Exotische Reiseziele - fernab des Massentourismus

Hallo Achim, die Highlands und die Moore sind zwar nicht exotisch aber definitiv spannend und mysteriös :wink: was die Kulinarik angeht… puh ja, das ist wohl Geschmacksache, ich gebe zu, davon war ich nicht ganz so begeistert :grimacing: warst du denn schon mal in Wales oder den Kanalinseln? Könnte euch vielleicht auch gut gefallen… Grüße zurück…

Ich war 1988 1 Woche auf Fernando do Noronha … damals konnte man nur 1x pro Woche mit kleinen Turboprops von Recife nach Fernando do Noronha fliegen … es gab noch keine touristische Infrastruktur … und ja, die Insel ist wunderschön, insbesondere zum Schnorcheln/Tauchen.
Aber für die Brasilianer ist sie nun zu einem Exclusiv-Ziel geworden (leider) und ich würde einem Europäer keinen Besuch empfehlen, denn an der langen Küste im Nordosten von Brasilien gibt es unendlich viele wunderschöne Traumstrände mit Infrastruktur (von ganz einfach bis luxoriös), die man mit dem Auto erreichen kann. Das gesparte Geld setzt man dann besser in gutem Essen oder schönen Hotels um.

Ich würde Malawi in Afrika empfehlen

1 Like

Hi. Danke für den schönen Bericht. Ich habe mich auch schon oft mit dem Schiff beschäftigt. Mich würde interessieren, was du davor und danach gemacht hast.
Start is ja auf Fidschi. Gibt es dort ein paar schöne B+B.
Danke Michael.

Die Aranui 5 startet immer von Papeete, Tahiti aus. Diese Insel liegt ja in Französich Polynesien und daher ziemlich weit weg von Fidschi. Wir haben davor und danach jeweils ein paar Tage in Papeete verbracht. Die gesamte Etappe war Teil einer Reise um die Welt: Italien - Deutschland - Singapur - Australien - Neuseeland - Französich Polynesien - Neuseeland - USA - Deutschland - Italien. Wir hatten ein ‚Rund um die Welt Flugticket‘ gebucht. Dabei hatten wir ein ‚Schnäppchen‘ via Expedia ergattert und die meisten Langstreckenflüge in Business erlebt. Die Aranui 5 und die Marquesas sind einmalig. Weder das Schiff moch die Inseln sind mit irgend einem anderen Schiff bzw. Destination vergleichbar. Once in a lifetime! Ehrlich!

Ich möchte eine Tour mit den Navimag-Schiffen empfehlen, die entlang der chilenischen Küste Patagoniens zwischen Puerto Natales und Puerto Montt fahren (siehe https://www.navimag.com/en-us/patagonian-fjords-route-puerto-montt-to-puerto-natales-south-of-chile)

Die Schiffe transportieren Fracht, unter anderem LKWs voller Kühe(!), bieten aber auch eine begrenzte Zahl von Kabinen für Passagiere an. Ich schätze ca. 30 zahlende Reisende haben Platz.
Das Ganze sollte man im Voraus buchen, es geht nur 1 Schiff pro Woche. Die Fahrt geht durch bzw. entlang der patagonischen Fjorde an völlig unbewohntem Küstengebiet vorbei, mit wunderschönen Ausblicken in die Berge am Festland.

Die Reise dauert normalerweise 4 Tage und 3 Nächte, je nach Wetter kann es auch mal länger gehen. Patagonien ist rau und unvorhersehbar. Bei uns musste wegen starkem Sturm eine Nachtetappe übers offene Meer wieder abgebrochen werden, erst tags darauf ging es weiter.

Während der Tage an Bord wird man ein bisschen Teil der Crew, es geht sehr familiär zu. Allzu viel Komfort sollte man nicht erwarten, aber das Essen war solide und gut. In den Fjorden ist die Fahrt ruhig, bei den wenigen Passagen übers offene Meer ist es ein Vorteil, wenn man seefest ist (wobei das bei richtigem Sturm auch nicht hilft: da waren so gut wie alle Passagiere und auch einige von der Crew seekrank, ganz zu schweigen von den armen Kühen :frowning: )

Die Schiffsreise allein ist sicher keinen Flug dorthin wert, aber im Rahmen einer Patagonien-Reise oder einer größeren Südamerika-Tour ist es ein toller, nicht so alltäglicher Baustein. (Puerto Natales ist einer der Ausgangspunkte für den Torres del Paine Nationalpark).

3 Like

Hello,

war jemand von euch schon mal in Bhutan und hat dafür irgendwelche Tipps und Empfehlungen zwecks Hotel, Flug etc?

Danke! :slight_smile:

Hi Patrick,
Bhtuan ist schon ein paar Jahre her (2015) ist aber ein schönes Fleckchen Erde.
Die schnellste, aber wie ich finde teuerste Anreisemöglichkeit ist aus Kathmandu - aber teuer. Hatten wir extra ausgeschlagen und sind bis Delhi (Schnäppchen gibt es da ja immer) und von dort mit Bhutan Airlines nach Paro im Westen. Das ist eine private Airline. Es tauchen immer mal wieder Gerüchte auf, dass der Zugang zum Land begrenzt ist, das stimmte damals nicht ABER man kann sich nicht frei im Land bewegen - was auch gar nicht wirklich ging. Man kann nur gebuchte Touren unternehmen oder man ist mit einem lizensierten Guide unterwegs. Den kann man in Delhi bereits buchen oder wie wir, als wir den Flug ach Paro gebucht hatten über Bhutan Airlines, die vermittelten damals, ob das noch so ist - keine Ahnung. Ansonsten das bhutanische Außenministerium, wo ich auch die Visa herbekomme. Es gibt auch eine Tourism Tax 40 Dollar p.P. glaube ich. Man braucht immer ein Visum, was man nur bekommt, wenn man über ein bhutanisches Reiseunternehmen (auch Bhutan Airlines) einen Guide oder eine Tour gebucht hat bzw. über Außenministerium.
Wenn man den Guide bucht, sollte man schon genau vorher wissen, wo man hinwill und was man machen will, der Guide plant dann alles durch. Vorankommen ist sehr mühselig in Bhutan, es gibt keine Autobahnen, keine Züge (ist geplant) und nur wenige kurvige Straßen - sprich es dauert alles sehr lange. Auch muss man sich des Wetters bewusst sein - es kann extrem tropisch heiß sein (an der Südgrenze) und in den Tälern (Tongsatal und Parotal sehr angenehm im Winter jedoch arschkalt) Auch extremer Monsunregen (im September waren wir) kann vorkommen - hab ich so wie dort noch nirgends erlebt.
Hotels gibt es dann durch den Guide oder das Reiseunternehmen und sind recht günstig zu haben. Essen ist spitze - Nationalgericht ist ein Eintopf aus rotem Reis und Yak Käse (sehr scharf) aber lecker. Gibt es an jeder Ecke und ist günstig. Unsicher haben wir uns nie gefühlt und freundlich waren auch alle.
Man kann einiges sehen, was mit dem Buddhismus zu tun hat - Tempel, Parks, Statuen mal mehr mal weniger schön. Für uns war das Highlight eindeutig das Takshang Kloster, nicht „weit“ vom Flughafen. Da sollte man einen Tag einrechnen und braucht dringend eine Genehmigung und einen extra Führer für das Kloster, der ist auch nicht billig, besorgt aber die Genehmigung. Einfach mal Googlen. Es steht immer so 3 Stunden Gehzeit bis hoch - wir haben 5 gebraucht und sind nicht die unfittesten. Man muss ca. 800 Meter Höhe überwinden, was noch geht, aber in 3000m Höhe ist die Luft echt dünn und nach 2 Stunden merkt man das, vor allem wenn man sich nicht 1-2 Tage akklimatisieren konnte. Wermutstropfen, man darf kaum fotografieren (wenn man alleine ist, was selten vorkommt gibt es mal Ausnahmen). Oben gibt’s Cafes und so und natürlich das spektakuläre Kloster selbst.
Viel Spass

2 Like

Wow, Danke für die ganzen Infos! :slight_smile:

Hallo, beim stöbern und lesen hier, auf der Suche nach Inspiration (ist ja doch einiges dabei) fiel mir dieser Satz besonders ins Auge. Da ich in Uruguay gelebt habe kann ich das nur bestätigen. Die Menschen sind immer hilfsbereit, offen aber nie oberflächlich. Im Gegenteil, Sie fühlen sich von jedem „Touristen“, der nicht nur Montevideo und Punta del Este bereist sehr geehrt und erfreut und das spürt man. Insgesamt ist Uruguay ein tolles Land. Montevideo eine Stadt, der man das koloniale Flair noch anmerkt, im Süden und an der Ostküste tolle Strände (Allerdings empfehlen sich die Orte am Atlantik mehr als die am Rio de la Plata, da der Fluss doch sehr schlammig ist). Punta del Este sollte man sich im Sommer nicht antun, da ist es mega voll. Aber in der Nebensaison ist es dort sehr schön. Im August hat man dort auch eine gute Chance Wale zu sehen. Ansonsten: viel Natur, unendliche Weiten, viel Grün. Das Preisniveau ist für Südamerika etwas höher, und das Essen fantastisch. Ich könnte jetzt noch Stunden weitermachen, aber bevor man jemanden langweilt… wer mehr wissen möchte, schreibt mich gerne privat an.

2 Like

Bei den ganzen vorgenannten Reisezielen ist mein Vorschlag wahrscheinlich zu profan und zu „billig“! :wink:

Jordanien. Wir sind für 120 Euro pro Person mit Gepäck in den Sommerferien geflogen. Direktflug. Mietauto die ganzen 14 Tage.

Wadi Rum möchte ich hervorheben, wo wir mit teilweise nur 10 Leuten in der Anlage Aicha Luxury Camp gewohnt haben. Star Gazing und ein Tagesausflug mit dem Jeep ist ein Muss. Ballonfahrt war leider nicht möglich. Auch meine Bemühungen ein kleines Flugzeug zu mieten beim Royal Jordan Airclub in Aqaba war leider erfolglos. Die Ruhe in der Wüste ist einzigartig, wie man sich vorstellen kann. Wer dazu Lust hat, da gibt es ausreichend Reiseblogs zu Jordanien, um sich bei Interesse weiter zu informieren.

Weitere Orte für kulturell Interessierte: Totes Meer, Taufstelle Jesu, Madaba, Jerash und die Altstadt von Amman und vieles mehr. Petra und Wadi Rum sind natürlich die Kirschen auf der Torte. 16 Stunden gemütlicher Marsch bei 35 Grad vom Haupteingang und zurück plus gefühlte 1000 Treppenstufen zur Monestary hoch. Badeurlaub am Toten oder Roten Meer. Leider sind die großen amerikanischen Hotelketten durch das arabische Publikum sehr wuselig und laut. Das nervt sogar die Jordanier die aus den USA auf Heimatbesuch sind. :wink: Aber das Kempinski soll ruhig sein.

Fahre ungern zweimal in das selbe Land. Aber hierhin würde ich das noch einmal tun. Und Malta natürlich, wo ich ca. 12 bis 15 Mal war.

3 Like

Ja Jordanien ist super. Waren extra 3 Tage in Petra um auch Opferplatz und das Gelände drumherum ordentlich begutachten zu können. Taufstelle Jesu war spannend und Amman natürlich. Sind dann nach Israel weitergefahren und von dort noch bissl rum bis nach Eilat und nach Ägypten rüber. Mit dem Auto damals.

1 Like

Ja, das kann man so machen, wird meiner persönlichen Meinung dem Land nicht gerecht. :wink: Zwei Wochen war gut, drei Wochen wären meinen Eindrücken nach noch besser gewesen. Einige Kulturgüter haben wir nicht sehen können. Man will ja auch mal ein paar Tage Badeurlaub machen. Der Jordanpass ist bei mind. 14 Tagen auch zu empfehlen.

Autofahren ist wegen der viel zu hohen Bumper aus Beton schwieriger. In Wadi Rum haben wir mit dem Träger/Holm aufgesetzt und den eingedellt. Bei der Abgabe des Fahrzeugs haben wir dann so geparkt, dass man es nicht erkennen konnte. :slight_smile:

Und Polizei über Polizei die Geschwindigkeit kontrolliert und auch hohe Strafen ausspricht. 60 Euro für eine leichte Übertretung…wird hochgeladen: _AND8903_DxO.jpg… wird hochgeladen: boy petra.jpg…

3 Like

Ja der Jordanpass ist super - spart man ja auch extrem viel.

War noch nie in Malta. Was Reitz Dich dort? Wo übernachten.
Antwort würde mich freuen.
Helmut Birke

Hallo. Danke für die Anfrage die ich versuche ausreichend zu beantworten. Erwarte aber nun keine Wunder! Ich bin kein Reiseblogger :wink: Aber wenn ich einige Blogs über Malta lese, dann schaudert es sich mir. Waren eine Woche da, machen an vier, fünf markanten Stellen ein paar „icon-fotos“ und wollen dann ihren Lesern erzählen, sie haben Malta komplett kennengelernt. Hatte ich gerade mit Montenegro den Fall. Die Dame war eine Woche da, konnte auf spezielle Nachfragen anderer User Fragen nicht beanworten. Wir machen nun im Sommer eine drei Wochen Rundreise nach Montenegro. So, jetzt bin ich vom Thema abgekommen. :wink:

Mit einem Beispiel zu Malta möchte ich anfangen: Als ich meine Frau zum ersten Mal einen Urlaub auf Malta „andrehen“ wollte, war sie überhaupt nicht begeistert. Sie hatte ja sooo viel Schlechtes gehört. Nach Ende des Urlaubs hat Sie Malta auf ihrer „Urlaubsliste of all times“ in die TOP 3 gewählt. Das sagt schon viel aus. Wobei ich mich natürlich loben muss, wiel ich durch meine ganzen Aufenthalte viele Ecken kenne und meine jetztige Frau an alle wichtigen Punkte direkt herangeführt habe. Also unsere Liebe hat sogar Malta „überstanden“. :wink:

Kulturell finde ich Malta interessant durch die Mixtur arabischer, italienischer und englischer Einflüsse. Ja, es sind noch mehr Einflüsse dabei, aber das sprengt den Rahmen. Architektonisch interessant durch die Baustile der letzten 500 Jahre. Leider „schießen“ sich die Malteser langsam selber in´s Knie in dem immer mehr alte Bausubtanz modernen Neubauten weichen muss. 1980 war ich das erste Mal da 2015 das letzte Mal. 1994 für ein halbes Jahr und Ende 1993 für drei Monate. Daziwschen diverse Male für 2 oder 3 Wochen.

Auch ist die maltesische Kultur und Identität stark gefährdet durch viele Einwanderer die dort Steuern sparen wollen und Andere die in der Gaming Industrie arbeiten. Das meine ich wertfrei.

Ein absolutes Muss ist für mich ein Mietauto! Ja, der Busverkehr ist mittlerweile gut ausgebaut und wird von modernen Bussen bedient, aber das ist nicht das Optimum! Soweit ich das mal überblickt habe, wird jede Sehenswürdigkeit auch mit dem normalen Buslinie angefahren. Auch diese Hop-On Hop Off Busse gibt es. Ich beleibe dabei, dass ein eigenes Auto die erste Wahl ist. Beim ersten losfahren immer laut vor dir hersagen: „links fahren, links, fahren, links fahren“. Es ist ja Linksverkehr auf Malta und ich habe schon so viele Touris mir auf meiner Fahrspur entgegenkommensehen! :frowning:

Wir sind im Oktober wieder da (meine Frau weiß von nichts :wink: und sind eine Woche in Marsaskala im Cerviola Hotel und dann eine weitere Woche im Be Hotel in St. Julians. Im Süden wollen wir einige bekannte Badebuchten abgrasen und mit meinem Sohn von den Klippen springen. Einfach entspannen ohne Stress. Haben ja schon alles gesehen. Auch wohnt eine ehemalige Kollegin von FTI in Marsakala. Darum die Wahl auf den Ort. Von St. Julians wollen wir dann ein paar Tage rumfahren und ein bisschen Sighteseeing machen. Valletta ist klar, Mdina/Rabat auch, Lust nach Gozo rübe rhabe ich auch. Aber mal schauen.

Den meisten Trubel inkl. Restaurants gibt es in Sliema/St.Julians. Der Norden ist mir zu „tot“. Aber wer Ruhe sucht ist da gut aufgehoben, wird aber nie Malta nie richtig schätzen können, wenn er da nicht jeden zweiten Tag wegkommt udn was unternimmt. Von Marsakala kann ich in 25 Minuten auch in Valletta und Sliema sein.

Unterkünfte gibt es alles von einfachen Zimmern bis luxioröse Poolvillas. Da wir nur zu dritt sind, lohnt sich das für uns aber nicht. Wir hatten aber ansonsten auch schon alles: Vom einfachen Apartment mit tröpfelnder Dusche bis zu einem 4 Zimmer Luxuspartment in einem Reichenviertel in High Ridge mit 16 Meter langer Terrasse über Airnbnb. Madliena Village war das. Das gehörte mutmaßlich einem maltesischen EU-Politiker. Mit Tiefgarage und so weiter. Achso parken ist die Hölle, außer Du zahlst großzügig. Anfang der 90er war es noch üblich, dass jemand dein Auto einfach zugeparkt hat, die Türen aber aufgelassen hat, so dass man das Auto mit der Hand verschieben konntest (Gang raus, Handbremse lösen). Irre.

Wichtig: Am Wochenende nie an einen Strand oder Beachclub gehen, die sind dann brechenvoll und das ist nicht mehr zu ertragen. Am Wochende Ausflüge mit dem Auto machen oder im Hotel am Pool bleiben. Oder nach Gozo rüber (einen ganzen Tag mit Fähre) oder eine Inselrundfahrt über Malta machen. Pro Tag ungefähr die „halbe Insel“ schafft man bequem.

Strände sind ja nicht viele da und ich habe mich mit dem Alter sowieso mehr an die Beachclubs ohne Sand gewöhnt.

Im Winter war Malta mir zu „nasskalt“, Fahradfahren würde ich da auch nicht, wenn ich so einige Touris da manchmal gesehen habe. Das ist gemeingefährlich. Im Mai war ich auch mal da, aber da waren nur 20 Grad. Aber jeder wie er es mag.

So, mehr weiß ich im Moment nicht, stehe aber gerne für weitere Fragen zur Verfügung. Dazu müsste ich aber noch mal wissen, was Du genau suchst und machen willst auf Malta. Da Du Helmut heißt, gehe ich mal davon aus, dass Du kein Teenie mehr bist und eher kulturinteressiert bist. :wink: Stelle einfach weitere Fragen.

3 Like

Exotisch? Ich weiß es nicht. So etwas liegt ja immer ein wenig im Auge des Betrachters.

Wie dem auch sei, ich möchte euch im folgenden gerne einen meiner Lieblingsorte im Indischen Ozean ans Herz legen.

Auf die kleine Insel Nosy Be, im Nordwesten von Madagaskar, bin ich vor einigen Jahren zufällig beim Lesen irgendeiner Aviation Seite aufmerksam geworden. Da ich bisher noch nie in meinem Leben von ihr gehört hatte, habe ich natürlich sofort etwas recherchiert und es hat tatsächlich nur wenige Minuten gedauert, da stand der Entschluss fest, da müssen wir mal hin.

Man erreicht NOS recht komfortabel von FRA mit ET via ADD. Das erste Leg wird in der Regel mit einem A350 geflogen. Weiter geht es nach 3-4 h Aufenthalt mit doch leider recht abgewetzten B737.
Den Flughafen NOS muss man in seinem Leben nicht unbedingt gesehen haben. Die Immigration ist erwartungsgemäß chaotisch und nervig. Irgendwann ist man dann doch glücklicher Besitzer eines Visa on Arrival und tritt in das üppige tropische Klima Madagaskars.

Wir sind immer im Anjiamarango Beach Resort untergebracht. Dieses wurde vor ca 10 Jahren von einem Franzosen (Philip) eröffnet, der es mit ausschließlich lokalen Menschen zu einem, wie wir finden, ganz besonderem Ort gemacht hat. Ich denke, dass Wort Familiär passt in diesem Fall am Besten. Philip kümmert sich um alles. Zum Resort gehört ein Boot, mit dem man tolle Ausflüge machen kann. Braucht man einen Wagen nebst Fahrer klärt man das mit ihm am Abend davor. Der Koch ist ein wahrer Künstler und der Wein ist ebenfalls köstlich. Der Preis für das ganze Vergnügen ist eigentlich lächerlich.
Bitte verzeiht mir meine Schwärmerei. Tatsächlich bin ich kein Influencer. Ich bin mir ganz sicher, dass es auf Nosy Be noch sehr viele andere tolle Hotels gibt. Ich kann halt nur über dieses berichten.

Nosy Be ist tropisch und bezüglich seiner Vegetation extrem üppig. Es wächst gefühlt alles dort. Chamäleons gehören zum Alltag. Uns hat es immer viel Freude bereitet, diese wunderschönen Wesen zu beobachten. Die Unterwasserwelt ist vielfältig. Wir waren immer nur mit dem Schnorchel unterwegs. Ich glaube, wer tauchen kann, kommt bestimmt auch auf seine Kosten.

Zum Ende noch ein gut gemeinter Hinweis für den Rückflug. Fliegt ihr zur richtigen Zeit (Anfang Januar) lohnt sich ein Stopp in ADD mit anschließendem Weiterflug nach Lalibela. Für Flugbegeisterte ist schon der Flug mit einer Dash8 über das Rift Valley ein absolutes Vergnügen. Lalibela mit seinen fantastischen Felsenkirchen ist, so wie ich finde, eh einen Besuch wert. Wenn Anfang Januar der kleine Ort mit Tausenden von Pilgern überschwemmt wird, wird es tatsächlich zu einem grandiosen Erlebnis. Ich habe es unglaublich genossen und möchte diese Erfahrung nicht missen.

Auf allen euren Reisen wünsche ich euch viel Freude.

4 Like

Ich möchte auch noch gerne ein anderes Reiseziel in der Südsee „in den Ring“ werfen: Samoa.

Ich hatte 2019 von Everett Painfield (mit Ausblick aufs Boeing Werk) nach Apia, Samoa in C (Business) gebucht. Gekostet hat das ganze $26.90 und 55k Meilen. Auf dem Weg konnte ich drei verschiedene Produkte ausprobieren. Zum einen Alaska Airlines Domestic First operated by Horizon Air (E175) , Fiji Airways auf der Langstrecke (A330) sowie deren regionales Business Class Produkt (B737) . Zurück nach HNL ging es aufgrund mangelnder Verfügbarkeit in Y (Economy).


Die Verfügbarkeiten waren zumindest damals ziemlich beschränkt, wenn man etwas findet, dann lassen sich ordentliche Einlösewerte von 6ct /M+ erreichen.

Samoa hat mir sehr gut gefallen, da es wenig touristisch als z.B. Tahiti oder die Fiji ist, aber gleichzeitig ausreichend gut erschlossen für Individualurlaub. Für mich gibt es nicht schöneres als die Erinnerung in einer der „Fales“, direkt am Strand mit Blick aufs Meer und dem Wellenrauschen aufzuwachen. Ansonsten hat Samoa, schöne Strände, Wasserfälle und die etwas lebhaftere Hauptstadt Apia. Da Bilder bekanntlich mehr als tausend Worte sagen:

Ich hatte mir damals einen Mietwagen (samt Kokosnuss Schaden am Dach) gemietet und einen „Roadtrip“ um die Insel gemacht und verschiedene Resorts, Fales und Strandabschnitte besucht. Fand das schön und aufgrund der Größe der Haupt-Insel waren Linksverkehr und der Schlaglöcher und Flussdurchquerungen auch kein Problem.

Tipp:
Übrigens legt der Rückflug von NAN nach HNL an bestimmten Wochentagen auch einen Stopp in Kiritimati CXI (Weihnachtsinseln) ein. Man kann diesen auch kostenlos als Stopover buchen, allerdings müsste man dann ein Woche dortbleiben.

5 Like

Samoa war mein Ziel 2020 was leider Covid19 bedingt nicht stattfand.
Wir wären mit Korean in der C FRA-SYD/AKL-FRA geflogen. SYD-AKL mit Avios in Y sowie AKL-APW mit NZ in der Y über Krisflyer.

Durch deine Bilder freue ich mich noch mehr drauf, 2022 nehmen wir es nochmal in Angriff. Geplant sind wie 2020 2 Wochen Samoa die restliche 1 bis 1,5 Wochen gehen ja schon fast für die Anreise drauf.

Warst du auch auf Savaii und wenn ja lohnt sich das?

Danke und LG

@Reneh Ich hatte damals auch überlegt, in welcher Richtung ich anreise. Schlussendlich hatte ich mich für die Anreise westwärts entschieden und noch einige Tage auf Nadi, Hawaii und in der Bay-Area verbracht. Die Kombination über AKL klingt auch sehr sinnvoll und sollte unwesentlich länger dauern. :slightly_smiling_face:

Savaii hatte ich mir auch überlegt, aber im Ende nicht gemacht, da ich insgesamt 10 Tage vor Ort war. Falls ihr mehr Zeit habt/einplant, könnt ihr Savaii gut mitnehmen oder auch amerikanisch Samoa (z.B. Pago Pago). Von anderen Reisenden habe ich erfahren, dass diesen Savaii sehr gut gefallen hat.