I love Air Berlin
Das ist keine steile These. Das ist genau richtig.
Mächtiger Konzern, mächtiger Staat, mächtige Gewerkschaften und schwache Bevölkerung die immer noch sich alles schön redet mit Durchhalteparolen „es ist ja doch nicht so schlimm … uns geht es doch noch gut… ach die armen Flugbegleiter, die verdienen doch nicht so gut… und müssen lang arbeiten.“ Wie der Herr so’s Gescherr!!
wenn man vom Teufel spricht:
das sind mir die streikenden Piloten viel lieber. Immerhin müssen sie ihre Mehrkosten erwirtschaften, während die Beamten weiterhin von der arbeitenden und wertschöpfenden Bevölkerung alimentiert werden.
Machen sie doch schon indirekt in Form der Rattenfänger namentlich Gewerkschaften gennant. Die namentlichen Taktgeber finden sich alle fast bei der SPD wieder.
Und selbst der LH Aufsichtsrat ist politisch untergraben.
Die wissen genau was sie tun ![]()
INTERESSANT welch Meinungsvielfalt.
Fangen wir mit den Piloten an. Die meisten glauben das es ein super bezahlter Job ist und die Herrschaften den Hals nicht vollkreigen oder?
Dann schauen wir doch mal wie die Realität ist:
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Um Pilot zu sein braucht man eine Ausbildung. Der Nachweis der nötig ist um einen Passagierjet zu fliegen nennt sich ATPL. Kostet um die 90 000€ und ist selbst zu finanzieren.
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Bedeutet ca. 90% der Piloten beginnen ihr Arbeitsleben mit SCHULDEN . Darf ich fragen wer von den geschätzten Mitgliedern hier sein Arbeitsleben mit diesem Schuldenberg begonnen hat? NA?
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Nun ist es leider so das kaum eine Airline , Weltweit , Piloten einstellt die keine Erfahrung haben . Voraussetzung sind im Schnitt 1000 -1500 Flugstunden auf einem Jet. Problem ist : Kein Anfänger hat Jetstunden denn die Ausbildung findet auf Propellerflugzeugen statt. Warum: weil die erforderliche Anzahl an Flugstunden für die Prüfung dann nicht mehr zu bezahlen wäre. Jet viel teurer als Propeller. Das Höhste der Gefühle ist eine Turboprop.
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Ja es gibt einige Airlines die den jungen Anwärtern entgegen kommen aber auch hier wird gespart. Es gibt meines Wissens keine Airline welche die Kosten ganz übernimmt . Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
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Der Erwerb der geforderten Jetstunden erfolgt meist in der Allgemeinen Luftfahrt ( GA). Dort allerdings ist das Lohnniveau noch schlimmer als bei den etablierten Airline.
Das Anfangsgehalt eines Piloten ist je nach Airline natürlich unterschiedlich aber im Schnitt 2700 - 3000€ BRUTTO . Steuerklasse 1 und eine günstige Wohnung in STR, HAM , MUC, FRA machen aus ihm einen Spitzenverdiener oder? Ach ja die Schulden , Kleinigkeit.
Kann ja die Airline wechseln wenn es zu wenig ist. Äh , nicht ganz. Denn die Airline muß , wenn sie ihn einstellt noch die Musterberechtigung zahlen. Also die Lizenz das er einen Airbus oder ne Boeing fliegen darf. Kosten gut fünfstellig. Da die Airline das nicht aus Herzensgüte macht ist klar oder? Heißt der gute Mann / Frau darf eine zeitlang den Arbeitgeber nicht wechseln bis die Kosten wieder eingespielt sind. Gibt auch hier Ausnahmen sind aber SEHR DÜNN. -
Über jedem Piloten hängt ein Damokles Schwert. Der jährliche Gesundheitscheck. Ist der negativ wars das. Aus und vorbei mit dem Traumjob.
Beim Kabinenpersonal ist die Bezahlung eine andere und ja die Ausbildung ist kurz aber wir wollen doch für einen Moment nicht vergessen warum sie an Bord sind. Sie sind zuständig für unsere Sicherheit und nich nur für Essen und Trinken.
Ich bezweifle daß das Kabinenpersonal von EW oder LH City Jet die selbe Gehaltsstruktur hat wie das LH Personal. Geschweige denn die Wetlease Kollegen von Air Baltic oder Air Dolomiti. -
Outsourceing kann man machen und ist bis zu einem gewissen Punkt auch sinnvoll aber man kann es auch übertreiben.
Erinnert sich noch jemand an die Diskussionen in der Autoindstrie zum Thema Leiharbeiter?? Fazit : Es gibt sicherlich Spitzenverdiener unter den Piloten aber das ist eine kleine Minderheit. Das Gros verdient im Rahmen und sollte sich wehren gegen übereifrige Maßnahmen des Managements. Wir haben doch einen Thread hier indem über die , aus unserer Sicht, sinnvollen Maßnahmen des LH Managements diskutiert wird

Was meint Ihr erst welche sinnvollen Vorschläge an die Mitarbeiter angetragen werden ?
Ärgert es mich? Klar aber ich kann vieles nachvollziehen. Aber wir wissen nicht alle Details und BEIDE SEITEN SOLLTEN KOMPROMISSBEREIT SEIN.
Gebe dir ja bei vielem recht, aber diese Aussage ist völliger Quatsch. Selbst bei Ryanair verdient man, je nach Quelle, die man heranzieht, direkt im ersten Jahr um die 45.000 Brutto, und das bei einem massiven Anstieg jedes Jahr, den du so in keinem gewöhnlichen Beruf finden wirst. Bei Eurowings bekommt man im ersten Jahr über 6.000 EUR brutto, und als Kapitän in keinem Szenario unter 10.000 Euro Brutto pro Monat. Schon gar nicht lässt sich also die Aussage „im Schnitt“ hier treffen.
Und vielleicht gehen auch hier unsere Definitionen von „Spitzenverdiener“ auseinander, aber wenn man davon ausgeht, dass jeder zweite aktive Pilot ein Kapitän ist, der wohl nur äußerst selten mit weniger als 10k im Monat (brutto) nach Hause geht, kann ich auch diese Aussage nicht nachvollziehen.
Gebe dir da grundsätzlich recht, aber die durchschnittliche Wahrscheinlichkeit, den nicht zu bestehen, liegt bei etwa 1% pro Jahr (höher bei älteren Piloten, niedriger bei jüngeren). Es ist also nicht so, als würde der Durchschnittspilot bereits im 5. Karrierejahr groß um seine Flugtauglichkeit bangen müssen. Deswegen sollte man das, wie ich finde, in den richtigen Kontext setzen.
Mir kommen die Tränen. Also Deine Ausführungen zum schwierigen Start in eine Pilotenkarriere in allen Ehren, aber die Herrschaften über die wir hier reden haben sichere Jobs bei einer der größten und trotz allem angesehensten Airline der Welt und fliegen selbstverständlich Jets mit der dazugehörigen Musterzulassung. Sie haben es also sozusagen „geschafft“.
Dass es schwierig war, dorthin zu kommen glaube ich gerne, aber im hier und jetzt sind sie nun mal in einer privilegierten Position.
Ansonsten startet die große Mehrheit aller Studenten mit einem Schuldenberg ins Berufsleben und in vielen Berufen besteht die Gefahr, dass einem gesundheitliche Schwierigkeiten von jetzt auf gleich die Karriere beenden.
Was Du schreibst ist ja nicht grundsätzlich falsch, die jetzigen Pilotenstreiks halte ich dennoch für unverhältnismäßig und die Forderungen überzogen.
Grundsätzlich geht es hier um die Piloten und Pilotinnen der Lufthansa und eben nicht um die von EasyJet oder Ryanair, auf die deine Argumente sicherlich eher zutreffen.
Da bin ich wieder beim Thema Verhältnismäßigkeit. Wir reden hier eben nicht über diejenigen die bei den ausgegliederten sind oder bei LCCs und dort gegeißelt werden, sondern eben genau über die mit den in Ihrem Berufsstand wahrscheinlich BESTEN Bedingungen.
Sowohl im Cockpit als auch in der Kabine.
Den Vergleich zum Personal am Boden oder zu Personal in Pflegeberufen usw. will ich gar nicht erst ziehen.
Nicht ganz. Die LH bezahlt niemandem die Ausbildung. Deswegen ist es egal bei wem man fliegt . Die Anfangsbelastung bleibt.
Und nicht zu vergessen, das Renteneintrittsalter liegt bei Piloten im Schnitt
bei 59 Jahren. Das liegt auch unter dem Durchschnitt der Bevölkerung.
Ich mag mir garnicht ausmalen, wieviel Abzug ich dann hätte.
Piloten geniessen dann einen finanziell gut gepolsterten Vorruhestand.
Ich glaube nicht, dass Neid oder Missgunst gegenüber den streikenden Gruppen angebracht sind.
Auch möchte ich auf keinen Fall in eine Zeit vor Gewerkschaften und organisierten Arbeitnehmervertretungen zurück. Das hat unsere Gesellschaft als ganzes extrem voran gebracht.
Persönliche Betroffenheit und Verärgerung kann ich absolut nachvollziehen, aber die Lösung ist da meiner Ansicht nach nicht, nach unten zu treten, sondern für mehr und besseren Wettbewerb zu sorgen.
Und man darf auf keinen Fall vergessen, wie die LH Group mit Milliardengewinnen ihre Marktmacht eiskalt ausnutzt, und ständig testet, wie weit man noch gehen kann. (Tasting heimat, Business light, zero-service in eco, Abwertung Vielfliegerprogramme, Abwertung der Lounges, …)
Die Gründung ständig neuer „Airlines“ um aus Vereinbarungen herauszukommen darf man auch nicht unter den Tisch kehren.
Du wunderst dich also warum in Deutschland, DEM Autoland in Europa schlechthin, keine Konkurrenz bei nationalen Flügen exisitert? ![]()
In Europa ist es üblich, dass nationale Flüge nur von einer Airline bedient werden. In Polen fliegt auch nur LOT innerhalb Polens. In Frankreich fast nur AF.
In Europa sind die Distanzen zu kurz, das Schienen- und Straßennetz zu gut um genug Nachfrage für Ultrakurzdistanzflüge zu haben. Das ist nicht Ostasien mit etlichen Inseln und Gebirgen.
Für internationale Flüge gibt es genug Konkurrenz.
Ja ist aber nicht mein Argument. Ich bin immer noch bei der Verhältnismäßigkeit. Meiner Ansicht nach haben Piloten und FAs bei der Lufthansa in der Branche sicherlich im vergleich zu denen anderer Airlines deutlich bessere, wenn nicht Beste Bedingungen.
Niemand spricht hier von Neid oder Missgunst.
Es geht hier darum ob die Fordeungen angebracht sind oder in den Bereich der Gier fallen. Das ist ein feiner Unterschied
Der Artikel dreht jetzt übrigens seine Runden. N-TV hat den Beitrag inzwischen 1 zu 1 so auf seine Seite kopiert ![]()
Eurowings soll jetzt morgen übrigens auch streiken. Betroffen sind “nur” Eurowings Deutschland Flüge, Eurowings Europe fliegt.
Wir werden noch berühmt ![]()
Zum wohl der Passagiere. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass mit steigendem Alter die kognitiven Fähigkeiten abnehmen. Das ist ab ca. 60 Jahren der Fall. Mal abgesehen vom erhöhten Risiko von medizinischen Notfällen.
ändert aber ja nichts daran, dass das ein Vorteil ist den diese Berufsgruppe hat.
Das Problem hat der Chirurg auch. Und der beschwert sich nicht so eklatant.
Erschütternd, dass man sich inzwischen freuen muss, wenn man nicht LH Group gebucht hat, oder ein eingekauftes AOC (jetzt z.B. auch GetJet) den LH-Flug durchführt.
Arbeitnehmer-Rechte schön und gut, aber im Vergleich sehr gut bezahlte Berufsgruppen müssen endlich den Wettbewerb realisieren. Die zugehörigen Gewerkschaften sollten zum Mond fliegen und dort bleiben. Das Streikrecht für die Luftfahrt sollte zum Nutzen der Kunden und der Airlines begrenzt werden (z.B. max. 2 Tage pro Tarifvertragsperiode)!
Auch wenn’s OT ist: Das trieft nur so vor Polemik! Sag das einem jungen Polizisten oder Justizvollzugsbeamten. Viel Arbeit, Schichtdienst auch am Wochenende, sich beschimpfen und bespucken lassen, und dazu noch realitv geringe (Einstiegs-)besoldung. Aber Beamten-Bashing ist ja immer und jederzeit en vogue … Wird schon die Richtigen treffen.
