Beim einsteigen. Wurde hier schon öfters berichtet. In letzter Zeit wiegt LH das Handgepäck beim Boarding.
Bei EW wird akribisch und bei LX sporadisch kontrolliert. Bei der LH habe ich das aber noch nie gesehen. Dort erlebe ich nur immer Chaos beim Boarding wegen zu viel Handgepäck
Das ist allerdings alles andere als flächendeckend und stellt einen Zielkonflikt mit der Einsparung von Personal an den Gates dar.
Kann mir mal jemand sagen, wie das Handgepäck denn ohne massive Verzögerungen beim Boarding kontrolliert werden soll?
Wenn ich z.B. SEN bin und den personal Item Tarif gebucht habe, bin ich boarding Gruppe 2 und scanne im reader einfach mein Mobile QR code. Das Einsteigen geht ja zügig, wollen die dann jetzt einzeln kontrollieren? Oder einfach darauf hoffen, dass die Leute ehrlich sind? Auf gewissen Flügen ist ja gefühlt der halbe Flieger Gruppe 2.
Bei Easy Jet ist das insofern gelöst, dass wenn ich Handgepäck dazubuche, ich automatisch Speedy Bosrding bekomme.
Die Speedy Boarding line ist dann mit Handgepäck und die normale Boarding line mit personal item. Schön nach Linie getrennt und das boarden ist zügig und ohne Diskussionen.
Das bringt doch LH nie hin, ich sehe schon Abflugverzögerungen wegen zulangen Einsteigen-Prozess.
Das ist nicht durchdacht.
Würde ja ein konsistentes Bild der LH abgeben.
Auch gutes Timing kurz nachdem die Verbraucherzentrale Bundesverband genau wegen solcher Praktiken (Angebot eines Tarifs, der nur ein Personal Item enthält) sich etliche Airlines vorgenommen hat (da können die LH gleich mit auf ihre Liste der Billigairlines mit rein nehmen).
Erst letzten Monat haben sie ein erstes (Versäumnis)Urteil gegen vueling erhalten. Da ist aber natürlich das letzte Wort noch nicht gesprochen.
Von Solmecke gibt’s auch ein aktuelles Video dazu, wenn man sich seine Aussprache von vueling und (wie sagt man neudeutsch) etwas cringen Kommentare antun möchte:
Zum Beispiel so wie es jetzt andere Airlines, unter anderem LCC, auch machen: Während man beim boarding ansteht bzw. bevor das Boarding losgeht kontrollieren Mitarbeiter ob man Handgepäck inkludiert hat oder nicht und markieren das Gepäck dann (sticker, anhänger, markierung am boarding pass usw). Offensichtlich zu große Stücke werden dann auch schon aussortiert.
Hat meiner Erfahrung nach bisher ohne Verzögerung funktioniert.
Man muss das rad nicht neu erfinden.
Tja schwierig. Man kann natürlich solche Buchungen (ohne Status) in Boarding Group 6 verfrachten aber es wird ja immer Nachzügler aus vorangegangenen Boarding Gruppen geben, die wiederum Gepäck mitnehmen dürfen, was die Sache dann doch unübersichtlich macht.
Debundling fand und finde ich extrem schlimm. Das hat letztlich in den letzten 1-2 Jahrzehnten das Flugerlebnis insgesamt sehr negativ beeinflusst. Und ich bin jedesmal wieder perplex, dass es Leute gibt, die das gut finden und verteidigen. Vielleicht sind das dieselben Leute, die im Restaurant die Tischdecke und den Kerzenständer abbestellen würden, wenn das Essen dadurch 5 Euro billiger wird („Ich bezahle nur für das, was ich brauche“…).
Dann warte ich einfach in der Lounge bis boarding startet und laufe dann gleich zügig durch.
Die Leute sind erfinderisch, nicht vergessen.
Mal sehen wie das in der Praxis funktioniert. In FRA ist beim boarden schon genügend Chaos angesagt.
Und was dann? Dann stehst du beim boarding und hast keinen Marker auf dem Gepäck. Spätestens dann wird es kontrolliert.
Dann wird auch die LH erfinderisch: Dann schließt halt das Gate zukünftig 5min eher. Dann hat man noch 5min mehr Zeit zum abkassieren der kurz vor knapp ankommenden Passagiere.
Und nicht vergessen: Gold Kunden haben ja wieder mehr frei aber nur wenn Miles and more Nummer schon in der Buchung ist.
Bei Ryanair und Co. sind die Agents aber auch frühzeitig am Gate und die Abläufe proaktiv auf Effizienz getrimmt. LCC wollen kurze Standzeiten, hohe Pünktlichkeit und sicherlich auch den einen oder anderen Extra-Euro aus den „Strafgebühren“. Dafür braucht man Personal. LH spart traditionell bei den Gate Agents und die Abläufe sind und waren schon immer extrem passiv, alles schön eins nach dem anderen.
Ich glaube nicht, dass LH das Handgepäck flächendeckend kontrollieren wird. Dafür sind die zu schluffig.
Glauben ist nix, wissen ist alles. Es wird auch nicht flächendeckend kontrolliert wer ohne Fahrkarte Bahn fährt. Wenn sie dich kontaktieren, zahlst du. Hab ich letztens in Amsterdam gesehen, die Kollegin von Gate ist mit dem Trolli Messgerätewagen durchs wartende Publikum gezogen und hat jeden kontrolliert. Passt dein Handgepäck nicht rein, zahlst du.
Lufthansa muss sich irgendwann mal entscheiden, ob sie nationaler 5 Sterne Flieger sein / werden wollen (was sie aktuell nicht sind) oder doch lieber mit den Billigfliegern (Aufpreis fürs Handgepäck) wie Easyjet oder Ryanair konkurrieren wollen. Beides geht nicht. Ich rate vom Billigflieger Image ab und bin gerne bereit für Service „meiner deutschen Lufthansa“ mehr zu zahlen, aber nicht für weniger Service zu hohen Preisen gepaart mit Unzuverlässigkeit (wegen den unverschämten Gewerkschaften und dem Ökotrip der LH (wir sind immer noch deutlich unter dem Flugangebot von 2019 )). Wenn ich vom Nürnberg fliegen will, habe ich die Wahl zwischen Bus nach München oder unsichere Flugverbindung nach Frankfurt, die mal schnell in der noch unzuverlässigen Bahn landen kann. Eigenartig ist, das Swiss Air guten Service zu nicht schlechteren Preis bietet und dabei noch zuverlässiger ist ( liegt wohl an den fehlenden Gewerkschaften). Die Schweiz war mir bisher auch nicht als Billiglohnland bekannt. Es geht also. Aber danke an LH, ihr habt den Direktflug von NUE nach ZRH den Klimaklebern geopfert und nun muss man Bus oder Zug in Deutschland fahren, um mit euch in die Welt zu fliegen. Das mache ich dann doch künftig lieber mit den Asiaten oder Arabern. Liebes LH Management, lieber Herr Spohr, denkt mal darüber nach. Ja die Gewerkschaft hat keinen Anstand, aber ihr (und die Gewerkschaft) habt die Kunden aus dem Augen verloren.
Die LH will weder 5 Sterne noch LCC noch beides sein.
Die wollen einfach möglichst profitabel sein.
Simpel as that.
Kunden kaufen vielleicht doch eher Produkte, die sie verstehen. Und genau an den Punkt „was will lh eigentlich sein“ fällt mir das schwer.
Ich finde, dass sowohl Austrian als auch swiss das deutlich besser hinbekommen. (Von Aegean mal ganz zu schweigen. Und selbst eine KLM verstehe ich gefühlt besser.)
Ich glaube zu überschätzt den durchschnittlichen Passagier. Der will einfach nur möglichst billig oder möglichst komfortabel ans Ziel kommen, egal ob ein Kranich oder etwas anderes am Flugzeug klebt.
Austrian ist außerdem um nichts besser als LH. Die sind knapp über LCC. Auf Langstrecken (zumindest in Eco) deutlich unter LH. Austrian hat nicht mal A350 sondern nur uralte 777er. Bin beides geflogen und würde jedes mal den LH A350 bevorzugen. Nicht nur wegen dem Flugzeug sondern auch wegen dem besseren Service. Aber das schweift jetzt zu weit aus, hier geht’s um Kurzstrecke.
Exakt auf der Europa Strecke würde ich Austrian und Swiss Business gegenüber LH immer bevorzugen, deutlich besseres Catering und pünktlich, verlässlich.
Klar sind die Sitze quasi gleich oll.
Bei Eco tun sich alle nichts, aber bei LH bringt die Business gefühlt deutlich weniger Unterschied.
was für ein Hohn “preisbewusste Kunden die auf Tagesreisen kein Handgepäck benötigen” - verlogenes Pack!