“Passagiere ganze Nacht im Flieger gefangen” - Flughafen München

Was die maximale “on duty” time der Crews angeht gibt es zunächst einmal die tarifrechtlichen Vorgaben der LH und eine maximale monatliche Flugstundenanzahl, die das LBA vorgibt.

Bei Irregs wie diesen gibt es zudem eine “Captains Decision”, d.h. der Kapitän kann in Absprache mit der Zentrale und seiner Crew über eine Überschreitung der Flugdienstzeit entscheiden.

Es macht ja auch Sinn dadurch den Flugplan aufrecht zu erhalten im Sinne von Crewplanungen, Flugzeugdisposition etc.

In diesem Fall hier wissen wir ja auch nicht, ob evtl. noch vor den endlich stattgefundenen morgendlichen Abflügen nicht doch noch ein crew-change stattgefunden hat..allerdings unwahrscheinlich.

Zumindest die Crew des SIN -Fliegers wird keine Lust verspürt haben auszusteigen…:slight_smile:

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Die Ursache ist wohl ein Mentalitäts-”Problem”, dies merkt man auch beim Durchlesen der Kommentare hier. Es werden alle möglichen Gründe gesucht warum man nichts machen kann und welche Gesetze und Reglemente jetzt gelten.

Scheinbar hat sich kein Mitarbeiter genügend sicher gefühlt hier das Logische zu machen, weil wohl sein Chef auch nicht bereit ist dies zu machen und dessen Chef auch nicht. Im Zweifelsfall lieber nichts machen.

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Ist zwar mega off-topic, aber dennoch: da gebe ich dir absolut recht. Es wird immer schnell auf die Politik geschoben, ich stelle eigentlich eher fest, dass oft die Leute ihren Job nicht wirklich gut machen und das ist noch vorsichtig ausgedrückt.
Die Arbeitsmoral ist aus meiner Sicht etwas was sich tatsächlich geändert hat und zwar eher nicht bei der ganz jungen Generation, sondern eher so bei denen ab 40, da hat man so das Gefühl, da wird nur noch dran gedacht, wie man möglichst die Zeit bis zur Rente durchbekommt und dabei mit dem geringstmöglichen Aufwand das meiste abstaubt.
Auch wenn ich dafür jetzt hier Prügel beziehe, wenn ich sehe wie teilweise gerade die Leute knüppeln, denen es eher wirtschaftlich weniger gut geht und auf der anderen Seite erlebe, wie an manch gut bezahlter Stelle agiert wird, da rauf ich mir mein lichtes Haar.
+1 ist in leitender Funktion bei einem städtischen Energieversorger- da hat man das perfekte Schaubild, warum vieles in Deutschland nicht so läuft wie es sollte. Die Made im Speck muss halt nicht viel machen. Da fehlt irgendwo so die “Geilheit” einen Top Job zu machen, die Selbstmotivitation, dabei ist meine Erfahrung, dass das Gefühl einen guten Job zu machen und mit einem guten Gefühl heim zu gehen viel Wert ist.
So das aber genug Off-Topic.

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Ist das so? Ich hätte jetzt angenommen, dass man in Notfallsituationen eher nicht an den Finger fährt (sofern möglich). Einfach weil mir das der komplexere Vorgang zu sein scheint. Außenpositionen sind häufig näher, also weniger Taxi notwendig, und man muss sie auch weniger exakt ansteuern.

Hängt natürlich auch vom Fall ab, ob möglichst schnell das Flugzeug abschalten ein Ziel ist.

Aus eigener Erfahrung kann ich nur von einem Fall berichten, bei dem es zu einem Startabbruch kam. In FRA sind wir dann nicht zum Finger, sondern auf eine Außenposition. Da war dann übrigens auch die Feuerwehr da und hat uns gedebordet, nicht das normale Bodenpersonal. Ich bin mir nicht 100% sicher, aber zurück zum Terminal ging es dann afair (2017) mit dem regulären Bus.

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Was denn für eine „Notfallsituation“?
Eine solche lag ja nicht wirklich vor.

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In diesem Fall nicht, aber es hätte ja auch eine vorliegen können. Das bedeutet, es sollte eh das Personal vorhanden sein, um eine Notfallsituation abzuwickeln, und genau dieses Personal hätte auch einfach ohne echten Notfall einspringen können. Entweder war der Flughafen also tatsächlich zu diesem Zeitpunkt nicht in der Lage einen Notfall an einer Außenposition oder auf dem Vorfeld zu handhaben, oder jemand im Flughafen-Management hat entschieden, dass das Wohlbefinden der Passagiere hier nicht so wichtig ist, um Personal, das ohnehin auf Abruf bereit steht, auch einzusetzen. Beides wäre IMO kein gutes Zeichen für den Flughafen und dessen Management.

In dem von mir erlebten Fall lag übrigens auch nicht wirklich ein Notfall vor - wir sind 3 Stunden später mit der gleichen Besatzung und dem gleichen Flugzeug abgeflogen, die Verspätung entstand nur, weil die Techniker nochmal die Bremsen checken wollten, weil sie sicher gehen wollten, dass die sich nicht durch den Startabbruch zu stark abgenutzt haben. Ob emergency declared wurde kann ich nicht sagen (falls irgendwer weiß wo man das nachgucken kann, es war Flug LH488 mit D-AIFA am 13. Oktober 2017), aber in jedem Fall war es kein Problem für die Flughafen-Feuerwehr, uns da völlig entspannt rauszuholen.

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Der erste Gast aus dem Dänenflieger wurde soeben entschädigt mit knapp 11€ (in Worten ELF). Dann noch der Text drunter, außergewöhnliche Umstände, mehr gibt es nicht. Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es schon fast lustig. Die haben doch nicht mehr alle Latten am Zaun oder?

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Offenbar reicht ihnen das noch nicht, was diese Fälle an Publicity gebracht haben. Da hat sich irgendein Obermotz von der Unternehmenskommunikation gedacht „da geht doch noch was“…

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Naja, Augenmerk der Presse ist ja jetzt VAE und die Urlauber. Da ist MUC schon vergessen und somit LH Rückkehr zur alten bewährten Arbeitsweise.

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Im Artikel steht weiter unten:

Wie die Lufthansa auf Anfrage mitteilt, wurden mit den 10,93 Euro eingereichte Verzehrbelege abgerechnet. Die Betroffenen erhielten in einem zweiten Schritt 250 Euro, falls sie einen innerdeutschen Flug gebucht hätten. Für längere Strecken gebe es mehr. Der Konzern betont, dass es sich dabei nicht um eine Regelleistung handelt.

Ich finde den Betrag schon ganz ok, aber für das Geld hätte ich es nicht freiwillig gemacht.

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Aus der Mail an den Kunden geht das aber eben nicht hervor. Und darum geht es ja, die LH sagt etwas pressewirksam, macht aber dann doch was anderes. Warten wir mal ab.

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Ah, das war der Punkt. Das stimmt natürlich. Klingt für mich allerdings erst mal nach unglücklicher Kommunikation. Ich glaube einfach mal an das beste. :wink:

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Bei der Ideologischen Haltung in den wichtigen Positionen gegenüber dem Thema „Fliegen“ in D sowieso.

Kleines Pressestatement, bisschen Bla Bla und abgehakt.

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