Wie ich meine erste US-Kreditkarte erhielt: Ein kleiner Leitfaden zur Beantragung

Hallo,

Ich würde mich über eine Rückmeldung über mein Setup freuen, ob ich damit starten kann.

  • Deutsche Amex seit 3 Jahren
  • Wise US Konto vor einer Woche erstellt
  • Redpocket Tarif (Muss Ich hier meine Ipostal Adresse angeben?)
  • Ipostal Adresse (Wie kann Ich prüfen, ob es kommerziell ist oder nicht?)
  • Global Transfer Service die KK beantragen

Sprich passt das Setup und beantrage Ich erst die Adresse oder Telefonnumer, damit Ich den Adressnachweis auf der Rechnung habe?

Danke für eure Hilfe

LG

RedPocket kannst du nicht als Adressnachweis verwenden, da diese kein Statement generieren. Da wirst du einen weiteren Dienst benötigen. Als Telefonnummer ist RedPocket an sich super mit dem 30$ Jahresplan. Zu IPostal kann ich nichts sagen, ich habe meine Adresse von Anytime Mailbox. Wichtig ist, dass diese bei USPS und Smartys als Residential deklariert ist und nicht als CMRA geflagged ist.

Was zahlst du denn für das Weiterleiten der Post nach Deutschland für z.B. die Kreditkartenbriefe?

Licht und Schatten bei Capital One - Kreditkartenantrag als Neukunde

Wie ich hier im Forum bereits in einem vorherigen Post ausführlich dargestellt hatte: Meine erfolglosen Versuche, eine Kreditkarte von Capital One zu erhalten, waren bisher immer gescheitert (sowohl bei mir als auch bei Player 2 - meiner Ehefrau). Das trotz vorheriger Pre-Approval-Zusage! Die Erteilung der Karte scheiterte letztlich immer an der fehlenden Identifikation, da das System von Capital One zur Legitimation eine US State ID verlangte. Eine solche besitze ich nicht, wodurch eine Identifizierung mit meinem deutschen Reisepass, Führerschein oder Personalausweis nicht möglich war.

(Ich verlinke euch noch mal den betreffenden ausführlichen Beitrag Wie ich meine erste US-Kreditkarte erhielt: Ein kleiner Leitfaden zur Beantragung - #78 von dr_vergleich .)

Das ist umso erstaunlicher, als eigentlich laut der Webseite von Capital One eine Identifikation mit Reisepass möglich sein sollte. Sowohl mein Antrag als auch der meiner Ehefrau sind an dieser Hürde gescheitert.

Der Plan: Ein Versuch vor Ort im Capital One Café

Meine Idee war daher, beim nächsten USA-Urlaub vor Ort in einer der wenigen Capital One Filialen die Kreditkarte zu beantragen, um mit Hilfe der Mitarbeiter eine Identifikation in jedem Fall hinzubekommen.

Zunächst wollte ich bei Capital One eigentlich noch ein Checking Account eröffnen, das ist aber laut Internetseite für Non-Resident Aliens in den USA nicht möglich. Daher habe ich von diesem Ansinnen wieder Abstand genommen und entschieden, direkt eine Kreditkarte zu beantragen. Post von Capital One mit Mailings – und das wirklich in Massen – lag bei unserer Verwandtschaft in den USA schon im Briefkasten vor.

Ursprünglich wollte ich die Capital One Karte als Erstes beantragen. Aufgrund des All-Time-High-Willkommensbonus-Offers für die Chase Sapphire Reserve Karte hatte ich mich kurz vor dem Abflug in die USA jedoch spontan entschieden, erst diese für 150.000 Willkommenspunkte zu beantragen.

Das war im Nachhinein auch die allerbeste Entscheidung, da ich die Vorteile der Karte im Urlaub sehr gut ausnutzen konnte und damit die recht hohe Jahresgebühr von 795 US-Dollar problemlos mehr als wieder reingeholt hatte.

Erster Stopp: Las Vegas (Erfolg für meine Frau)

Da ich also quasi drei Wochen vor Urlaubsbeginn schon eine Kreditkarte beantragt hatte (und die Empfehlung eigentlich lautet, drei Monate zu warten, da zu viele Anträge in kurzer Zeit den Credit Score drücke), habe ich zuerst meine Frau vorgeschickt.

Zu Beginn des Urlaubes waren wir in Las Vegas. Dort ging es in ein Capital One Café – so nennen sich diese Filialen, eine Art Kombination aus Bankfiliale, Starbucks Coffee und Co-Working Spaces. In Las Vegas ist das Capital One Café in der Fashion Show Mall am Strip untergebracht.

Wir waren am Sonntagnachmittag dort und hatten überhaupt ein Problem, einen Parkplatz in der Tiefgarage zu finden. Da das Parken dort umsonst ist und ansonsten das Parken bei den Hotels am Strip in der Regel kostenpflichtig geworden ist (das war bei unserem letzten Besuch vor 13 Jahren noch ganz anders), war die Tiefgarage sehr beliebt.

In der Mall haben wir das Café schnell gefunden. Am Eingang fragte direkt eine junge Dame nach dem Grund unseres Besuchs. Wir schilderten gleich unser Anliegen: Kreditkartenbeantragung.

Die Mitarbeiterin nahm uns mit an einen Tisch. Anders als in Bankfilialen üblich, wurde der Antrag nicht am Computer der Bank durch die Mitarbeiterin ausgefüllt, sondern meine Frau musste den Antrag selbst über ihr Smartphone stellen. Klar, das hätte sie auch zu Hause hinbekommen, aber es ging uns ja primär um die Identifizierung. Die Mitarbeiterin empfahl noch, sich mit dem Capital One Wi-Fi zu verbinden, damit die Verbindung stabil bleibt.

Meine Frau hatte bereits ein Pre-Approval, füllte ihre Daten aus und klickte auf Absenden. Und siehe da: Anders als die Male zuvor bot das System sofort eine Identifikation über das Smartphone mit Reisepass an! Sie konnte direkt im Café ihren Reisepass abfotografieren, ein Selfie machen und die Karte wurde sofort genehmigt und bewilligt.

Ich habe mich natürlich gefragt: Warum bin ich eigentlich extra in das Café gegangen? Das hätte sie ja auch zu Hause machen können. Oder war das Wi-Fi im Capital One Café etwa magisch und hat dazu geführt, dass der Antrag durchging? Ich weiß es nicht. Jedenfalls ging es problemlos durch.

Ich habe der netten Mitarbeiterin noch geschildert, dass wir vor einem Jahr das Problem mit der Identifikation hatten und das System zwingend eine US State ID verlangte. Das war ihr vollkommen fremd. Sie meinte, sie hätte oft Kundschaft, die sich nur mit ausländischen Pässen legitimiert, und das sei immer durchgegangen.

Zweiter Stopp: Denver (Das altbekannte Problem)

Meine Frau ist super happy mit ihrer Karte.

Sie hat die Capital One Savor Karte als Mastercard Ausführung.

Eckpunkte:

  • Keine Grundgebühren
  • Keine FX-Gebühren
  • 3 X Punkte auf Supermärkte, Restaurant, Unterhaltung (Kino, Freizeitparks etc.), Streaming Dienste, sonst 1 X Punkte

Ich entschied mich, mein Glück am Ende der Ferien zu versuchen, da meine letzte Chase-Beantragung erst drei Wochen her war.

14 Tage später waren wir in Denver und sind dort in der Innenstadt nahe des Hauptbahnhofs in das Capital One Café gegangen. Auch hier trafen wir auf eine sehr hilfsbereite Mitarbeiterin. Ich schilderte ihr die Problematik von meinem ersten erfolglosen Antrag bei Capital One; auch sie meinte, sie kenne das nicht, dass ein Reisepass nicht ausreichen würde.

Ich war also super optimistisch. Ich stellte den Antrag auf meinem Handy, welches ich zuvor mit dem Capital One WIFI verbunden habe, klickte auf „Apply“, und dann kam die E-Mail zur Identifizierung. Hier lief es nun wieder anders als bei meiner Frau: Das System verlangte erneut die US State ID.

Da ich vor Ort war, bat ich die Mitarbeiterin um Hilfe. Sie rief selbst die Capital One Hotline an, identifizierte sich als Ambassador (so heißen die Mitarbeiter im Café) und schilderte das Problem. Nach einer gefühlten Ewigkeit in der Warteschleife meldete sich die Hotline-Mitarbeiterin. Sie wollte noch einmal persönlich mit mir sprechen. Ich erklärte ihr die Situation und bat konkret darum, mir einen alternativen Upload-Link zu schicken, über den ich meinen Reisepass hochladen kann.

Die Hotline-Mitarbeiterin versprach schließlich, meinem Antrag einen Vermerk hinzuzufügen, dass der Upload des Reisepasses zur weiteren Bearbeitung genügen würde. Sie selbst könne mir keinen anderen Upload-Link schicken. Der Reisepass Upload könne zwar nicht sofort geprüft werden, sei aber im System als ausreichend hinterlegt. Ich ließ mir zur Sicherheit Namen und Telefonnummer der Mitarbeiterin im Cafe geben und verließ ohne erfolgreichen Antrag das selbige. Die Ambassador-Mitarbeiterin vor Ort fand den ganzen Vorgang – Zitat – „weird“ und spendierte mir zum Abschluss noch einen Kaffee meiner Wahl.

Der zähe Kampf mit der Capital One Hotline & Supervisor

Noch im Café fotografierte ich meinen Reisepass und lud ihn über den Link hoch (obwohl dort weiterhin stand, dass die Identifizierung nur mit US State ID möglich sei).

Zurück in Deutschland hatte sich nach fünf Tagen noch immer nichts im System getan. Ich rief also erneut bei der Capital One Hotline an. Die Auskunft: Der Antrag könne so nicht weiterbearbeitet werden, da nicht das geforderte Dokument (die US State ID), sondern nur ein ausländischer Reisepass hochgeladen wurde. Mein Hinweis auf das Gespräch und die Zusage vor Ort half nichts.

Ich telefonierte nochmals mit der Mitarbeiterin aus dem Café in Denver. Sie entschuldigte sich tausendfach und verband mich erneut mit der Hotline – leider wieder ohne Erfolg.

In anderen Foren bekam ich den Tipp, mich mit einem Supervisor verbinden zu lassen. Das habe ich mehrmals versucht. Aber auch die Supervisor konnten nicht helfen: Sie erklärten mir, dass sie das System nicht übergehen können. Wenn das System eine State ID fordert, gibt es keine Möglichkeit, dies manuell zu umgehen.

(Im Internet liest man zwar manchmal das Gegenteil, aber dabei ging es wohl um bestehende Kunden, deren Konto nachträglich gesperrt wurde. Dass ein Supervisor das System vor der eigentlichen Kartengenehmigung manuell übersteuern kann, habe ich selbst noch nie bestätigt gesehen).

Mehrere Versuche / „HUCA“ (Hang Up, Call Again) führten zu keinem Erfolg. Teilweise hieß es sogar, im System sei vermerkt, dass ein Reisepass in keinem Fall ausreichend sei. Wer weiß – vielleicht hat die Mitarbeiterin im Café den Vermerk im System versehentlich genau falsch herum eingegeben („Reisepass reicht auf keinen Fall“ statt „reicht aus“).

Das Fazit: Abgelehnt, aber mit neuem Plan

Das Ergebnis: Die Frist zur Einreichung der State ID (bei mir der 9. Juli) ist verstrichen. Damit hatte ich leider zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres einen Hard Pull auf meinem Credit Report, ohne dass es zu einer Karte geführt hat. Immerhin werden Hard Pulls nach einem Jahr wieder gelöscht, aber der FICO Score ist dadurch erst einmal um ein paar Punkte gesunken.

Wie geht es bei meiner Frau weiter? Ihre Karte ist zwischenzeitlich angekommen und aktiviert. Zur Aktivierung muss man die Karte physisch an das Smartphone halten (NFC). Man muss also warten, bis man die Karte in Deutschland tatsächlich in den Händen hält. Dieser Sicherheitsmechanismus greift wohl auch, wenn man im Geschäft vor Ort zahlt und das Betrugsschutzsystem anschlägt.

Nach all den negativen Berichten über Kontoschließungen bei Capital One (besonders bei Konten, die nur mit ITIN und ohne SSN geführt werden) bin ich extrem vorsichtig geworden:

  • Die ersten zwei Monate wird die Karte meiner Frau nicht in Deutschland eingesetzt, sondern nur für Online-Einkäufe in den USA.
  • Erst beim nächsten US-Urlaub (Ende August) wird sie vor Ort genutzt.
  • Erst wenn mindestens zwei Rechnungsabschlüsse vorliegen, traue ich mich, die Karte (die ja erfreulicherweise keine Auslandseinsatzgebühren hat) auch in Deutschland zu nutzen.

So hoffe ich, die Karte „am Leben zu halten“. Sie hat zwar keinen Willkommensbonus gebracht, bietet aber einen sehr interessanten 3x Multiplikator auf Supermärkte. Das deckt einen Großteil unserer monatlichen Ausgaben ab, wo wir bisher nur 1x Punkte gesammelt haben.

Mein nächster Versuch: Eventuell werde ich zu einem späteren Zeitpunkt erneut einen Antrag bei Capital One stellen – mir zuvor aber eine US State ID besorgen. Ich lese aktuell sehr interessiert in anderen Foren mit, wie das funktioniert. Einige waren dort bereits erfolgreich und haben eine US State ID erhalten – und das ganz ohne Visum, rein über ESTA. Natürlich werde ich hier wieder berichten!

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Das würde mich auch mal interessieren! Aus meiner Studienzeit in den USA war es damals nur so in meinem Bundestaat, ab 6 Monate ist man resident und dann muss man sich eine U.S. drivers license holen, vorher wäre gegangen mit dt. Führerschein abgeben, den bekommt man in Deutschland auch nur wieder, wenn man den U.S. Führerschein abgibt, was man ja nicht will, oder man muss komplett Theorie und Praxisfahrtest machen.

Es gibt Non-Driver ID Cards, hier z.B. die Infos dazu aus NY: https://dmv.ny.gov/non-driver-id-card

Die sind auch für Nicht-Amerikaner einfach zu bekommen, allerdings geht das nur vor Ort. Man braucht kein Visum, Esta ist ausreichend.

Ich bin im Oktober in NY und werde die ID dort beantragen - danach kann ich berichten. Wichtig ist, dass man die ID in dem Staat beantragt, wo auch die US-Mailing-Adresse ist, sonst gibt es wohl häufig Ablehnungen.

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Ich frage mich, ob die Capital One Karten das wert sind. Zugegeben, die Struktur der Kartenprodukte, also Preis, Credits, Multiplikatoren etc. sind sehr einfach gehalten und man erhält dadurch sehr einfach mehr Benefits als man für die Karten ausgibt (wobei als Europäer im US Kreditkartengame würde ich denken, dass wir alle sowieso “Gamer” sind) - auf der anderen Seite musst du sehr viel Aufwand allein für die Beantragung der Karten hineinstecken und dann immer mit der Gefahr leben gesperrt zu werden.

Ich bin der Meinung, dass es für jede C1 Karte eine äquivalente oder sogar bessere Alternative gibt:

Venture X → Bilt Palladium, okay man hat nicht die C1 Lounges aber du hast eine CSR und kommst in die Chase Lounges

Venture + Savor → die Wells Fargo Karten sind kostengünstig und haben ähnlich gute Multiplikatoren, alternativ gibt es die Citi Karten

Sowieso ist es besser, mehrere Willkommensboni mitzunehmen anstatt alle Ausgaben auf eine oder einige wenige Karten zu setzen.

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Die Frage ist durchaus berechtigt. Ich gebe zu, dass mich der Ehrgeiz ein wenig gepackt hat, das Spiel gegen Capital One zu gewinnen. Wahrscheinlich habe ich schon wieder viel zu viel Aufwand betrieben. Gut, dass es ein Hobby ist und ich nicht auf die Uhr schauen muss. Wahrscheinlich ist auch, dass bei einer jederzeit möglichen Kontensperre der dann daraus erwachsende Frust so groß sein wird, dass ich den Laden ab dann konsequent ignorieren werde. Vielen Mitspielern, denen das passiert ist, haben dann genau auch diese Konsequenz für sich aus der Erfahrung gezogen.

Citi und Wells Fargo kommen natürlich auch irgendwann mal an die Reihe. Die hohen Willkommensboni verleiten natürlich extrem dazu, regelmäßig neue Kreditkarten zu beantragen. Die Frage ist, wie lange man dieses Spiel eigentlich spielen kann, bis man keinen Bonus mehr bekommt bei Beantragung, also das berühmte und gefürchtete „Pop Up Jail“ einem droht! :face_with_monocle:

Da hätte ich aktuell ein Problem, da meine Post Adresse in Texas ist und nicht in New York. Angeblich soll es aber möglich sein, eine vom Airbnb abweichende Postversand Adresse auch in einem anderen Bundesstaat anzugeben. Das wäre für mich wichtig zu wissen, ob dies so möglich ist.

Genau, aber ich habe jetzt mehrfach gelesen, dass es damit Probleme gab, wenn man nicht mindestens ein offizielles Dokument mit der „AirBnB-Adresse“ vorlegen kann (Utility Bill o.ä.).

Ich konnte die Capital One Quicksilver nun im Juni ganz easy online beantragen und wurde auch genehmigt. Zuvor kam jedoch per Post ein Angebot, ich hatte glaube mal ganz am Anfang (im Januar), bevor ich eine richtige credit score und ITIN hatte, es dort versucht und wurde abgelehnt.

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Super, dass es bei Dir so unkompliziert funktioniert hat. Ich hatte für mich ja aus Gründen der Diversifikation und der maximalen Punkteausbeute auch die Capital One Quicksilver ausgesucht. Nur hat es bei mir ja leider nicht funktioniert. Wenn man die Fälle so vergleicht, dann erscheint es recht willkürlich, warum Capital One die eine oder die andere Identifikation verlangt und warum sich dies (wei bei +1 gesehen) anscheinend auch noch im Laufe der Zeit ändern kann… . So etwas unberechenbares wünscht man sich als Kunde gerade nicht. :grimacing:

Natürlich interessiert mich besonders, ob Du irgendwelche Vorsichtsmaßnahmen gegen eine Kontosperrung getroffen hast, sprich: Nutzt Du die Karte außerhalb der USA, hast Du irgendwelche VPN im Einsatz oder nutzt Du internationales Datenroaming für eine US-IP, wenn Du Dich in die Capital One App einloggst?

Habe gerade in einem Youtube Kommentar gelesen, dass die Capital One Karte vom „Loungerocker“ auch innerhalb von zwei Wochen wieder deaktiviert wurde. Die Gefahr ist also real!

Wie läuft das denn in den USA ab, wenn man pre approved wird für eine Karte, ohne sich jemals für die beworben zu haben. Bekommt man dann ein Angebotsbrief? Falls ja, woher wissen die Banken denn, welche Anschrift etc. man hat?
Also ich hab jetzt eine U.S. AmEx, wie würde mich denn Chase überhaupt erreichen um mir ein pre approved Angebot für eine ihrer Karten zu machen?

Einen Monat später und ich kenne meinen Credit Score immer noch nicht, habe jedoch die eine oder andere Erkenntnis (und hatte vergessen zu antworten, sorry!).

  1. Ich habe die Hotline von Amex erneut angerufen und sie haben mir gesagt, ich solle den ITIN Bescheid im Upload Portal hochladen - gleichzeitig haben sie einen internen Prozess initiert, sodass jemand das überprüfen und den Kartenkonten hinzufügen soll. Wie sich in einem späteren Anruf mit Amex herausstellt, bringt das aber nichts zum Erfahren des Credit Scores, denn…
  2. Amex reportet keine ITIN an die Credit Bureaus. Bei Personen mit SSN ist sie der Unique Identifier. Bei allen anderen ist die ITIN jedoch kein Ersatz für die SSN. Amex reportet seit dem Ende des ersten Billing Cycles an die Credit Bureaus (noch bevor ich ITIN hatte) - und anstelle der SSN tragen sie dort irgendwas ein. Man kann mich wohl aus der Kombination von Name, Adresse, Geburtsdatum usw. identifizeren.
  3. Dass ich es nicht schaffe meinen Credit Report mit der ITIN zu erhalten heißt nicht, dass man ihn (als Bank) nicht auffinden kann. Bei einer neulichen Beantragung einer Chase Karte wurde erfolgreich von Trans Union gepullt (und ich weiß, dass er schonmal zumindest über 700 ist).
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Man kann doch seinen Credit Score irgendwo selbst anfordern?
Oder bringe ich da jetzt gerade etwas durcheinander und das geht nur über ein Finanzinstitut?

Alles ohne VPN oder sonstiges. Hab sogar meine Telefonnummer mal ändern lassen, musste dafür nur kurz bei der Hotline anrufen. Im Equifax war die CC auch innerhalb von paar Tagen hinterlegt. Soweit ist alles gut.

da es eine gratis Karte ohne richtigem Boni ist, glaube ich kaum, dass sie diese sperren, wäre ja ein Verlustgeschäft für sie

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Ich habe mich gewundert, wieso nach wenigen Minuten meine Redpocket Roaming-Verbindung nicht mehr ging. Wurde hier heimlich auf 10MB gekürzt? Ist das bei anderen hier auch so?

Ja, bei mir leider auch. Anscheinend waren die 1GB Roaming Data für den 30 USD ebay Tarif ein Versehen - sie wurden auch im Angebot so explizit nicht erwähnt, was ja bei mir und vielen anderen zu Verwirrungen geführt hatte. Jetzt hat der Anbieter wohl aufgrund zu vieler Buchungen/Nutzung den Fehler gefunden und korrigiert.

Bin schon auf der Suche nach Alternativen, nicht für die US Telefonnummer, sondern wegen der US Mobilfunk IP ohne VPN Flag zur Nutzung mit Capital One.

Habe folgendes gefunden und werde es im September nach meinem USA Urlaub testen.

" Roamless eSIM

​Roamless unterscheidet sich von herkömmlichen Reise-eSIMs durch ein flexibles Guthaben-Modell, bei dem das aufgeladene Guthaben nicht verfällt. Die Preise für Datenvolumen in Europa und Nordamerika liegen zwischen 1,95 USD und 2,45 USD pro Gigabyte.

​Durch manuelles Anpassen des Access Point Names (APN) in den Mobilfunkeinstellungen des Smartphones auf den Wert america.bics wird der Datenverkehr gezwungen, über die US-amerikanischen Exit-Gateways des Netzdienstleisters BICS/Proximus auszutreten (unter anderem an Standorten in Virginia oder New York). Da diese Zuweisung auf Netzwerkebene erfolgt, weisen IP-Analyse-Dienste diesen Verbindungen einen Betrugs-Score von 0 aus. Obwohl die ASN im WHOIS-Eintrag teilweise auf BICS/Proximus statt direkt auf AT&T oder T-Mobile verweist, wird die Verbindung von Risikoverifikationssystemen nicht als Datacenter-Proxy geflaggt, was den Zugriff auf Banken-Apps ermöglicht."

Der Vorteil ist, dass gekauftes Datenvolumen nicht verfällt. Wenn man es auf die Nutzung der Banken App beschränkt, dürfte es auf Dauer billiger sein, als zum Beispiel Tello Sim zu nutzen mit 5 USD monatlichen Grundgebühr und dann noch zusätzlich Roaming Gebühren. insoweit würde ich bei Red pocket mobile mit der US Nummer bleiben.

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Ich habe tatsächlich eine Roamless eSIM mit Guthaben noch rumliegen gehabt und habe deinen Weg gerade mal getestet und bei ipqualityscore.com durchlaufen lassen.

Roamlesss:

RedPocket:

Ich weiß nicht inwiefern der Dienst aussagekräftig ist, aber ein gutes Gefühl gibt es mir nicht. Ich werde denke ich vor erst bei RedPocket bleiben und dann lieber mit dem aufladbaren Roaming-Guthaben arbeiten, wenn es gut läuft überträgt sich das ja vielleicht sogar in den Folgemonat weiter.

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Danke für den ersten Test. Das Ergebnis ist ja nicht wirklich optimal. :face_with_peeking_eye:

Schade, wäre keine schlechte Idee gewesen. Red Pocket Roaming Data (10 USD) verfällt wohl am Monatsende und bei Tello hält es wohl drei Monate.

Ich habe auch gelesen, dass manche die Tello esim nicht mehr über VPN aktiviert bekommen und dies nur noch vor Ort in den USA geht. Von daher müsste ich vielleicht im nächsten Urlaub aktiv werden…