Hallo zusammen, ich bin neu hier und ich bin gerade maximal verwirrt.
Ich habe vor Wochen ein Flug ab FRA über MUC nach SGN gebucht.
Normalerweise wäre ich in FRA in den Zug gestiegen und dann nach MUC runtergedüst. Nun sind wir jedoch beruflich genau in der Woche wo wir fliegen in München auf einem Event eingeladen.
Im Ticket habe ich folgendes stehen:
Jetzt habe ich bei Thai angerufen und die sagten mir wenn ich den Zug nicht wahrnehme dann verfällt mein Ticket nach SGN.
Ich habe höflich gefragt ob man das nicht auf „eigene Anreise“ oder ähnliches stellen kann und es wurde mir verneint.
Mir sagte sowas geht bei Thai nicht
Ist das so korrekt? Wie geh ich nun damit am besten um?
Ich kann mir gut Vorstellen, dass Du um Deinen Boardingpass zu erhalten um die Vorstelligkeit in FRA am Check-In Schalter nicht drum rumkommen wirst.
Solltest Du beim Online Check-In Deinen Boardingpass jedoch schon erhalten, könnte ich mir den Verfall des Zugsegmentes, ohne danach in MUC stehen gelassen zu werden, vorstellen.
”Du kannst den Zug nicht einfach gefahrlos ausfallen lassen, weil er in deinem Ticket als vollwertiges Beförderungssegment eingebucht ist – und zwar mit NVB/NVA am selben Tag, Booking Status OK, Fare Basis TLFFX, operated by Deutsche Bahn, marketed by Flexflight (W2).
Das ist kein Rail&Fly, sondern ein zuggebundenes Intermodal‑Segment, das wie ein Flugcoupon behandelt wird.
Damit ist entscheidend: Ein No‑Show beim Zug kann dein Langstreckenflugsegment automatisch stornieren.
Warum dieses Zugsegment kritisch ist
Deine Buchung zeigt:
W2 6687 FRA → München Hbf Operated by DB, marketed by Flexflight, Fare Basis TLFFX, NVB/NVA =
TG 925 München → Bangkok Gleicher Tag, gleicher Fare Basis‑Typ (FX‑Tarif)
Das bedeutet:
Der Zug ist Teil derselben Tarifkette.
NVB/NVA am selben Tag heißt: Du musst das Segment antreten, sonst gilt es als No‑Show.
Bei Intermodal‑Tickets meldet Flexflight/DB das Segment als Coupon, nicht als „offenes Rail&Fly“.
Wenn ein Coupon nicht genutzt wird, kann das System:
das Segment als NO SHOW markieren
und alle nachfolgenden Segmente automatisch canceln
Das ist bei W2‑Zugsegmenten schon mehrfach passiert.”
Ich dachte ich erhalte meinen Boarding Pass sowieso in München und nicht in Frankfurt.
Also online bei der Bahn einchecken und dann nicht fahren oder wie?
Würde mich wohler fühlen wenn die Airline das einfach irgendwie rausnehmen würde.
Es gibt in MUC für TG keinerlei Handhabe zu prüfen, wie Du da hingekommen bist. Ob mit der Bahn oder vom Himmel gefallen, egal.
Es gibt keinerlei Systemintegration zwischen Schaffner/Bahn und Airline, zumal auf vielen Strecken ja gar nicht gesagt ist, dass man überhaupt einen Schaffner trifft.
Das wird nicht passieren, soweit warst Du ja schon
Das hat damit nichts zu tun. Anscheinend hast du einen Sonderservice gebucht, bei welchem du einen PA Eskorte vom Check-in zum Gate hast. Bei Zug-Fahrten gibt’s das jedoch nicht. Du kannst es ignorieren.
In deinem Fall ist es aber nicht die Absicht den Preis durch den Bahnabschnitt zu drücken, sondern vielmehr ist es eine freiwillige Zusatzleistung der Airline.
Ob du dieses nutzt oder nicht liegt in deinem Ermessen.
Ist da die Fahrt vom Hbf zum MUC überhaupt mit dabei?
Weil das könnte ja potentiell genau der Abschnitt sein, den du eventuell nutzen würdest…
Auch sonst wäre es ungeschickt, wenn bei Rail+Fly ein Zwischenstück fehlt…
Hi, ich nutze öfters Rail&Fly, um vom Ruhrgebiet zum FRA zu kommen. Das mit dem Meet&Assist (bei manchen Buchungen steht bei mir “Hilfe beim Umstieg”) war immer auf meiner Buchung zu sehen, aber es kommt da niemand, noch wird man am Flughafen vom Check-in zum Gate begleitet. Man kann Rail&Fly auch weglassen, habe ich mehrmals gemacht, wenn ich eh schon in Frankfurt oder Umgebung war. Habe aber trotzdem immer online für den Zug eingecheckt und die PDF auf dem Handy abgespeichert. Wie und wann ich zum Flughafen kam, wollte aber nie jemand wissen.
Naja die KI und auch TH haben schon recht, das Ticket geht ab FRA, beginnst du die Reise also nicht in FRA, könnte die Airline dir in der Tat das Ticket stornieren als no-Show.
Auch wenn alle Vorredner absolut recht haben, dass es niemand nachweisen kann, ob du in dem Zug warst oder nicht. Insbesondere weil du ja ohnehin von ZMU noch nach MUC kommen musst. Trotzdem, es geschieht alles auf dein Risiko, auch wenn das geringer kaum sein könnte.
Das sollte man fairerweise sagen zur Theorie.
Die Praxis ist, niemand kann es nachvollziehen und deinen Koffer musst du eh in MUC erst aufheben.
Allerdings solltest du deine Koffer nicht aufgeben, bevor du mit dem theoretischen Zug ankommen würdest.
Um den theoretischen Part der Antwort noch auf den aktuellsten Stand zu bringen, wäre zu ergänzen, dass nach einem kürzlichen Urteil gegen die LH es möglich ist Reisesegmente verfallen zu lassen, wenn nach der Buchung persönliche Umstände eintreten, die eine Nichtnutzung rechtfertigen. Diese Umstände dürfen allerdings nicht bereits bei der Buchung bestanden haben, also nicht geplant gewesen sein. Da das Urteil noch recht frisch ist und sich in der regelmäßigen Rechtsprechung erst noch etablieren muss, bleibt eine Restunsicherheit.
In der Praxis gibt es keine Instanz, die eine tatsächliche Absolvierung der Bahnfahrt an die Airline melden könnte. Außer man tut dies selbst z.B. durch zu frühes Einchecken am Flughafen, noch vor Ankunft des Zuges…
Ja - und die KI plappert auch nur nach, was statistisch die meisten schon mal gepostet hatten und dazu noch mit Fehlern, wie google selbst warnt…