen es ja auch, mir relativ kurzfristig einen geänderten Flugplan zuzuschicken, wenn es Unregelmäßigkeiten gibt. Mit mir in DXB/DWC loszufliegen, obwohl ihnen klar ist, dass sie mit mir gar nicht nach BER fliegen können, ist schon eine Zumutung und da möchte ich schon vorher entscheiden, ob ich da überhaupt mit will.
Aber wie gesagt, wird schon billiger sein, als einen Großteil der Passagiere der auf sowas keine Lust hat, auf andere Airlines umzubuchen.
Deshalb sagt man vorher erstmal nix und fliegt erst mal los. Dafür alleine würde ich sie bis zum letzten Buchstaben der EU Verordnung mit Dr. B. oder Kollegen jagen….
Freiwillig zahlen werden die nicht, das muss man aber einfordern mit Argumentation von operativer Unfähigkeit. Die werden natürlich sagen Nachflugverbot ist höhere Gewalt, braucht wahrscheinlich am Schluss den Anwalt.
So wie ich das verstanden habe ist das eine Frage der Windverhältnisse.
Manchmal reicht der Sprit wohl dann doch. Also wissen sie es auch erst recht kurz vorher.
Wenn sie dir also drei Stunden vor Abflug sagen heute geht’s nur nach Köln ist es auch etwas spät dann.
Ich bin im Herbst 2024 geflogen und da ging es wegen Nahost auch schon über Ägypten und Saudi Arabien - von daher kommt das ganze sicher nicht überraschend.
Meine Flugstatistik sagt:
WAW - DXB LO121 737 Max 5286km, 6:07h
DWC - CGN EW1165 A320 (weiß nicht genau welcher) 5508 km, 7:34h
Von daher können sie sich sicher nicht einfach auf das Wetter berufen, sondern ist schlichtweg der falsche Flieger für das Ziel.
Nö, finde ich nicht. Dann würde ich eben drei Stunden vorher, oder zur Not sogar auch nur eine Stunde vorher bereits am Flughafen sagen, dass ich da nicht mit will und lieber auf eine Alternative umgebucht werden möchte.
Fast alles ist besser, als so eine Tortur nach 8-9 Stunden im Schmalrumpf (mit Tankstopp) dann noch nachts stundenlang mit dem Bus nach Berlin.
Ich musste mal wegen Nebel von MHG nach FKB ausweichen und das hat mir komplett gereicht an „Busersatzverkehr“. Wenn sowas vorher absehbar ist: Nein Danke.
Ich hatte auch mal eine Diversion auf dem letzten Flug von CDG nach TXL nach SXF (kurioserweise galt damals keine Nachtflugverbot in SXF). Selbst da hatte AF es ermöglicht, wieder auszusteigen, wenn man das nicht wollte (musste sowieso nachgetankt werden und so, hat alles ohnehin dann gedauert und wir sind gegen 01:30 in SXF angekommen. Ist aber glaube ist keiner ausgestiegen, aber die Möglichkeit bestand.)
Ja und zwar von vornherein…Argumentieren wird man aber mit a) Krieg B) Wind.
Die Anwälte dürfen sich freuen.
Ich glaube nicht, dass in der Fliegerei Wind als „außergewöhnlicher Umstand“ eingestuft werden kann, zumal es sich ja wohl hier noch nicht einmal um richtige Unwetter in dem Sinne, sondern eher um den winterlichen Jetstream handelt.
Und das geopolitische Umfeld des Zielflughafens ist auch bekannt.
Fazit, wie oben bereits schlussgefolgert: falscher Flieger für diese Route und das hat EW zu verantworten und nicht der Passagier.
eben - der Flieger muss ja genug Reserven für Warteschleifen etc. haben. Starker Schneefall oder Nebel der die Landung verhindert geht ja, oder wenn man man einen Hurrikan umfliegen muss - aber Wind?! Dann müsste ja jeder Flieger nach Nordamerika in Island tanken.
Und zur weiteren Erheiterung: gestern ging es nach Dresden
Als absolutes Minimum müsste man den Leuten umbuchen auf andere Airlines ermöglichen (selbst innerhalb LH Group ginge das ja mit LH/LX).
Wirklich unfassbar. Das ging ja dann noch weiter nach BER, insofern „blaues Auge“, aber das lässt schon tief blicken, wenn man nach 07:34 Flugzeit wegen Sprit in Dresden runter muss und es nicht mehr nach Berlin schafft, ohne nachzutanken. Ohne Worte.
Oder wie der Berliner so treffend sagt:
- „Dit is auf Kante jenäht, mehr jeht nich.“

Bin Exil-Hamburger….