“Nach BILD-Informationen mussten nicht nur die Passagiere mit Ziel Kopenhagen, sondern auch weitere Passagiere der Lufthansa-Flüge nach Singapur und Danzig sowie zweier Air-Dolomiti-Flüge nach Graz und Venedig die Nacht auf dem Rollfeld im Flieger verbringen. Insgesamt waren rund 500 Menschen betroffen, teilt Lufthansa mit.”
Was sagt ihr dazu? Das ist doch eine unverschämte Zumutung!! Unglaublich was den Passagieren hier passiert. Bei einem Notfall oder Brand hätte man die Passagiere auch im Flugzeug sitzen gelassen? Wohl kaum.
Auf was hat man in so einem Fall überhaupt Anspruch?
Krass!!! Da bin ich ja mal gespannt, was da rauskommt. Ich hab ja von der Gesetzeslage diesbzgl. absolut keine Ahnung, aber das grenzt ja schon an Nötigung und fahrlässiger Körperverletzung (Kälte, Ernährung, “Erholung”).
Keine Busse = zu Fuß war auch mein erster Gedanke…
Das der Kapitän es geschafft hat, die Leute unter Kontrolle zu halten, grenzt schon an ein Wunder. Ich hätte die BuPo gerufen, notfalls wegen Notlage, die es ja eindeutig ist, die Türen geöffnet und auf den Rutschen runter. Dann wäre spätestens Feuerwehr und Co. gekommen. MUC hat vor allem 24h Bereitschaft für Notfälle, das da keiner mehr da gewesen sein soll, hate ich für ein Märchen.
Dito. Wundert mich eh… da hätte ich vielleicht auch plötzlich einen medizinischen Notfall gehabt und schon wäre man da raus.
Und hätte man nicht einfach zum Terminal fahren können, entweder ist ein Gate frei (oder wird frei gemacht) oder zumindest 15m zu Fuß wäre sicher drinne gewesen.
Ist das der neue Ultra Basic Tarif der LH? Aber Spass bei Seite: Das als „Unannehmlichkeit“ abzustellen ist absurd. Das hat hoffentlich ernsthafte Konsequenzen für den MUC und LH. Aber was mach ich mir vor…. wird versucht werden als „upsi“ unter den Teppich zu kehren.
Das kann ja wohl nur ein schlechter Scherz sein. Ich hoffe es gibt Konsquenzen für die verantwortliche Person(en). Kein Bus verfügbar? Wie lächerlich, dann müssen sie einen Busfahrer eben aufwecken und zurück zum Flughafen bringen.
Wundert mich, dass keiner der Passagiere ausgerastet ist.
So etwas gab es vor Jahren auch schon hin und wieder mal. Ich glaube es waren damals Ryanair oder easyJet (oder beide). Die Passagiere wurden da auch stundenlang auf dem Rollfeld im Flugzeug festgehalten weil die Airline zusätzliche Kosten (durch erneute Gatebenutzung oder so) vermeiden wollte.
Passagiere haben dann die Polizei gerufen die auch gekommen ist und die Türen öffnen ließ und den Ausstieg ermöglichte.
Spannend wird das ganze Zeit ja auch im Hinblick auf Arbeits- und Ruhezeiten. Sehr fraglich, ob es (logischerweise) irgendwann völlig übermüdeten und strapazierten Crews zuzutrauen ist insgesamt 500 Passagiere in Schach zu halten. Wohl kaum.
Bin gespannt was hier noch alles zum Vorschein kommt.
Ich hoffe, dass ausreichend Personen mit Rechtsschutz an Bord waren und eine Sammelklage wegen Freiheitsberaubung und Nötigung anstrengen.
Es muss ja irgendjemand formal für diese Situation zur Rechenschaft gezogen werden können.
Gefährliche Idee. Am Ende hättest Du womöglich noch die Kosten für den Notfall Einsatz am Hals, wegen unbefugter Aktivierung der Notfallausrüstung.
So eine neue Rutsche soll ja auch recht teuer sein…
Abgesehen davon, dürften die Türen doch gar nicht „in Flight“ gewesen sein, oder?
Auch wenn die “Idee” “gefährlich” ist, ich persönlich hätte zu 100% es mir nicht gefallen lassen. Bundespolizei und Polizei hätten alle paar Minuten ein Anruf gehabt. Für mich ist es Freiheitsberaubung vom feinsten! Erste Amtshandlung wäre mehrere Anzeigen vom mir, egal was für ein Ärger ich hätte.
Meiner Meinung nach sollte jeder Passagier LH und den Flughafen anzeigen und verklagen!
Das sehe ich im Prinzip genauso.
Allerdings würde ich mich das ohne Rechtsschutz nicht unbedingt trauen.
Wer weiß auf welche „außergewöhnlichen Umstände“ das im Verfahren gedreht wird mit Begründung warum diese oder jene Partei keine Schuld hat.
Der Vorteil ist, das rechtlich gar nicht exakt festgelegt ist, was ein Notfall tatsächlich auf dem Rollfeld definiert. Somit wäre ich das Risiko nach aktiver Ansprache an die Crew eingegangen.
Kann man schon machen, ist ja Strafrecht. Da gibt es Anzeige und die Polizei muss schon allein von Amts wegen ermitteln. Da hast Du keine Kosten mit. Nur, wenn Du zivilrechtliche Ansprüche machen möchtest wie Schadensersatz o.ä., da brauchst Du Rechtschutz.
Wobei ich das strafrechtliche schwierig sehe, man kann ja strafrechtlich nicht gegen den Flughafen oder die Airline vorgehen, sondern nur gegen die handelnden bzw. verantwortlichen Personen, die erstmal ermittelt werden müssten und dann wird sich herausstellen, dass es den oder die Verantwortlichen gar nicht gibt und man wird das einstellen. Das ist viel Lärm um nichts.
Ist ja sowieso grundsätzlich die Frage welches Unternehmen hier in der Verantwortung steht da wird man sich zwischen Flughafen und Airline, sowie vermutlich der Flugsicherung den schwarzen Peter im Dreieck zuschieben.
Daher ggf. Anzeige gegen unbekannt. Die Ermittlung übernimmt dann die Staatsanwaltschaft, die bekommen schon raus, wer Schuld ist. Zumal, wenn es alle Fluggäste machen, dann ist genügend Druck dahinter, einen / mehrere Schuldige zu ermitteln.