Ja glaube ich nicht, wer soll dieser Schuldige sein? Auch Zivilrechtlich muss es ja ein Organisationsversagen geben, da wird man sich auf das Wetter und die außergewöhnlichen Umstände berufen.
Nur, damit das nicht falsch verstanden wird, die armen Leute sollten entschädigt werden, keine Frage, ich fürchte nur, dass es dafür keine rechtliche Grundlage gibt, so tragisch das auch ist.
Das ist für mich so ein typischer Rechtsfall, der zu viel Aufwand führen wird aber zu wenig Ertrag.
Das keine Busse da waren, und kein Finger frei, dass die Enteiser nicht schnell genug waren, das geht alles nicht zu Lasten der Fluggesellschaft. Wen will man hernehmen, den Piloten, der darf sicher nicht einfach die Türen öffnen. Also bleibt sowieso nur die Flughafengesellschaft und die wird sich aufs Wetter berufen. Die werden genau nach ihren Notfallplänen gehandelt haben… und das kein Busfahrer da war- Arbeitszeitgesetz und und und.
Bin gespannt wie es weitergeht, meine Prognose, das wird schön im Sande verlaufen
Arbeitszeitschutzgesetz alles schön und gut. Wenn der Supermarkt um 20Uhr zu macht, muss auch dafür gesorgt werden das alle Kunden draußen sind. Dann muss man eben auch mal Überstunden machen ggf. eine neue Sonderschicht organisieren, wenn abzusehen ist, dass die 10Stunden Arbeitszeit überschritten werden. Auch wenn sich der Chef oder Carsten S. aus M. selbst hinters Steuer setzen muss.
Das glaub ich nicht, wie gesagt, bei Strafanzeige muss gehandelt werden. Dann müssen Prozesse analysiert werden etc. Was dann rauskommt ist definitiv für zukünftige Fälle wichtig, dass dies nicht noch mal passiert. Entschädigungsmäßig hast Du sicherlich recht …
Das habe ich nicht bestritten, dazu dürfte eigentlich schon gar keine Anzeige mehr nötig sein. Das Legalitätsprinzip sollte ja schon alleine durch die zu recht massive, öffentliche Berichterstattung greifen.
Was ich aber bestreite ist, das diese- in der Tat möglicherweise sehr aufwändigen- Ermittlungen zu einem führen: zur Einstellung der Sache. Sollen wir wetten um eine Pulle Avionic?
Da hoffe ich ja mal schwer, dass da ohnehin eine interne Aufarbeitung statt findet- aber da hast du recht, wird es möglicherweise auch nicht.
letzten Endes kann man sich hier auch nicht mehr auf außergewöhnliche Umstände bzgl. des Wetters beziehen. Stellt sich immer die Frage ob die Airline alles versucht hat dies zu vermeiden.
Die Endschädigungszahlungen nach EU261 wären ja hier schon immens, wenn alle Passagiere in den ganzen Flugzeugen klagen würden.
Die mediale Aufmerksamkeit bewirkt auch oftmals sehr viel, dass an entsprechenden Stellen was passiert.
@CapitalMike Verstehe mal wieder deinen Kommentar nicht…
Zu @corn wie kommst du darauf, dass das Verschulden überhaupt bei der Airline liegt?
Die kriegen ne Boarding Freigabe und boarden und warten dann auf Enteisung und Taxifreigabe, die nie erfolgt. Dass dann keine Busse mehr da sind um die Passagiere zum Terminal zu bringen, nachdem der Flug von der Flugsicherung (!) gecancelt wird, ist auch nicht Sache der Airline, sondern des Flughafens.
Ich sehe die Airline hier überhaupt nicht in der Verantwortung, denn was hätten sie machen sollen?
Ich dachte Du „wettest“ darauf, dass das alles zu nichts führt und dass das Verfahren letztlich eingestellt wird.
Und nicht, dass Du dies „bestreitest“.
Die Staatsanwaltschaft Landshut schaut sich den Fall aktuell von rechts wegen an. Allerdings sind angeblich bisher keine Anzeigen bei der Polizei eingetrudelt, was ich mir kaum vorstellen kann. Angeblich sei es jedoch keine Freiheitsberaubung, jedoch bei Notfällen (die rechtlich hier nicht genau definiert sind) sei es ggf. unterlassene Hilfeleistung. Bleibt spannend …
Wenn die Sicherheitsfirmen oder das Bodenpersonal wiedermal streiken, muss sich die Airline auch um ihre Passagiere kümmern. Es soll ja auch schon Piloten gegeben haben die geholfen haben das Gepäck in die Maschine zu beladen, weil die Abfertiger gestreikt haben.
Dagegen spricht aus meiner Sicht, dass der Pilot nicht einfach die Türen aufmachen kann.
Es heißt ja auch ausdrücklich es habe zu keiner Zeit Gefahr für die Passagiere bestanden.
Wie gesagt ich denke dass die Situation so in der Form nicht vorhergesehen wurde und dadurch die entsprechenden Maßnahmen gar nicht geregelt waren und getroffen werden konnten.
Wir reden ja nicht von einer Maschine, sondern wohl von 6. Das ist also ein Thema dass für mich im operativen Bereich des Flughafens lag. Und wenn die- oder gar die Flugsicherung- dem Piloten sagt: ihr wartet jetzt bis die Busse kommen, dann wartet der auch. Und damit ist die Airline fein raus.
Interessanter Passus hier „Lufthansa hat noch am Freitag mit den betroffenen Passagieren Kontakt aufgenommen. Die Gäste erhalten entsprechende Entschädigungszahlungen.“
Nach einer dänischen Zeitung unter Informationen von Passagieren wurden bis gegen 2 Uhr mitgeteilt das man versucht Busse zu organisieren.
Um 2 Uhr wurde dann mitgeteilt das der Flughafen MUC nun geschlossen ist und die Busfahrer nach Hause gegangen sind, da wegen dem Nachtflugverbot bis 5 Uhr nichts mehr geht.
Welch ein Glück für die Passagiere das es wenigstens keine Drohnen am nächsten Morgen gab
Ich möchte mir nicht vorstellen welche Kommentare es gegeben hätte, wären am BER diese Maschinen auf dem Rollfeld „vergessen“ worden.
Niemand kann etwas fürs Wetter, aber die Flüge zu canceln ohne den Passagieren die Möglichkeit zu geben die Maschinen wieder zu verlassen, das ist echt ein Unding und hier sehe ich wirklich weniger die Airlines als den Flughafen in der Schuld.
Ryanair gibt keine Entschädigung und hat zudem noch Essen an Board an wartenden Passagiere verkauft. Genial, der Bude ist Nichts zu dreist. Unglaublich!
Das ist -auch psychologisch- schon ein bisschen was anderes, wenn man in der Maschine sitzt und auf einen Slot wartet. In MUC war klar: hier kommen wir in den nächsten ca. 6 Stunden auf keinen Fall weg, aber aussteigen könnt Ihr trotzdem nicht….